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37 Holzverbindungen auf einen Blick

Reine Holzverbindungen sehen wunderschön und wertvoll aus.

Aber ist der Aufwand nicht viel zu groß?

Als ausgelernter Zimmerer habe ich fast täglich mit zimmermannsmäßigen und ingenieursmäßigen Holzverbindungen zu tun.

Hiermit liefere ich dir also Infos aus erster Hand. Ich zeige dir, was für Verbindungen es gibt und worauf es dabei ankommt.

Zusätzlich behandle ich Holzverbindungen, die für Schreiner beziehungsweise Tischler üblich sind.

Und das Beste ist:

ob Profi oder Hobby-Handwerker – diese Verbindungen kann jeder nachbauen.

Wofür werden Holzverbindungen genutzt?

Auf dem Bau werden solche Verbindungen für Holzkonstruktionen wie zum Beispiel Wände, Decken und Dächer genutzt.

Man unterscheidet zwischen zimmermannsmäßigen und ingenieursmäßigen Holzverbindungen.

Im Möbelbau werden Holzverbindungen dafür genutzt, um Eckverbindungen, Zapfen oder ähnliche Anschlüsse herzustellen.

In jedem Fall spielt Holz eine wichtige Rolle.

In den meisten Bereichen werden Bohlen, Bretter, beziehungsweise Kanthölzer miteinander verbunden.

Wenn man zum Beispiel in Pinterest „Holzverbindungen“ eingibt, wird man vor lauter Möglichkeiten geradezu erschlagen.

holzverbindungen-zimmermann-baustelle

Den Holzverbindungen sind also fast keine Grenzen gesetzt.

Generell unterscheidet man zwischen Eckverbindungen, Kreuzungen, Abzweigungen oder Längsverbindungen.

Die Verbindungen der verschiedenen Hölzer werden Knotenpunkte genannt.

Diese Knotenpunkte müssen anfallende Kräfte aufnehmen können. Aus diesem Grund ist es wichtig, die angegebenen Maße zu befolgen.

Die Unterschiede

  • Zimmermannsmäßige Verbindungen werden hauptsächlich aus Holz hergestellt und können mit Schrauben, Bolzen oder Nägeln gesichert werden.
  • Ingenieursmäßige Verbindungen werden auch mechanische Verbindungen im Holzbau genannt. Bei diesen Verbindungen werden Dübel, Stahlblech-Formteile, Schrauben- oder Nagelverbindungen eingesetzt.
  • Holzverbindungen im Möbelbau werden hauptsächlich aus Holz hergestellt und können durch Leim bzw. Nägel gesichert werden.

Die Kräfte an den Knotenpunkten

Jedes Bauteil ist gewissen Kräften ausgesetzt.

Ob im Möbelbau oder auf dem Bau: Die anfallenden Lasten müssen sicher weitergeleitet werden. Aus diesem Grund müssen die Hölzer und die Knotenpunkte sauber verbaut werden.

Die Konstruktion entscheidet, welche Kräfte an den Knotenpunkten von der Verbindung aufgenommen werden müssen.

Man unterscheidet zwischen vielen verschiedenen Kräften.

Es gibt beispielsweise Druck-, Zug- und Schubkräfte.

In der folgenden Grafik einer Überdachung sind die wirkenden Kräfte durch die roten Pfeile deutlich zu erkennen:

Holzverbindungen-beanspruchung-holz-ueberdachung-verbindungen

 

Frage: Welche Kräfte treten bei Sparren, Pfetten oder Pfosten auf?

An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass auch die Hölzer die nötige Festigkeit besitzen müssen.

Man kann einige Holzarten nämlich viel stärker belasten als andere. Auch die Faserrichtung spielt eine wichtige Rolle.

Um dir einen Überblick zu verschaffen, habe ich diesen Artikel in drei große Teile eingeteilt:

  • Zimmermannsmäßige Holzverbindungen
  • Holzverbindungen im Möbelbau
  • Ingenieursmäßige Verbindungen

Zimmermannsmäßige Holzverbindungen

Damit du auch hier nicht die Übersicht verlierst, habe ich alle Verbindungen in Kategorien eingeteilt.

Die Hauptkategorien sind:

  • Längsverbindungen
  • Eckverbindungen
  • Quer- oder Kreuzverbindungen

Diese Liste beansprucht keine Vollständigkeit, aber sie gibt einen Überblick, wie man zu Hause oder auf der Baustelle eine saubere Verbindung herstellen kann.

Weitere Verbindungen dieser Art findest du in diesem Beitrag.

Wusstest du schon?

Die älteste bisher nachgewiesene Verbindung, die mit Holz hergestellt wurde, datiert auf 5100 v.u.Z. In einer Ausgrabung in der Nähe von Leipzig wurde eine verkämmte Brunnenfassung gefunden.

Längsverbindungen

Längsverbindungen werden hauptsächlich genutzt, um zwei Balken der Länge nach zu verbinden.

1. Blattstoß

Blattstoß (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

 

Bei einem einfachen Blattstoß wird die Hälfte der Balkenstärke abgetragen.

Einige Handwerker ergänzen diese Verbindung zusätzlich mit einem Haken.

Das Problem an dieser Verbindung ist aber: Die Scherfläche des Hakens ist sehr gering.

Man hat zwar einen Vorteil beim Aufrichten, aber aus statischer Sicht ist diese Verbindung nicht sehr sinnvoll.

Weitere solide Techniken zur Verbindung von Holzbalken findest du in diesem Beitrag.

2. Blattstoß mit einer Schwalbenschwanzverbindung

Blattstoß mit einer Schwalbenschwanzverbindung (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

 

Bei dieser Verbindungsart stellt man hauptsächlich einen einfachen Plattenstoß her.

Zusätzlich wird am Ende ein Schwalbenschwanz ausgesägt.

Diese Verbindung ist sehr praktisch und effektiv. Sowohl beim Aufrichten also auch bei der Statik spielt diese Verbindung eine wichtige Rolle.

3. Zapfenblatt

Zapfenblatt (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

 

Ein Zapfenblatt ist deutlich umfangreicher.

Wie an der Zeichnung zu erkennen ist, sind viele Abmessungen erforderlich, um dieses Blatt fertigzustellen.

4. Schräges Hakenblatt

Schräges Hakenblatt (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

 

Das schräge Hakenblatt ist eine Längsverbindung, die sehr belastbar ist.

Allerdings ist sie nicht ganz einfach herzustellen. Diese Längsverbindung ist sowohl auf Zug als auch auf Druck belastbar.

Es gibt es mehrere Möglichkeiten, diese Längsverbindung herzustellen. Weitere Hilfen dazu findest du in meinem E-Book.

Diese Verbindungen sind sowohl im Fachwerkhaus– als auch im normalen Holzbau üblich.

Detailliertere Infos zum schrägen Hakenblatt findest du auch in diesem Beitrag.

5. Verborgenes Hakenblatt

verborgenes-hakenblatt

 

Diese Verbindung wird in etwa wie das schräge Hakenblatt hergestellt und hat Ähnlichkeit mit dem Gerberstoß.

6. Gerberstoß

Schräges Blatt, Gerberstoß (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

 

Der Gerberstoß wird auch „Schräges Blatt“ genannt.

Diese Längsverbindung wird dafür genutzt, Hölzer mit größeren Querschnitten zu verlängern. Dazu gehören beispielsweise Mittelpfetten, Firstpfetten oder Unterzüge.

Der Vorteil dieser Verbindung: Der volle Holzquerschnitt kann zur Lastannahme angerechnet werden. Das unterscheidet den Gerberstoß von einem einfachen Blattstoß.

Beim Ausarbeiten ist zu beachten, dass das Oberblatt auf dem Lagerpunkt sitzt und das Unterblatt darunter gehangen wird.

Andersherum würden Risse entstehen.

Gegen seitliches Verschieben werden Bolzen genutzt, die beide Teile zusammenhalten.

Wenn du einen Gerberstoß herstellen möchtest, kannst du dich in diesem Beitrag noch weiter informieren.

Eckverbindungen

Ob ein Carport, ein Dachstuhl oder eine einfache Überdachung: Sobald zwei Hölzer aufeinandertreffen und eine Ecke bilden, benötigst du eine Eckverbindung.

Hierfür gibt es ebenfalls verschiedene Varianten.

Nachfolgend die wichtigsten und gebräuchlichsten Verbindungen, die im Holzbau üblich sind.

Weitere Eckverbindungen aus Holz habe ich dir in diesem Beitrag zusammengestellt.

Bestseller-Tipp
Eckverbindungen lassen sich am besten mit Japansägen herstellen. Hier habe ich eine Auflistung der beliebtesten Japansägen.

7. Glattes Eckblatt

Glattes Eckblatt (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

Wie bei dem einfachen Blattstoß der Längsverbindung wird bei dem glatten Eckblatt die Hälfte der Balkenstärke abgetragen. Die Oberflächen bilden nach dem Zusammenfügen eine Ebene.

Diese Verbindung wird stabil, wenn man die Balken durch Schrauben oder Blechformteile zusätzlich verstärkt.

Diese Verbindung ist die einfachste Verbindung und ist in kurzer Zeit ausgeführt.

8. Scherzapfen

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Der Scherzapfen ist deutlich schwieriger herzustellen und erfordert somit Zeit.

Zur Herstellung eines Scherzapfens wird zunächst das Stirnende des einen Holzes in drei Teile eingeteilt, um den Zapfen herzustellen.

Bei dem anderen Holz geht man ähnlich vor, nur dass dort eine Art Zapfenloch ausgeschnitten werden muss.

Diese Eckverbindungen eignen sich auch im Türrahmenbau oder für die Herstellung von Fensterrahmen.

9. Druckblatt

Französisches Druckblatt (Zimmermannsmäßige Holzverbindungen)

 

Das Druckblatt gehört zu den aufwendigsten Eckverbindungen. Man sagt dazu auch „Doppelt schräge französische Überblattung“.

Durch die schräge Fläche ist die Ausarbeitung nicht so einfach wie bei einem glatten Eckblatt.

Der Vorteil an dieser Eckverbindung: Man braucht deutlich weniger Verbindungsmittel. Durch die schräge Fläche werden die Hölzer automatisch auf Position gebracht.

Diese Eckverbindung eignet sich vor allem für Carports, Dachstühle, Vordächer oder sonstige Verbindungen, die Kräfte abtragen müssen. Man braucht aber deutlich mehr Zeit, um diese Eckverbindung herzustellen.

Es gibt auch eine einfache Ausführung dieser Verbindung. Dazu wird nur eine Fläche schräg abgeschnitten.

Dieser Ausführung nennt sich „schräge französische Überblattung“.

10. Verdecktes Eckblatt

verdecktes-eckblatt

Je nach Situation kommt es vor, dass bei einer Eckverbindung das Hirnholz-Ende nicht sichtbar sein sollte.

Da kann es witterungsbedingte Gründe geben, oder einfach die Optik an sich.

Zum Beispiel aus witterungsbedingten Gründen. Oder, weil es einfach besser aussieht.

Dazu dient die Verbindung „verdecktes Eckblatt“.

Diese Verbindung wird ähnlich wie das glatte Eckblatt hergestellt.

Zusätzlich muss man aber auch einige Zwischenschritte machen, damit das Hirnholz-Ende nicht sichtbar ist.

Wusstest du schon?
Um das Jahr 3500 v.u.Z. wurden die Holzverbindungen immer detaillierter. Man nutzte schon Zapfen und Einhalsungen.

Abzweigungen

Bei Abzweigungen wird ein rechtwinklig auftreffendes Holz mit einem anderen Holz verbunden. Dafür verwendet man hauptsächlich Zapfen oder Verzapfungen.

11. Normaler Zapfen

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Es gibt verschiedene Arten: Zapfen, die über die ganze Breite ausgestemmt, beziehungsweise ausgearbeitet werden, nennt man „normale Zapfen“.

Solche, die in der Breite etwas eingelassen werden, nennt man „abgesteckte zapfen“.

12. Zapfen mit Abstirnung (Abgesteckter Zapfen)

holzverbindungen-abgesteckter-zapfen

 

Auch bei Bügen oder Kopfbändern werden Zapfen eingesetzt.

Bei diesen schräg angeordneten Kanthölzern muss der Zapfen rechtwinklig abgestimmt werden.

Der Vorteil dieser Zapfen liegt hauptsächlich darin, dass man beim Aufrichten wesentlich schneller ist. Auch das seitliche Verrutschen wird dadurch verhindert.

Versatzarten

Um Hölzer miteinander zu verbinden, die in einem bestimmten Winkel angeordnet sind, bieten sich verschiedene Versatzarten an.

Es gibt drei wichtige Versatzarten: Stirnversatz, Fersenversatz und der doppelte Versatz.

13. Stirnversatz

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Bei dem Stirnversatz bekommt das aufnehmende Kantholz eine keilförmige Ausklinkung. In dieser Ausklinkung wird der Druckstab eingepasst.

Dabei bildet die Stirnfläche die Winkelhalbierende des stumpfen Außenwinkels.

In der Regel wird zusätzlich ein Heftbolzen eingesetzt, der das seitliche Verschieben verhindert. Auch dieser Heftbolzen sollte in demselben Winkel wie die Stirnfläche angeordnet sein.

Die Scherfläche sollte mindestens 20 cm betragen.

Konstruktiv bedingt bietet sich ein Stirnversatz oft nicht an.

Warum?

Um die 20 cm Scherfläche zu garantieren, geht viel Holz verloren. Damit hat der Stirnversatz einen klaren Nachteil.

Für noch mehr Hilfen zum Stirnversatz schau dir diesem Beitrag an.

14. Fersenversatz

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Beim Fersenversatz liegt die Tiefe bei 1/4 der Höhe bis Minimum 1/6 der Höhe. Die Vorholzlänge sollte 8 mal der Versatztiefe entsprechen oder mindestens 20 cm betragen.

Außerdem muss man darauf achten, dass man eine Fuge (Siehe Abbildung – ca. 3-5 mm) mit einberechnet.

Ein Fersenversatz spart einige Zentimeter gegenüber dem Stirnversatz, je nach Konstruktion kann dieser deshalb sinnvoller sein.

 

15. Doppelter Versatz

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Der doppelte Versatz bietet zusätzliche Stabilität, da sowohl der Stirnversatz als auch der Fersenversatz ausgearbeitet wird.

Dabei muss man jedoch beachten, dass der Fersenversatz ein Zentimeter tiefer als der Stirnversatz angeordnet sein muss. Ansonsten treffen beide Scherflächen aufeinander.

Weitere wichtige Versatzarten findest du in diesem Beitrag.

Kreuzungen bzw. Verkämmungen

Eine Verkämmung wird dann eingesetzt, wenn zwei sich überschneidende Balken gesichert werden müssen.

Ein Beispiel wären Balkenlagen mit Unterzügen oder Fensterrahmen mit mehreren Glasflächen, die getrennt werden müssen.

Bestseller-Tipp
Kreuzungen lassen sich am besten mit Japansägen herstellen. Hier habe ich eine Auflistung der beliebtesten Japansägen.

16. Überblattung

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Bei der Kreuzung werden zwei Kanthölzer so angeordnet, dass sie ein Kreuz bilden. Wenn die Querschnittsschwächung keine Rolle spielt, kann man beide Kanthölzer voll überblatten.

Das wäre allerdings bei einem tragenden Bauteil, wie zum Beispiel einen Pfosten, nicht erlaubt.

17. Verkämmung

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Wird ein Pfosten zum Beispiel mit einer Zange verbunden, spricht man von einer Verkämmung.

Bei dieser Holzverbindung wird der Pfosten nur so tief ausgearbeitet, dass dieser seine statischen Erfordernisse noch erfüllt.

1,5 cm bis 2 cm tiefe Überblattungen reichen hier völlig aus. Zusätzlich wird der Pfosten und die Zange mit einem Schraubenbolzen oder einer Holzschraube gesichert.

Wusstest du schon?
Ab dem 15. Jahrhundert u.Z. wurden diese Verbindungen immer komplexer.

Das hat man hauptsächlich den Werkzeugmachern zu verdanken. Durch immer bessere Äxte, Beile und Sägeblätter konnten über die Jahrtausende unzählige Holzverbindungen hergestellt werden.

18. Kreuzkamm

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Das Anreißen geht recht schnell: durch die Verbindung der jeweiligen Hölzer und die Kreuzung aller vier Ecken entsteht ein Kreuz.

Bei beiden Hölzern wird 1/6 der Holzhöhe abgetragen, jedoch nur die Ecken, die beim anderen Holz stehen bleiben.

Zwar ist das Anreißen sehr zügig erledigt, dafür kostet die Ausarbeitung etwas mehr Zeit. Mit Maschinen gelangt man nur sehr schwer in die Vertiefungen, deshalb muss alles per Hand erledigt werden.

19. Schwalbenschwanzkamm

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Eine sehr praktische Kreuzverbindung ist der Schwalbenschwanzkamm.

Der Vorteil dieser Verkämmung: beim Aufrichten hat man es wesentlich einfacher und die Verbindung ist auf Zug belastbar.

Der Aufwand für die Ausarbeitung ist im Vergleich zu anderen Verkämmungen deutlich niedriger.

20. Kerve

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Eine weitere sehr bekannte Holzverbindung ist die sogenannte Kerve. Diese Verbindung wird eingesetzt, wenn ein Sparren auf eine Pfette trifft.

Diese Verbindung verhindert das Verrutschen des Sparrens und hilft maßgeblich beim Aufrichten.

Die Sparren werden in der Regel mit Holzschrauben, Sparrenpfettenankern oder Nägeln befestigt.

Ingenieurmäßige Holzverbindungen

Ingenieurmäßige Holzverbindungen sind Verbindungen, die mit mechanischen Verbindungsmitteln hergestellt werden, zum Beispiel Blechformteile, Dübel oder Bolzen. Man spricht auch von mechanischen Verbindungsmitteln.

Der Vorteil dieser Verbindungsarten liegt in der Zeitersparnis.

Nachfolgend möchte ich auf die wichtigsten ingenieurmäßigen Holzverbindungen eingehen

21. Nagelverbindungen

Vor allem in den USA sind Nagelverbindungen sehr beliebt und werden oft eingesetzt.

Mit einem vorgegebenen Nagelbild können Bretter oder Bohlen dafür genutzt werden, um Dächer zu stabilisieren. Diese Verbindung kann sowohl Zug- als auch Druckkräfte aufnehmen.

Beispiele dafür sind frei gespannte Binder. Das Nagelbild ist statisch festgelegt.

Blechformteilverbindungen

Nach der DIN 1052 darf Vollholz oder BSH (Brettschichtholz) mit korrosionsgeschützten Stahlblechen verbunden werden.

Die Verbindungsmittel sind Kammnägel, die ebenfalls nach DIN festgelegt sind.

Es gibt verschiedene Formen für solche Verbindungsarten. Nachfolgend die wichtigsten davon, die man auf der Baustelle vorfindet.

22. Ebene Bleche

Nach der DIN 1052 müssen die ebenen Bleche mindestens zwei Millimeter dick sein.

Diese Verbindungen werden dafür genutzt, Knotenpunkte miteinander zu verbinden.

23. Sparrenpfettenanker

Diese Bleche dienen zum Verbinden von Sparren und Pfetten. Die Bleche werden mit Kammnägeln an den jeweiligen Hölzern befestigt.

24. Winkelverbinder

Die bekannten Winkelverbinder werden nicht nur im Möbelbau verwendet, sondern auch auf Baustellen.

Es gibt verschiedene Modelle, wie zum Beispiel Winkelverbinder mit und ohne Steg. Natürlich findest du sie auch in den unterschiedlichsten Größen.

25. Balkenschuhe

Balkenschuhe werden dafür genutzt, Balken in Eckverbindungen miteinander zu verbinden, beispielsweise wenn man einen Wechsel in einem Dachstuhl vornehmen muss.

Man kann sie ebenfalls nutzen, wenn Balkendecken ersetzt werden müssen.

Bolzen- und Stabdübelverbindungen

26. Dübelverbindungen

Bei Dübelverbindungen werden zwei Holzbauteile flach aneinander gebaut und mit Metalldübeln gesichert. Früher hat man dafür auch Holzdübel genutzt.

Es gibt verschiedene Modelle, Größen und Formen. Die üblichen Durchmesser liegen zwischen 50 mm und 165 mm.

Bei dieser Verbindung übernehmen hauptsächlich die Dübel die auf das Bauteil wirkenden Kräfte.

Grundsätzlich wird auch ein Schraubenbolzen zur Sicherung verwendet.

Diese Bolzen dürfen jedoch keine Kräfte übernehmen, sondern sind nur unterstützend dafür da, dass Dübel nicht verkanten.

Wie beim Nagelbild muss auch bei den Dübeln ein bestimmtes Muster eingehalten werden. Das trifft auf die Abstände zu den Holzrändern zu, wie auch auf die Abstände zwischen den Dübeln.

Bei dieser Verbindung kommt es vor, dass man je nach Holzfeuchte die Schraubenbolzen nach einiger Zeit nachziehen muss.

27. Ringkeildübel Dübeltyp A

Diese Dübeltyp wird auch Einlassdübel genannt und besteht aus einer Leichtmetallgusslegierung.

Das Konstruktionsholz muss so angepasst werden, dass man diese Dübelart einpressen kann.

Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass das Holz nicht unnötig beschädigt wird. Passieren kann das zum Beispiel im Querschnitt, bei zu tiefer Bohrung oder einen zu großen Durchmesser.

Diese Dübelart nimmt Scherkräfte auf und wird mit einem Schraubenbolzen gesichert.

28. Rundholzdübel Dübeltyp B

Die Funktionsweise dieses Dübels ist dem Dübeltyp A ziemlich ähnlich.

Grundsätzlich wird dafür Holz beziehungsweise Hartholz verwendet. Das Konstruktionsholz muss so angepasst werden dass man diese Dübelart einpressen kann.

Diese Dübelart nimmt ebenfalls Scherkräfte auf und wird auch mit einem Schraubenbolzen gesichert.

29. Dübeltyp C: Einpressdübel

Diese Dübelart wird auch Bulldog-Holzverbinder genannt. Sie wird aus Sonderstahl hergestellt.

30. Dübeltyp D

Dieser Einpressdübel vom System GK wird aus Temperguss hergestellt. Auch diese Dübelart muss mit einem Schraubenbolzen, mit Unterlegscheiben und Mutter gesichert werden.

Du interessierst dich für einfache Holzverbindungen aus Metall?

Dann schau dir diesen Beitrag an.

Holzverbindungen des Tischlers

Die Holzverbindungen des Tischlers kann man in drei Kategorien unterteilen: Die Stoßverbindung, die Gehrungsverbindung oder die Überblattung.

31. Stoßverbindung

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Bei einer Stoßverbindung werden zwei rechtwinklig abgeschnittene Bauteile miteinander verbunden.

Solche Stoßverbindungen können auf unterschiedlichste Weise hergestellt oder verbunden werden, so zum Beispiel mit einem Flachdübel, der später nicht sichtbar ist.

Die Herstellung ist schnell und einfach, erfordert jedoch das richtige Werkzeug.

32. Gehrungsverbindung

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Bei dieser Verbindung werden die zwei Holzteile in einem bestimmten Winkel zugeschnitten. In der Regel sind das 45 Grad in beiden Bauteilen.

Der Vorteil dieser Verbindung ist, dass sie eine wesentlich größere Fläche hat als beispielsweise der einfache Stoß.

Zusätzlich kann man auch hier bestimmte zusätzliche Verbindungsarten verwenden. Dazu gehören zum Beispiel Flachdübel oder nicht sichtbare Mikrozinken.

33. Überblattung

Bei der Überblattung werden die zwei Holzteile an der Verbindungsstelle in etwa zur Hälfte der Holzstärke abgetragen und miteinander verbunden.

Die Grundvoraussetzung ist, dass beide Holzteile die gleiche Dicke haben.

Diese Holzverbindung kann man mit einer Gehrung erweitern und damit die Oberfläche des Holzes vergrößern. Damit ist eine höhere Stabilität gegeben.

34. Nut- und Falz-Verbindung

Eine Nut gewährleistet in einem Bauteil eine noch höhere Stabilität.

Bei einem einfachen Stoß oder einer Gehrung werden meistens nur eine oder maximal zwei Flächen beansprucht.

Bei einer Nutverbindung haben wir jedoch drei Holzflächen. Der Vorteil liegt darin, dass wir keine zusätzliche Verbindungsmittel brauchen (wie zum Beispiel einen Flachdübel).

Der Aufwand um diese Verbindung herzustellen ist recht niedrig.

Man kann sein Bauteil auch so konstruieren, dass beide Holzteile eine Nut haben sowie eine zusätzliche Feder als Verbindungsmittel. Beides muss nicht über die ganze Fläche ausgearbeitet werden.

An dieser Stelle sollte man sich jedoch überlegen, ob ein Flachdübel nicht einfacher und schneller ist.

Eine andere Möglichkeit, um die Stabilität zu erhöhen, ist die Ausarbeitung eines Falzes. Dadurch entstehen wieder mehr Kontaktflächen die zusätzliche Stabilität bieten.

35. Schlitz-Zapfen- und Steg-Keil-Verbindung

Ähnlich wie im Zimmerer-Gewerbe wird auch in der Tischlerbranche eine Schlitz-Zapfen-Verbindung genutzt. Diese besteht aus zwei Verbindungen.

Zum einen der Schlitz, der entweder als rechteckiges oder rundes Sackloch ausgearbeitet wird, und zum anderen der Zapfen.

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen, um eine solche Verbindung herzustellen.

Manuell wird sie mit einem Stemmeisen und einem Klopfholz ausgearbeitet, maschinell benötigt man einen Kettenstemmer oder ein Schlitzgerät.

Bei der Nutzung eines Kettenstemmers oder eines Schlitzgeräts entsteht am unteren Ende des Schlitzes eine zylindrische Form. Aus dem Grund sollte man den Schlitz einen bis anderthalb Zentimeter tiefer ausstemmen als den Zapfen.

Der Zapfen wird in der Regel mit einer Kreissäge oder eine Handsäge hergestellt. Moderne Anlagen fräsen solche Zapfen auch maschinell aus.

Die sogenannte Bügel-Zapfen-Verbindung wird sehr ähnlich hergestellt. In diesem Fall ist jedoch der Schlitz zu drei Seiten hin offen.

Diese Verbindung wird oft im Fenster- und Rahmenbau genutzt.

36. Zinkung

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Die wohl bekannteste und auch aufwendigste Verbindung ist die Zinkung. Durch die Form und der vergrößerten Kontaktflächen ist diese Verbindungsart eine der stabilsten.

Oft wird diese Verbindung genutzt, um zwei Bretter an den Ecken miteinander zu verbinden. Dabei sind beide praktisch miteinander verwoben.

Es gibt verschiedene Arten von Zinkungen, zum Beispiel das Fingerzinken.

Diese Verbindung bezeichnet gerade Zinkungen, die miteinander verbunden werden.

Der Aufwand um diese Verbindung herzustellen ist geringer als bei anderen Zinkungen.

Sofern noch kein Leim angebracht ist, kann man die Bretter also von der Stirnseite und von der Ecke hin wegziehen.

Die Schwalbenschwanzzinken haben einen sogenannten Hinterschnitt. Wie bei der Schwalbenschwanzverbindung ist dieser konisch angeordnet.

Der Aufwand dieser Verbindung ist deutlich höher. Der Vorteil ist jedoch, dass man um einiges weniger Leim benötigt als zum Beispiel bei einer Fingerzinken-Verbindung.

Zinkungen können zum Beispiel offen, halb oder ganz verdeckt hergestellt werden.

Möglich ist auch, die Verbindung so zu wählen, dass man keine Hirnfläche der Zinkung sieht. Dadurch verbindet man höhere Stabilität mit schickem Design.

37. Gratung

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Bei der Gratung wird über die komplette Länge des Hirnholzendes eine Schwalbenschwanzform hergestellt. Am anderen Brett wird eine Schwalbenschwanznut ausgearbeitet.

Diese Verbindung ist ebenfalls recht aufwendig und lässt sich nur durch seitliches Herausziehen lösen. Es ist kein oder nur wenig Leim nötig.

Fazit

Die Möglichkeiten, Verbindungsarten miteinander zu kombinieren sind quasi unbeschränkt, daher ist es auch unmöglich, alle Holzverbindungen aufzuzählen.

Jedes Projekt erfordert eine andere Verbindungsart. Ich hoffe, dass dir diese Liste dabei hilft, für dein Projekt die richtige Holzverbindung zu finden.

Solltest du eine exotischere Variante suchen, kannst du dir ja einmal meinen Beitrag über japanische Holzverbindungen anschauen.

Im Holzbau muss ja schon genau gearbeitet werden. Im Möbelbau müssen die Verbindungen allerdings oft filigraner und noch genauer ausgearbeitet werden.

Der Unterschied also?

Im Möbelbau kommt es wirklich auf Präzision an. Während man hier vor allem beim Anzeichnen und der Ausarbeitung exakt arbeiten muss, spielt beim Holzbau oft schon der rechnerische Abbund eine entscheidende Rolle.

In allen Fällen muss man beim Ausarbeiten und Anbringen einer Holzverbindung sehr genau und präzise vorgehen.



Kommentare

Bianca Nowicki 16. Oktober 2018 um 11:44

Hallo Samuel,

bin durch Zufall über deine Seite gestolpert und bin total begeistert. ***** Tolle Seite***** :o)
Deine Erklärungen und Zeichnungen erklären einem wunderbar die Welt des Fachwerks und Holzverbindungen.

Und nachdem wir, wie die Jungfrau zum Kinde gekommen sind und von einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1646 adoptiert worden sind, sind wir über jede Info und Hilfe dankbar :o)

Ich würde gerne das Buch kaufen, habe dazu eine Frage.
Ist es möglich, das Buch auf ein Tablett und einem Laptop zu lesen oder bekommt man nur eine Leselizenz?

Vielen Dank im Voraus für eine Antwort und
weiterhin gutes Gelingen bei deinen Projekten.

Herzliche Grüße
Bianca

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:36

Hallo Bianca,

vielen Dank für deinen netten Kommentar. Du kannst das gerne auf verschiedenen Geräten lesen. Beachte bitte, dass diese Lizenz jedoch nur für deinen Eigengebrauch gedacht ist. Eine Vervielfältigung ist nicht erlaubt.

Antworten

Schönherr 28. September 2018 um 20:58

Lieber Experte,
wir möchten bei einem Leimbind von 20 x 12 cm und einer Montage an die Wand einen schönen Abschluß zimmern. Gibt es da Schablonen od was wäre Ihre Idee,
Freue mich über eine Antwort.
Freundlichst grüßt Sie Volker Schönherr

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:38

Hallo Herr Schönherr,

ich glaube dieser Hinweis hilft Ihnen weiter.

Antworten

Lothar 27. Juli 2018 um 7:09

Ich liebe den Naturstoff Holz. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich auf diese tolle Seite gestoßen bin. Fast nicht zu glauben, wir anschaulich und detailliert alles dargestellt und beschrieben wird,

Diesen Artikel zu studieren, ist eigentlich ein Muss für alle Häuslebauer!

Vielen Dank!!

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:38

Hallo Lothar,

vielen Dank für deine Meinung. 🙂

Antworten

Hoppel 26. Juli 2018 um 14:09

Hallo Samuel,
immer wenn ich nach zimmermannsmäßigen Verbindungen suche, komme ich auf deine Seite. Es gibt gibt bei youtube auch immer mehr Kanäle, die fachmännisch zeigen, wie Verbindungen hergestellt werden. Leider aber alle nur im Tischler-Bereich. Ich denke, es würde sich viele freuen, wenn es sowas auch im Zimmermann- Bereich geben würde. Nur mal als Beispiel, der Truppe von lets Bastel lebt ganz gut davon. Wäre das nicht eine tolle Idee? Als Tischler kann ich den Kanal von Küstenholz Robert Hoffmann empfehlen. Überleg dir das mal.

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:39

Hallo Hoppel,

ja daran arbeite ich gerade. Vielen Dank für deine Motivation! 🙂

Antworten

Steve 18. Juli 2018 um 14:01

Ich kann es nicht anders sagen: Eine super geile Seite! Gute Zeichnungen, simple Erläuterungen. Was will man mehr. Wirklich sehr lehrreich. Danke dafür.

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:40

Hi,

danke für deinen Kommentar! Spitze!!

Antworten

Michael Damian Klinkenberg 11. Juli 2018 um 22:48

Ganz großes Kino, Herr Schneider!

Nicht allein wegen dem wunderbaren Artikel, sondern auch endlich mal eine Seite, die einen nicht mit anbiederendem Geduze am Ende doch nur mit Amazon verkuppeln will.

Und natuerlich bin ich hier wegen einer Frage, die im Artikel nicht zur Sprache kommen kann, da seltener der Fall. Im Web finden sich zwar viele Ratschlaeger, aber meist von Menschen mit dem „gefaehrlichen“ Halbwissen, welches auch mir eigen ist und somit im Ausgang immer Glueckssache ist.

Habe 20 abgelagerte Eschenbohlen 18cmx7cmx90cm, bekanntlich sehr hart und moechte jeweils zwei zu einer normalen Bank verbinden, sowie ueber Eck fuer eine Baumbank.

Da ich nur ein Hobbytischler bin und mir solch akkuraten (Industrie)-Verbindungen wie hier dargestellt handwerkstechnsich fremdbleiben, frage ich ob Sie mir ein moeglichst naht- bwz. stossdichte Verbindung zeigen koennen, die ohne Blechwinkel oder Schlosschrauben auskommt. Hobeln und saegen kann ich, auch Zapfen.

Vielleicht ein Rat in der Richtung, welchen Leim man verwenden sollte und wie man grosse Duebel selbst macht, denn in den hiesigen Baumaerkten ist bei den dicken kurzen Stuhlduebeln Schluss.

Und wenn noch moeglich, wie pflege ich Esche. Bei einer Bank die ich vor Jahren gebaut habe sind in den unvermeidlichen Rissen trotz jaehrlicher „Befuellung“ mit Oel Pilze gewachsen, die die Risse erweiterten die Bank zum Sitzen unbrauchbar machten.

Mit freundlichem Gruss
Dr Michael Klinkenberg

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:41

Hallo Dr Michael Klinkenberg,

das ist eine ganze Menge. 🙂 Darf ich Ihnen diesen Artikel empfehlen?

Antworten

Michael Richter 2. Juli 2018 um 12:36

Hallo!

wir wollen im Garten eine große Pergola bauen.

Als Pfosten kommen 12x12x235cm zum Einsatz.

Nun stellt sich die Frage, wie die Pfetten dimensioniert sein sollten?
Die Pfosten sind jeweils 5m auseinander… 12×12 oder sogar 12x 24?

Ich würde gerne eine Pergola in modernerem Design bauen. D.h. ohne schräge Versteifungen in den Ecken zwischen Pfosten und Pfette und ohne Überhänge.

Lässt sich sowas realisieren, ohne nachher zu wanken? Oder brauche ich die Versteifungen no matter what?

Danke für Deine Hilfe!

Michael

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:42

Hallo Michael,

erstmal vielen Dank für deine Anfrage und sorry die späte Antwort. Hier ist grad eine menge los.

Hilft dir dieser Artikel weiter?

Antworten

Dipl.Ing. H. Kasper 26. Juni 2018 um 15:15

Wo kann ich in wien „das handbuch der holzverbindungen “ kaufen od. Bestellen.
Bin mit 75 immer noch leidenschaftlicher hobby tischler,zimmerer.

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:44

Hallo Dipl.Ing. H. Kasper,

ach das ist ja schön zu hören. Einmal Holzwurm, immer Holzwurm 🙂

Die Datei gibt es derzeit nur als digitale Datei. Also überall erhältlich.

Antworten

Kristina 19. Juni 2018 um 14:48

Hallo Samuel,

es macht mir richtig Freude, auf deinem Blog zu lesen.
Nach Studium und Umzug in eine größere Wohnung fange ich gerade erst an, mich durch learning by doing ( und learning by failure 😉 ) ins Handwerken zu begeben und bedaure regelmäßig, das nicht früher im Leben gelernt zu haben… Deine Enzyklopädie (wenn ich sie so nennen darf) hilft mir dabei unheimlich. Danke dafür!

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:45

Hi Kristina,

wow danke. Ich mach auf jeden Fall weiter 😉 Und dir viel Erfolg!!!

Antworten

A Schweitzer 31. Mai 2018 um 23:32

wie verbinde ich bei einer gartenhütte eine schräg unter den dachbrettern liegende pfette (ca 3×5) mit den senkrechten stützpfosten (höhe ca 180) ? Danke im voraus

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:45

Hallo A Schweizer,

dieser Artikel hilft dir bestimmt weiter.

Antworten

Andreas 31. Mai 2018 um 16:51

Hallo, ich möchte die Pfetten meiner Terrassenüberdachung um ca. 80 cm verlängern. Wie verbinde ich die bestehenden Pfetten mit den Verlängerungen am besten?
VG
Andreeas

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:46

Hallo Andreas,

da hilft dir dieser Artikel weiter.

Antworten

Long 30. Mai 2018 um 11:33

Guten Tag Samuel,

ich habe eine Frage über Holzverbindung. Ich wollte ein Gartensofa mit 180x80x70(LxTxH) selber bauen, für die Rahmen habe ich mich 70mmx45mm Eiche Kantholz entschieden. Jetzt ist mir nicht so klar, welche Holzverbindung für 90° Winkel ich bei der Rahmen bauen benutzen soll. Die Verbindung sollte möglichst einfach, stabil und schön sein. Einfach verschrauben oder mit Stahlwinkel wollte ich aber nicht…Ich überlege gerade eine 45 Grad Gehrung plus Lamello Dübel plus Verleim, findest du das genug für so ein Sofa? Oder haben Sie vielleicht eine Empfehlung?

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:46

Hallo Long,

ich denke die beste Empfehlung ist dieser Artikel.

Antworten

Bernhard 30. Mai 2018 um 11:26

Hallo Samuel.
Wie könnte man eine Aststütze für einen Obstbaum realisieren? Ich denke an einen auf einen Pfosten aufgesetzten Querbalken, der mit einer Y-Verbindung stabilisiert wird.

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:48

Hallo Bernhard,

eine Schwalbenschwanzverbindung am Knotenpunkt mit einem Drahtseil/Seil am oberen Ende. Das eine stützt gegen Abscherung, das andere gegen Abknicken.

Andere Ideen?

Antworten

Alex 9. Mai 2018 um 11:22

Hallo Samuel,

als absoluter Leihe bin ich von deiner Seite sehr begeistert und habe auch gleich ein paar Fragen zu einem Projekt.

Ich plane ein Schleppdach (1.), auf vier Pfosten (2.) mit H-Ankern aufzustellen.
Die Pfosten sollen in die Pfetten (3.) eingelassen (4.) werden und durch Schlossschrauben (5.), die ebenfalls in den Pfetten von oben eingelassen (6.) werden, verbunden werden.

Der Abstand der Pfosten soll mittig 5,5m sein um eine möglichst große ununterbrochene Stellfläche zu haben und später ggfs. die Seiten zu verschließen.

Die Längsseiten sollen durch 21 „Sparren“(7.) verbunden werden die in die Pfetten eingelassen (4.) und mit Winkel befestigt werden.

1. 6 * 3 m – Dacheindeckung mit Trapezblechen
2. 2500*100*100mm
3. 6000*240*100 mm
4. 20 mm
5. 240*10 mm auf 8mm vorgebohrt
6. 40 mm
7. 3000*200*23 mm – Schalbretter

Nun zu meinen Fragen:
a. Sind die Dimensionen der Pfetten und Pfosten ausreichend für den Abstand
b. Ist das Einlassen der Pfosten ausreichend für die Stabilität oder sollte hier noch zusätzlich ein Querstrebe zwischen Pfosten und Pfette gesetzt werden

Viele Grüße
Alex

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:49

Hallo Alex,

schau dir bitte diesen Artikel an.

Antworten

Matthias 9. Mai 2018 um 9:50

Hallo,
an unserem Fachwerkhaus werden die Schwellen ausgetauscht, da diese zum Teil weggefault sind. Ebenfalls sind die Ständer im unteren Bereich schon verfault. Mit dem beauftragen Zimmermann wurde besprochen, dass die Ständer ein wenig einkürzt werden und die neue Schwelle etwas höher als die alte liegen wird. Für die Verbindung zwischen neuer Schwelle und den Ständer möchte der Zimmermann „Holzdübel“ verwenden und keine Zapfenverbindung. Es werden wohl pro Ständer jeweils 3 Holzdübel verwendet, welche den Ständer mit der Schwelle verbindet. Laut Zimmermann sei das wohl dann ähnlich wie eine Zapfenverbindung. Meine Frage ist jetzt, ob diese Art der Verbindung an dieser Stelle fachmännisch ist?
Für eine Auskunft wäre ich sehr dankbar.

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:50

Hallo Matthias,

ich denke dieser Artikel hilft dir weiter.

Antworten

Matthias Sturm 3. Mai 2018 um 16:26

Hallo Samuel,
ich möchte gern für ein Holzhaus (3,5 x 4,5 m) , das nur aus geschälten krummen Laubholzteilen mit Fachwerkverbindungen besteht, mit Sparren versehen, die ich wegen der unterschiedlichen Längen auf das Maß von ca. 2 m bringen möchte. Dabei kam mir der Gedanke die Verlängerungen ohne Metallschrauben o. ä. zu verbinden. Gibt es eine biegefeste Verbindung dieser Art? Hast Du eine Skizze oder ähnliches für die Anfertigung aus 8×14 cm Sparren?
Zum „Krummholzfachwerk“ könnten wir uns auch mal austauschen, falls es Dich interessiert, ich kenne keine weiteres Beispiel oder eine Technologie. Deshalb musste ich selbst die ganze Sache entwickeln und parktisch anwenden.

Danke und tschüs
Matthias.

Antworten

Matthias Sturm 9. Mai 2018 um 11:09

Hallo Samuel,
leider scheint es mit der Freischaltung immer noch (9.Mai ) zu klemmen.
Was tun?
Matthias Sturm

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:50

Hallo Matthias,

ich bin derzeit in einem Ehrenamtlichen Projekt tätig. Ich mache das alles in meiner Freizeit. Das wird aber nicht mehr vorkommen.

Entschudlige!!

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:53

Hallo Herr Sturm,

die Antwort auf diese Frage ist kurz: dieser Artikel hilft weiter.

Und warum habe ich so lange dafür gebraucht? Wie schon erwähnt mache ich das alles in meiner Freizeit, außerdem bin ich voll in einem Ehrenamtlichen Projekt tätig. Diese Verzögerungen wird es jedoch nicht mehr geben. Ich bitte nochmals um Entschuldigung!

Antworten

Stephan Schwarz 5. April 2018 um 15:42

Hallo Samuel,

ich plane ein Stelzenhaus mit einer Grundfläche von 2,2m auf 2,2m. Bei der Suche nach einer geeigneten Eckverbindung des waagerechten Rahmens (Quer- und Langsträger sollen am besten zu einem Rahmen verbunden werden) bin ich auf deine Seite gestoßen.
Geplant ist die Pfosten in 120x120mm auszuführen und den waagerechten Rahmen 120mm breit und 140mm hoch auszuführen. Wenn ich nun eine glatte Eckverbindung herstelle, bin ich mir nicht sicher ob der verbleibende Querschnitt von 70mm ausreicht, um die Last aufzunehmen?
Sollte ich vielleicht besser eine andere Eckverbindung nehmen oder würde auch eine Gehrung sinnvoll sein?
Über Tipps würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:53

Hallo Stephan,

hilft dir dieser Artikel weiter?

Antworten

Marcus Büher 4. April 2018 um 20:28

Moin!
Ich möchte mir eine neue Gartenhütte bauen. Leider ist in den Baumärkten irgendwie nichts gescheites/passendes zu haben. Grundkonstrukt soll Fachwerk sein. Ich würde an allen Enden mit Scherzapfen an der Bodenlage arbeiten (Abb. 8) Dann würde ich von oben ein Zapfloch für die vertikalen Balken ausstämmen. Den Zapfen selber würde ich später nochmal durch 2 Holzsplinte/Holznägel sichern. Und hier meine Fragen:

1.)Das Loch für den Zapfen, nur durch das 1/3, das 1 und 2/3 oder durch alle 3/3.
Längen des Zapfens ergibt sich aus deiner Antwort…
2.)Breite des Zapfens am Vertikalbalken würde ich 1/3 der Breite (b) machen. Wie tief soll ich den Zapfen machen 1/3 oder 2/3 beides wäre möglich. Bei 2/3 hätte ich das Gefühl das der Zapfen stabiler ist, allerdings wird der Rand um den Zapfen dann deutlich schmäler und könnte so weniger Halt haben.

Hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt.

Besten Dank

Marcus

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:54

Hallo Marcus,

ich denke dieser Artikel ist das Richtige.

Antworten

Mario Achterberg 28. März 2018 um 21:21

Hallo Samuel,

Ich habe vor alte Zwischendecken Balken zuverstärken, ein Austausch steht aufgrund des großen aufwandes (entfernen des gesamten oberen OG mitsamt Boden nicht zur Auswahl)

Die balken haben aktuell noch die masse 16-18cm, ja sie sind unterschiedlich da es sich um ein Fachwerkhaus aus ca 1860-1870 handelt.

Das Splintholz wurde zerfressen, befall ist nicht mehr da.

ich würde seitlich an die Balken 140×60 VKH schrauben. Nur wie, das es den alten balken zusätzlich stützt?

Es handelt sich um 2x Räume zu 3,10m Balken & 3,30m Balken, diese sind in einem Stück. ich erwähne es nur da ich bereits in dem Bereich eine zwischenwand gezogen habe und dort ein neues ständerwerk eingebaut habe mit 16×16 Balken. die gesamten balken wurden von mir hierzu mit bauspriessen gestützt und mithilfe eines Hydraulischen wagenhebers um ca 1cm angehoben um die last auf die zwischenwand zugeben.

Ich möchte erwähnen das ich kein gelernter Zimmermann oder degleichen bin. ledeglich lese ich mir alles an & setze dies im Learning by doing verfahren mit viel freude um.

Mein Plan wäre,Balken ran. mit schraubzwingen fixieren. Löcher Bohren für Gewinderschrauben (nur zur fixierung) an die Löcher kommen dann noch Bulldogs (flache zahndübel)

nachdem ich dann das ganze mit den gewindeschrauben fixiert habe würde ich im Abstand von ca 15cm immer wieder schräg nach oben&unten lange Holzschrauben reindrehen. Dachte dabei an ca 100×6,0

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:54

Hallo Mario,

lies dir bitte diesen Artikel durch.

Danke für deinen Kommentar!

Antworten

Kerstin Lichtlein 28. März 2018 um 17:11

Hallo Samuel,

erstmal ganz herzlichen Dank für deine tolle Seite.
Ich habe ein etwas größeres Projekt vor (Eßzimmermöbel nur aus Holz bauen) und beginnen will ich mit der „Tafelrunde“. Die Füße sollen aus reinem Baumstamm sein. Hoffe das klappt wie ich es mir vorstelle.

Auf der Suche nach Antworten bin ich auf deiner Seite gelandet und habe jetzt schon sooooo viel Info bekommen und einiges dazu gelernt. Supi 🙂

Ich werde ganz sicher sehr oft bei dir reinschauen. Und irgendwann womöglich dich ebenfalls mit Fragen bombardieren. Du bist ja schwerbeschäftigt hier.

Das mal mein erstes Hallo an dich – ohne Fragen, nur mit gaaaanz viel Lob.

Bis Bald sicherlich,
Kerstin 🙂

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:55

Hallo Kerstin,

vielen dank für dein nettes Lob! Das macht Mut zu mehr! Und entschuldige die späte Antwort.

Antworten

Peer Komarek 25. März 2018 um 14:02

Hallo Samuel,
gibt es dein Buch „Holzverbindungen“ auch irgenwie in Papierform zu erwerben?
Gruß aus Oberbayern. Peer

Antworten

Samuel Schneider 28. März 2018 um 16:01

Hallo,

nein derzeit nicht. Die Herstellungskosten sind zu hoch.

Antworten

Michael Hauser 17. März 2018 um 22:43

Hallo Samuel

tolle Seite. Darf ich auch noch was fragen?
Ich muss einige Sparren (die an an einem Gratbalken zur Fusspfette führen) ersetzten. Original sind die mit 2 Nägeln am Grat befestigt , aber das finde ich ehrlich gesagt etwas mager… Gibts eine richtige Holzverbindung für sowas? Entweder Metallverbinder, oder gestemmte Holzverbindung. Ist beides OK. Ich muss übrigens Grat und Sparren ersetzten. Ich kann die Sparren länger zuschneiden falls es noch Material für eine Verbindung braucht.

Danke und Gruss

Michael

Antworten

Samuel Schneider 20. März 2018 um 22:00

Hi Michael,

wenn dir das zu wenig ist – warum nimmst du nicht eine Holzschraube? Das ist stabil und sehr einfach umzusetzen. Eine Holzverbindung ist zwar möglich, aber sehr komplex. Man könnte eine Kombination aus einer Schwalbenschanzverbindung machen und diese seitlich einfahren lassen, aber puhh…das ist sehr aufwendig. Hier geht es ja hauptsächlich um Scher- und Sogkräfte. Holzschrauben sind dafür am besten geeignet.

Antworten

Dustin Geßner 22. Februar 2018 um 8:26

Hallo,

vornweg, vielen Dank, dass Sie Ihre Expertise mit mir als Laien teilen, so kann ich mich auch an kleineren Projekten versuchen.

Ich bin gerade dabei einen Schuppen zu planen, welcher in Holzständerbauweise erichtet werden soll.

Nun die Fragen:
1. Wie verbinde ich die Quer und Längsthölzer der einzelnen Konsolen?
–> reicht es mit Zimmermannswinkel ein Rechten Winkel zu erzeugen und Schrauben oder Nägel durch die Stirnseiten in das jeweils andere Holz zu treiben oder benutzt man irgendwelche Metallwinkel oder Verbinder?

2. WIe befestige ich die, im durchschnitt größeren, Dachbalken auf den dann stehenden Konsolen
–> Schraube von oben komplett durch? oder Sparren-Pfetten-Anker(Ich hoffe es heißt so 🙂 )

3. Benutzt man eher Nägel oder Schrauben

4. Gibt es eine verlässliche Seite, anhand welcher ich herausfinden oder ausrechnen kann, welche Querschnitte meine KVH’s haben müssen?
–> Sowohl die, aus welchen die Holzkonsolen gebaut werden, als auch die größeren für das Dach?

Viele Dank für die Hilfe und die Zeit

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 20:56

Hallo Dustin Geßer,

entschuldige die späte Antwort. Ich denke dieser Artikel hilft weiter.

Antworten

Daniela Niederbuchner 19. Februar 2018 um 11:04

Hallo Samuel,
wir planen ein Holz-Passivhaus mit kurzem Dachüberstand. Für die senkrechte Holzverschalung aus sägerauher Weißtanne werden an der Nordseite und Westseite bis zu 8 m lange Bretter benötigt. Aus optischen Gründen hätten wir die Schalung gerne durchgehend (ohne horizontale Unterteilung) aber die Zimmerer bestehen auf einer horizontalen Unterteilung und Abtrennung durch ein abgekantetes Blech, und argumentieren damit, dass Wasser sonst in die Hirnflächen der Bretter eindringen könnte.
Ein Architekt hat uns den Rat gegeben, dass es kein Problem geben dürfte, solange ein horizontaler Stoss mit einer fuge (5-8mm) ausgeführt wird (um das austrocknen der dazwischenkommenden feuchtigkeit gewährleisten zu können). Was meinst du dazu?
Beste Grüße, Daniela

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 21:11

Hall Daniela,

vielen Dank für deinen netten Kommentar. Darf ich dir diesen Artikel empfehlen?

Antworten

Dennis 23. Januar 2018 um 12:34

Hallo Samuel,

ich bin über die Google-Suche nach Holzverbindungen auf Deine Seite gekommen und muss sagen: Tolle Seite, gratuliere. Das hilf einem Holzneuling wie mir sich ein bisschen besser zurecht zu finden.

Ich bin Hochzeitsredner und viele meiner Kunden fragen mich ständig, ob ich nicht einen „Hochzeitsbogen“ habe, den man auf der Trauung verwenden kann. Ich hab mir dann gedacht, ich baue mir dann mal „schnell“ einen zusammen. Das mit dem „schnell“ hab ich nun schon aufgegeben, weil es eben nicht nur drei Latten sein sollen, die zusammengenagelt werden. Es soll ungefähr so aussehen, wie auf dem Bild im Link…..es soll schön ausschauen, stabil sein und natürlich auch transportabel.

Ich hatte mir vorgestellt, dass ich eine ungefähre Höhe bis Unterkante „Querlatte“ von ca. 2,20m brauche und eine Breite von ca. 2-2,5 m (Innenmaß). Mit den Überständen links und rechts hat die „Querlatte“ aber mal schnell über 3m und ist somit schwer transportabel – daher hatte ich gedacht, sie mittig aufzutrennen und beim Aufbau wieder zusammenzuschrauben. Daher die Suche nach Verbindungsmöglichkeiten für Balken 😉

Hast du vielleicht einen Tipp für mich, in welchen Dimensionen ich mich von den Holzmaßen bewegen soll, damit das auch gut ausschaut.

Für die Aussenpfosten links und rechts hatte ich an Leimbinder in 160x120mm gedacht, Füsse Leimbinder in 160x80mm und die Querlatten 2x 60x160mm.

Viele Grüße und schon mal vielen Dank im voraus…
Dennis

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 21:15

Hallo Dennis,

das freut mich sehr und ich wünsche dir auf Jeden Fall viel Erfolg!

Ich kann dir gerne diesen Artikel empfehlen.

Antworten

Christoph Eberhardt 22. Januar 2018 um 21:19

Hallo Samuel!
Hier mal was schwieriges/unlogisches, was aber (wahrscheinlich) sein muss:

wir sollen unter alten, viel zu schwachen Decke-Balken, Unterzüge einbauen. Da Haus ist aus Naturstein, mit Lehm und Kalk gemauert.. in der Bretagne.
Da die Bauhöhe begrenzt ist, möchte ich Buche-Leimholz (Pollmeier) einziehen. die Querschnitte bei GL 70 halten sich also in Grenzen und ich komme mit 20cm Höhe aus.
-> die Baubuche möchte ich nicht direkt in die Mauer legen, wie die alten Balken. Hier gibt es sehr oft Probleme mit Hausschwamm.
=> Ich suche nun also eine „Balkenverlängerung “ (aus Metall) . Damit das ganze noch ansehbar bleibt würde ich es sogar wagen, die 45° schraubweise (wie bei den sherpa-Holzverbindern) zu kopieren.
Da diese ja aber auf abscherung nach oben halten, mein Konstrukt aber wirklich steif in Balkenrichtung halten muss, möchte ich gerne die Frage stellen.
halten die Vollgewindeschrauben (ca 10 x 260) das auf Knicken auch? )
die Last ist mittelmässig, ca 3-4 kN maximal.
Grüsse aus dem Holzbootsbau,
Christoph

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 21:16

Hallo Christoph Eberhardt,

interessante Seite. Das muss ich mir mal genauer angucken. Zu deiner Frage, will ich dir diesen Artikel empfehlen.

Antworten

Peter Hoke 5. Januar 2018 um 9:06

Gibt es das Buch auch als Buch mit ISBN, oder nur als Download? Übrigens super Seite. Rundhölzer haben wir übrigens am zapfen immer aus gearbeitet, auch wenn die Gefahr der Wasseransammlung bestand. Das hat sonst keinen Wert.

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 21:17

Hallo Peter Hoke,

danke für deinen Kommentar und den Hinweis. Sehr interessant!

Das eBook gibt es derzeit nur als digitale Datei.

Antworten

Thomas Frank 30. November 2017 um 15:41

Hallo Samuel,
Stichwort Holzverbindungen :
ich habe ein altes Handgerät mit dem man vermutlich kreissegmentförmige Nuten in Holzbalken einfräsen kann, bis ca. 50 mm tief, Breite variabel, für Platten ist es wohl nicht geeignet, reiner Handbetrieb, ca. 30iger Jahre. Gerne hätte ich ein Foto davon mitgesendet weil ich nach dem speziellen Namen für diese museumsreife Vorrichtung suche. Wer hilft weiter ? LG

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 21:18

Hi Thomas Frank,

gerne an meine Email: samuel@baubeaver.de

Antworten

Dennis 21. November 2017 um 16:16

Hallo Samuel,

Toller Artikel. Ich suche noch etwas anderes. Ich habe ein Bild mit einer Outdoor Lounge Sitzgarnitur. Findest du hier: https://www.dropbox.com/sh/k3yrtt4hvtr8lp0/AACZD0P1LyD8VgJEzXnU0OhNa?dl=0

Weisst du, wie die Balken der Sessel verbunden werden und wie die Rückenlehne befestigt wird?
Kannst du sowas auch bauen?

Danke und VG,
Dennis

Antworten

Samuel Schneider 7. November 2018 um 21:19

Hi Dennis,

interessante Konstruktion. Ich schätze mal, dass das einfach eingelassen wurde. Oder mit einem Zapfen.

Antworten

Florian 1. November 2017 um 9:55

Hi Samuel,

wir renovieren derzeit einen alten (aus den 30ern) Dachstuhl. U.a. wollen wir zwei Kopfbänder wieder einsetzen, die im Laufe der Zeit wohl einmal dem Innenausbau weichen mussten. Aus optischen Gründen wollen wir dafür das selbe Holz verwenden, aus dem auch der restliche Dachstuhl besteht und von dem wir zum Glück vom herausgenommenen Spitzboden reichlich haben.
Jetzt meine zwei Fragen:
1. Die Kanthölzer sind alles andere als Kantig (oder auch nur paralell) und ich tue mich sehr schwer mit dem Anreissen. Welche Methoden / Werkzeuge hat man hier verwendet?
2. Die neue Verbindung für die Kopfbänder wird ein Jagtzapfen. Die ja schon vorhandene Nut kann ich dahin umarbeiten. Allerdings wird sie dadurch ja zu lang. Kann/Muss ich hier unterfüttern? Oder einen Keil einsetzen?

Besten Dank,

Florian

Antworten

Samuel Schneider 3. November 2017 um 21:15

Hi Florian,

das klingt ja spannend. Zu deinen Fragen:

1) ich würde das mit einer Wasserwaage machen und von dem Senkelriss jeweils die 45° anzeichnen. Oder du nimmst eine Setzlatte und orientierst dich daran um die 45° Schnitte anzureissen. Beides geht wunderbar.

2) ich würde das ausfüttern. Den Jagdzapfen pass-genau auszuarbeiten ist ja schon eine Kunst für sich 😉

Antworten

Till 25. Oktober 2017 um 22:35

Sälü, und schon mal danke für die Seite

Ich bin gelernter Schreiner und wenn ich bei tragenden Balken Schrauben/Kammnägel verwende habe ich immer etwas Angst. Früher wurde ja meist mit Holzverbindungen gearbeitet und diese mit Holznägel gesichert. Die Häuser sehen nach 100-200Jahre noch gut aus. Ich frage mich immer: Wie lange Hält eine Schraube oder ein Nagel im Holz?, zerfällt das Holz nicht auch mit der Zeit leicht dass die feinen Gewinde der Schrauben keinen Halt mehr finden?
Was meinst du? Wie lange hält das? Wird das Holz im Innern wirklich schwächer?
Auch wenn wir z.B. Balkenschuhe mit Kammnägel verwenden, geschweige denn diese WT-T Schrauben die fast nur auf Zug ihre Statik garantieren.

2. Frage:
Wenn zwei Holzteile (bzw. die Verbinder) auf Scherkraft belastet werden. Ist dies dann besser mit Holzdübel und diese mit Schrauben zu sichern als nur mit Schrauben zu arbeiten. Oder würdest du empfehlen mit Schrauben, aber diese schräg einzudrehen?

3. Frage:
Ich habe schon oft gelesen, dass z.B. bei Balkenschuhen mit Kammnägel und nicht mit Schrauben gearbeitet werden soll. Ist dies einfach wegen der DIN Norm oder was gibt es da für Gründe (irgendwie haben sie anscheinend eine geeignetere Kopfform). Aber ich verstehe das nicht ganz und gibt es noch andere Gründe? Wenn du mir dies für mich verständlich aufzeigen kannst wäre ich dankbar.

Hoffe, das ist dir nicht zu viel
Schöne Grüsse aus der Schweiz
Till

Antworten

Samuel Schneider 27. Oktober 2017 um 22:26

Hi Kollege,

danke für deine Fragen – die haben es in sich 🙂

zu Frage 1: Eine gute Frage, ich versuche es mal so: Holz muss in Deutschland (und soweit ich weiß auch in der Schweiz) getrocknet werden. Sofern das Holz nicht ständig der Witterung ausgesetzt ist, dürfte nichts passieren. Ich schreibe „dürfte“, weil es trotzdem vorkommt das Holz schwindet obwohl es getrocknet wurde. Damit hätte man in der Theorie Probleme, aber mir ist kein Fall bekannt. Wir haben vor zehn Jahren 10m*30m große Dächer aufgerichtet und die halten bis heute. Aber mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

zu Frage 2: ich sag mal so: es kommt darauf an. Ein Pfosten für eine Trennwand im Innenbereich, reicht wohl das schräge reindrehen von Schrauben. Bei einem Fachwerkhaus würde ich aber immer mit Zapfen arbeiten, weil man beim Aufrichten und der Stabilität punktet. Hilft das weiter?

zu Frage 3: Oh – die Diskussion kenne ich 🙂 und ja das liegt an der Kopfform. Kammnägel werden so angefertigt, das der Kopf exakt in das Blechloch „reinpasst“. Die Kammnägel müssen hauptsächlich vertikale Scherkräfte aufnehmen können und daher müssen diese exakt passen. Holzschrauben haben den schrägen Hals und haben nicht die ideale Form. Ich mach das aber immer so: ich fixiere den Balkenschuh mit Holzschrauben und danach nagel ich das gesamte Bild mit Kammnägeln aus. Abgesehen davon haben Holzschrauben meistens einen kleineren Durchmesser als Kammnägel (damit kann weniger Scherkraft aufgenommen werden).

Antworten

Ich 30. August 2017 um 7:48

ich brauche mehr infos. Schule halt XD

Antworten

Samuel Schneider 30. August 2017 um 14:56

Hi ich,

Welche Infos brauchst du denn? 😉

Antworten

Tom 17. August 2017 um 14:53

Ich würde es noch besser finden, wenn die fachlichen Begriffe der Balkenlage und aus welche Sicht die x,y,z Kräfte wirken jeweils eingetragen wären..

Antworten

Samuel Schneider 18. August 2017 um 16:29

Hallo Tom,

ja das denke ich mir. Der Aufwand solche zeichnugen herzustellen ist sehr hoch. Aber die Idee ist sehr gut, danke.

Antworten

Martin Stark 26. Februar 2018 um 18:31

Ich möchte eine Tisch herstellen. An die Tischplatte werden die „Beine“ nicht in üblicher Weise mit Zapfen versehen. Meine Beine sollen als Brett in einem Wickel von 45° schräg zum Fußboden laufen. Die Holzverbindung im Winkel muss stabil sein. Das aufeinanderleimen des Hirnholzes der Tischplatte und der „Beine“ ist nicht möglich. Was für eine unsichtbare Holzverbindung kann man empfehlen? Durchgebohrte Dübel oder auch Schrauben sieht man – fällt also weg. Kannst du mir helfen?

Antworten

Samuel Schneider 16. März 2018 um 22:22

Hi Martin,

puh 45° ist heftig…darunter leidet die vertikale Lastabtragung. Normalerweise spricht man von min. 70°, ab dann wird es schwierig. Eine typische Holzverbindung wird das nicht stemmen können, ich würde da auf jeden Fall eine Schrauben-Dübel Verbindung wählen. Mann könnte das ja von oben schrauben und dann mit der Tischplatte abdecken. Es gibt doch ein Rahmen, oder?

Antworten

Marco Frauböse 30. Juli 2017 um 18:42

Guten Tag Samuel Schneider

Für ein Gemeinschaftsprojekt habe ich mich als gelernter Zimmermann bereit erklärt eine Pergola aus Rundhölzern zu bauen. Jetzt wollte ich mehr über Zimmermanns-Verbindungen bei Rundhölzer ( Pfosten-Querträger-Kopfband ) herausfinden, hatte bisher jedoch nicht viel Erfolg.

Freundliche Grüsse

Antworten

Samuel Schneider 31. Juli 2017 um 23:25

Hallo Marco,

teilweise lassen sich die oben genannten Verbindungen auch bei Rundhölzern einsetzen. Weitere Zimmerer Verbindungen findest du hier: https://baubeaver.de/zimmermannsmaessige-holzverbindungen/

Spezielle Zeichnungen für Rundhölzer habe ich leider nicht. Aber ich werde das mal in meine ToDo Liste aufnehmen. 😉

Antworten

Marco Frauböse 2. August 2017 um 11:02

Guten Tag Samuel,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Es ist mein Ziel, Zimmermannsmässige Holzverbindung anzuwenden. Für mich ergeben sich dabei jedoch zwei Schwierigkeiten, wo ich nach Lösungen suche. Das eine ist, das Anreisen am Rundholz. Ich habe überhaupt keine Ahnung wie ich einen ordentlich Riss an die Hölzer bekomme, so das diese nachher gut verbunden sind. Ich habe im Netz gesehen, das für eine Kreuzverbindung ein spezieller Zirkel verwendet wird (http://www.permacultureeden.com/2014/09/building-the-a-frames/?lang=de ).
Die andere Schwierigkeit sehe ich bei der Geometrie der Verbindung. Wenn zum Beispiel eine Pfosten – Querbalken – Verbindung mit Rechteckhölzer hergestellt wird. Passen diese schon stumpf gestossen zusammen und es muss nur der Zapfen gemacht werden. Wenn ich jedoch zwei Rundhölzer so verbinde, ergibt sich kein gerades Auflager. Den Pfosten am Kopf halbrund herzustellen halte ich für eine schlechte Verbindung. Hauptsächlich weil sich Wasser darin sammelt. Die andere Variante wäre das Querholz bis zur hälfte auszunehmen, dann habe ich eine zu grosse Schwächung und keinen Platz für einen Zapfen.

Antworten

Samuel Schneider 2. August 2017 um 16:10

Hi Marco,

gute Punkte. Das mit dem Zirkel ist mir auch neu. Dazu kann ich dir leider nichts sagen, dass muss ich mir auch erstmal genauer angucken.

Und zum zweiten Punkt: „Hauptsächlich weil sich Wasser darin sammelt.“ Wasser sollte man doch von der Konstruktion prinzipiell immer fernhalten. Ich nehme an, dass der Pfosten etwas kleiner ausfällt als die Pfette/Querbalken. Dann könnte doch da kein Wasser stehen bleiben. Ich weiß nicht ob ich dich richtig verstehe, aber ich habe das mal gezeichnet: https://baubeaver.de/wp-content/uploads/Holzverbindung-Rundhölzer.png und der Pfosten: https://baubeaver.de/wp-content/uploads/Holzverbindung-Rundhölzer02.png

Da dürften keinen Probleme entstehen…

Antworten

Marco Frauböse 2. August 2017 um 18:14

Nochmals besten Dank für deine Antworten.

Gerne würde ich Dir meine Überlegungen auch zeichnerisch zur Verfügung stellen, jedoch kann ich hier keine Dateien hochladen.
Ich bin der Meinung, dass es eigentlich keine Rolle spielt ob der Querschnitt des Querbalkens grösser ist als der des Pfostens. Bei mir sind diese aber gleich gross. In beiden Fällen läuft das Wasser beim Querholz von oben, nach unten seitlich ab und dabei genau in die Verbindung. Genau so wie du es dargestellt hast. Bei einem Kantholz kann das Wasser seitlich an der Verbindung vorbei laufen.

Was das anzeichnen betrifft, werde ich vermutlich um einen Aufriss 1:1 nicht vorbei kommen.

Samuel Schneider 2. August 2017 um 22:52

Hi Marco,

noch eine Sache zum Thema anreißen: prinzipiell werden Rundhölzer auf Zimmererböcken bearbeitet und in die Waage gesetzt. Mit einer Setzlatte und einer Wasserwaage lassen sich die Senkel und Waagerisse optimal anzeichnen.


Marius Hanusa 27. Juli 2017 um 13:10

Hallo Samuel,
ich habe vor ein erhöhtes Schneidebrett für die Küche zu fertigen, welches sich über der Schüssel befinden kann. Das ganze soll aussehen wie ein T mit zwei Beinen, aus drei gleich breiten Brettern gefertigt. Oben als „Dach“, dass Schneidebrett mit 60x40x3cm und zwei Bretter 20x40x3cm als Stützen.
Nach Möglichkeit wollte ich die Bretter nicht im 90° Winkel anbringen sondern ca 15° nach außen neigen.
Es soll hinterher die Schneidebrettoberfläche unversehrt sein, sodass sich nirgends Essenreste zwischensetzen können.
Erst kam mir so etwas wie die Verzinkung in den Sinn, nur als 2 cm lange Zapfen, damit die Oberfläche nicht durchstoßen wird. Wird so eine Verbindung halten, oder doch zu sehr wackeln oder gibt es bessere Verbindungen um Querkräfte aufzunehmen?. und wie dick, tief usw. müsste ich die Zapfen machen?

Mit freundlichen Grüßen,
Marius Hanusa

Antworten

Samuel Schneider 27. Juli 2017 um 22:52

Hi Marius,

ich hab mal versucht das ganze zu zeichnen, nach deiner Beschreibung wäre das so etwas (Achtung bei den markierten Ecken!): https://baubeaver.de/wp-content/uploads/Schneidebrett-mit-Schwalbenschwanz-Verbindung.png

Die Schwalbenschwanzverbindung eignet sich hier recht gut. Im Holzbau verwendet man diese Verbindung für große Dachstühle (Sparren-Pfetten Verbindungen). Im Möbelbau ist das auch üblich. Weitere Infos findest du hier: https://baubeaver.de/schwalbenschwanz-verbindungen/#Holzverbindungen_fuer_Tischler

Da die Beine Recht hoch sind würde ich bei der Belastung aufpassen. Aber das ist wohl die stabilste Lösung.

Antworten

Marius Hanusa 2. August 2017 um 9:18

Hallo Samuel,
Vielen Dank für deine Antwort. Die Zeichnung zeigt genau das was ich mir gewünscht habe.
Mir bleibt jetzt nur noch die Frage wie ich das ganze möglichst passend aussarbeite. Mit der Säge die Kanten seitlich einsägen und den Rest mit Stechbeitel oder Fräsaufsatz ausarbeiten? 1/5 der Höhe wären 8 cm welches die Brettdicke überschreitet. Deine Zeichnung sieht nach 1/3 Brettdicke aus, oder 1/2?

Mit freundlichen Grüßen,
Marius

Antworten

Samuel Schneider 2. August 2017 um 15:53

Hi Marius,

ja entweder von Hand oder du hast eine Oberfräse. Beides geht. 🙂

Die Schwalbenschwanzverbindung sollte ca. 1/3 der Brettdicke betragen und einen Winkel von 75°: https://baubeaver.de/schwalbenschwanz-verbindungen/#Holzverbindungen_fuer_Tischler

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Ralf Süttenach 22. Juli 2017 um 14:30

Hallo Samuel,
Jetzt traue ich mich auch mal zu fragen: bei unserem Carport sind auf einer Seite 5 Pfosten (12 x 12 cm) verbaut, Höhe ca. 2 mtr, auf in Beton versenkten Metallankern. Die Pfosten standen eine Zeit lang in Erde, daher sind jetzt die unteren 20 cm ziemlich marode. Ich möchte also etwa die unteren 50 cm herausschneidend, ein neues Stück einsetzen und dies mit dem verbleibenden oberen Stück stumpf verbinden. Geht das? Wie kann man so eine Verbindung herstellen, sodass möglichst nur auf einer Seite Bleche und Schrauben zu sehen sind? Der Carport ist insgesamt ca. 6 x 6 mtr groß und an einer Seite am Haus verschraubt.
Vielen Dank schon mal und viele Grüße
Ralf Süttenbach

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Samuel Schneider 26. Juli 2017 um 16:43

Hi Ralf,

das klingt übel. Ich würde nichts anstückeln. Das hält dir nicht ordentlich, vor allem weil man immer mit Knick Belastungen rechnen muss.

Eine bessere Alternative: schneide die Balken 40cm ab (die 20cm im Erdreich + 20cm um weiteres Spritzwasser und Schäden zu vermeiden). Zwei verzinkte U-Träger an den Seiten befestigen und mit Bolzen befestigen. Ich rate dir auf jeden Fall: bitte nichts anstückeln…

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Alex 3. Juli 2017 um 10:43

Hallo Samuel,

Zunächst einmal Danke für Deine Seite!
ich habe ein kleines Problem. Ich möchte bei einem pultdach die Verbindung zwischen unterer Pfette(12×12) und die tragenden Pfosten(12×12) mit einer Zapfenverbindung herstellen. Leider habe einen kleinen Rechenfehler bei der Bestelllung gemacht und die Länge der Zapfen nicht einberechnet. Nun möchte ich eine eine unscheinbare Verbindung herstellen und bin auf die Idee gekommen es zu dübeln. Um es bildlich zu machen beschreibe ich es mal so: ich bohre 2 mal senkrecht durch die Pfette bis im den Pfosten mit 25mm durchmesser und schlage dann zwei 25mm rundhölzer in die löcher. ist diese verbindung zu gewagt? zur info ich mochte weitestgehend auf schrauben und nägel verzichten. 😉

Vielen dank schon mal für deine antwort

Gruss,
Alex

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Samuel Schneider 3. Juli 2017 um 15:36

Hallo Alex,

so unüblich ist deine Variante nicht. Das wird im Möbelbau eingesetzt und ist recht stabil. Vielleicht entscheidest du dich für Hartholzdübel. Die sind noch stabiler. Der Zapfen ist sowieso nur für die seitliche Scherung verantwortlich. Von dem her ist deine Lösung eine gute Sache…

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christian Schäfer 1. Juli 2017 um 12:29

Eine super informative Seite über Holzverbindung,nur weiter so .

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Samuel Schneider 3. Juli 2017 um 15:34

Hallo Christian,

danke für dein Lob!

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Jana Dämmig 10. Juni 2017 um 22:04

Guten Abend Herr Schneider,

Ihre Seite ist sehr informativ und die Zeichnungen sind super. Ich habe folgendes Problem, mein Mann und ich möchten gerne ein Hochbett für uns bauen. Wir wohnen in einer Altbauwohnung mit sehr hohen Decken, da bietet sich das an. Das ganz solll 3,5 auf 2 Meter groß werden. Allerdings wollen wir nur mit vier Stützbalken arbeiten. Die Längsbalken müssen also 3,50 überspannen und auch der vordere Querbalken wird über diese Länge aufgelegt. Wir wollten mit der Blattverbindung arbeiten, da ich so wenig wie möglich Schrauben und gar keine Winkel verwenden möchte. Welche Balkenstärke empfehlen sie und welche Holzart ist sinnvoll, Leimholz oder Vollholz. Beste Grüße Jana

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Samuel Schneider 21. Juni 2017 um 20:05

Hallo Jana,

sorry für die späte Antwort, ich war im Urlaub. 😉

Also Leimholz oder Vollholz: seid ihr ÖKO Freaks? Dann lieber Vollholz. Bei Brettschichtholz kann Leim „ausdampfen“.

Dimensionen: Gute Frage, aber ich an eurer Stelle würde mit einer höhe von 18cm-20cm arbeiten. Das reicht aus. Weniger geht zwar auch, aber bei 3,50m können die Balken „nachgeben“. Mit nachgeben meine ich nicht unbedingt brechen. Die Balken wären dann aber nicht mehr Formstabil.

Antworten

Marcel 24. Mai 2017 um 17:04

Hallo Samuel,
muss gestehen, dass ich heute das erste Mal auf deinem Blog gewesen bin.
Unglaublich wie ausführlich und mit welcher Verliebtheit du über das Thema „Holzverbindungen“ bloggst.
So viele kleine Details die zum Teil einem bewusst sind, aber auch unglaublich vieles Neues konnte ich diesem Beitrag entnehmen.
Werde hier zukünftig noch öfter vobei schauen.

Gruß,
Marcel

Antworten

Samuel Schneider 5. Juni 2017 um 16:30

Hy Marcel,

danke, das freut mich. Da steckt wirklich sehr viel Arbeit dahinter. Hab bei dir auch mal reingesehen. Schicker Blog. 😉

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Marcel 19. Juni 2017 um 10:38

Hallo Samuel,
vielen Dank!
Gruß Marcel

Antworten

Leonie Maria 8. Mai 2017 um 12:34

Hallo Samuel,

ich plane zur Zeit eine Pergola mit den Maßen 5 x 6m. Es soll eigentlich nur ein Holzrahmen ohne Fetten, dafür aber mit Stahlverstrebungen als Rankhilfen sein. Ich habe bisher pro Seite noch einen Zwischenpfosten eingeplant – denkst du das reicht aus? Sollte ich einen Statiker dazu ziehen?

Grüße und danke für die tolle Seite!
Leonie

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Samuel Schneider 8. Mai 2017 um 13:15

Hi Leonie,

bei dem Rahmen musst du darauf achten das die Fläche versteift ist. Ansonsten wackelt das wie ein Kuhschwanz. Selbst wenn du das an der Wand befestigst. Also immer irgendwo ein Dreieck einbauen, ob das ein Holz (Druck) ist oder auf Zug die Rankhilfe: das kannst du entscheiden. Dann ist wichtig, dass die Dimensionen stimmen. Was genau soll denn da drauf wachsen? Ob ein Zwischenpfosten reicht, hängt von der Belastung der Pergola ab. Einen Statiker brauchst du dafür nicht.
Hilft das weiter?

Antworten

Leonie Maria 8. Mai 2017 um 15:26

Die Pergola soll freistehend sein. Ich habe sie jetzt etwas kleiner gemacht etwa 5,5 x 4 Meter. Als Rankhilfe stelle ich mir Metallstäbe vor, die müssten ja schon etwas Druck aushalten, oder?
Die Berankung habe ich noch nicht ausgewählt, aber ich suche mir dann wohl lieber eine leichte, nicht stark verholzende Pflanze 🙂
Lassen sich verschiedene zimmermannsmäßige Holzverbindungen eigentlich miteinander kombinieren? Z.B. zwischen Pfosten und Pfette eine Zapfenverbindung und zwischen den beiden anschließenden Pfetten ein Blattstoß?

Dankeschön für die schnelle Antwort!

Antworten

Samuel Schneider 8. Mai 2017 um 16:06

Hi Leonie,

In dem Fall werden die Metallstäbe auf Zug beansprucht. Metall ist nicht so gut (sogar sehr schlecht) auf Druck belastbar. Die Metallstäbe würde ich diagonal zu den Balken anordnen und ordentlich spannen. Dann hast du eine gute Versteifung. Für die Berankung reicht das ja völlig. Und ja: du kannst Verbindungen zusammen kombinieren. Ich würde in dem Fall das Zapfenloch bzw. der Zapfen max. so tief machen, wie das Blattstoß hoch ist. Bei einem 120cm hohen Balken, ist die eine Hälfte 60cm hoch. Der Zapfen sollte nicht länger als 60cm sein (das würde sowieso nur bei einem Zapfen+Holznagel der Fall sein.).

Sehr spannend dein Projekt. 😉

Antworten

Michael Weinberger 6. Mai 2017 um 13:56

Hallo herr schneider.
Ich hab jetzt einige zeit nach infos über verbindungsarten von holz gesucht und bin von ihrer seite sehr begeistert. Ich arbeite zuhause sehr gerne mit holz. Da ich beruflich als gelernter werkzeugmacher nicht gerade viel zu tun habe sind meine arbeiten da meist mit schrauben und winkeln verbunden. Aber mittlerweile zieht es mich immer mehr in die richtung zimmerer/tischler. Klar ist diese seite „nur“ ein grober einblick aber für mich hochinteresant.

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Samuel Schneider 7. Mai 2017 um 15:47

Hi Michael,

vielen Dank für dein Lob. Da steckt auch ne menge Arbeit dahinter, es freut mich also, dass es dir gefällt. Schwebt dir den ein bestimmtes Projekt vor Augen?

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Jörg Hanke 20. Februar 2017 um 8:57

Hallo Herr Schneider,
Glückwunsch für diese tolle Seite!
ich möchte eine Geschirrhütte auf meiner Obstwiese (Aussenmasse ca. 3 m X 2,50 m, Dachneigung etwa 30° bauen. Dabei würde ich mich gerne an den schönen Holzverbindungen wie Zapfen, Überplattungen etc üben.
Welche Dimensionen würden Sie für die Balken/Dachsparren empfehlen? Das Dach soll mit Ziegeln gedeckt werden.
Danke und Gruß
J. Hanke

Antworten

Samuel Schneider 20. Februar 2017 um 20:02

Hallo Jörg,

das scheint ja kein so großes Bauprojekt zu werden. Deswegen reichen folgende Dimensionen: Pfosten 10*10 (auf Nummer sicher 12*12) und Dachsparren 8*14. 14 hoch deshalb: Spannweite ist doch etwas groß und Ziegel bringen noch zusätzliches Gewicht. Kleiner würde ich das aber auf keinen Fall dimensionieren.

Hilft das weiter?

Antworten

Edward Black 11. Februar 2017 um 14:54

Super Artikel!
Direkt erstmal in die Favoriten in meinen Hobbyordner „Holzwurm“.

Grüße Edward

Antworten

Samuel Schneider 11. Februar 2017 um 17:38

Hallo Edward,

das freut mich.

Antworten

Schmid Fritz 24. Januar 2017 um 18:43

Spannender Bericht und detaillierte Zeichnungen vielen Dank. Gibts das auch als PDF?

Antworten

Samuel Schneider 25. Januar 2017 um 12:35

Hi,

Nein leider noch nicht. Aber ich werde sehe, wann ich dazu komme.

Antworten

Klaus 16. Dezember 2016 um 1:59

Servus,

Sehr interessant. Danke. Wo hast du das gelernt?

Antworten

Samuel Schneider 16. Dezember 2016 um 11:18

Servus Klaus :-),

ich bin ausgelernter Zimmerer. In meinem Beruf brauch ich das und dort habe ich das auch gelernt.

Es freut mich, dass dir die Infos gefallen.

Antworten

Franz 9. Dezember 2016 um 17:12

Hallo Samuel,

die Zeichnungen sind sehr detaliert. Danke. Darf ich diese Zeichnungen nutzen?

Antworten

Samuel Schneider 9. Dezember 2016 um 17:16

Hallo Franz,

ja das darfst du. Die Bilder/Grafiken sind als CC3 lizenziert. Siehe: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/

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