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7 Fachwerkhaus Lektionen

Architektur hat viele Gesichter.

Eine Art allerdings einen ganz besonderen Charm: Das Fachwerkhaus

Das Fachwerk hat in der Architektur einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und das in deutschen, europäischen und sogar in außereuropäischen Regionen.

Diese nostalgische Bauweise wird teilweise auch in der modernen Architektur beibehalten.

Warum?

Weil sie einfach etwas besonderes ist.

Die Grafik zeigt das große Interesse an Fachwerkhäusern in Deutschland.

Die Grafik zeigt das große Interesse an Fachwerkhäusern in Deutschland.

 

Und deshalb auch dieser Artikel über die wichtigsten 7 Fachwerkhaus-Lektionen.

Ob du für dein Referat lernst oder selbst ein Fachwerkhaus bauen möchtest:

Mit dieser Anleitung und diesem KnowHow wirst du alle nötigen Informationen an der Hand haben, die wirklich wichtig sind.

Bleib also dran und lerne!

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1. Die wesentliche Konstruktion und der Aufbau

Die Fachwerkbauweise: wie ist ein Fachwerkhaus eigentlich aufgebaut?

Ein Fachwerk ist ein Holzskelett das aus verschiedenen Bauteilen zusammengebaut wurde.

So ein Holzskelett besteht aus liegenden und stehenden Bauhölzern. Diese werden wiederum durch schräge Hölzer ausgesteift.

In der nachfolgenden Illustration findest du die wichtigsten Bauteile für ein komplettes Haus.

Die wichtigsten Bauteile

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Auf dieser 3D Zeichnung habe ich alle wichtigen Bauteile eines Fachwerkhauses eingezeichnet.

Funktionen der einzelnen Fachwerkbalken

Die wesentliche Funktion der Bauteile liegt vor allem in der Lastabtragung. Die verschiedenen Hölzer müssen die Lasten aufnehmen und an das Fundament bzw. an den Steinsockel weiterleiten.

Die Ausfachungen übernehmen an dieser Stelle keine statischen Aufgaben. Teilweise werden Ausfachungen für zusätzliche Aussteifungen genutzt. Aber die Hauptaussteifung übernehmen die dafür vorgesehenen Hölzer.

Senkrechte Hölzer
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Pfosten werden auf Druck und Knicken beansprucht (rot markiert).

Die Hölzer die senkrecht angeordnet sind, nehmen alle vertikalen Lasten auf. Dazu zählen folgende Bauteile:

  • Leer-, Fenster-  und Eckpfosten
  • Ständer
  • Stiele

Die Bauteile sind also auf Druck und teilweise auf Knicken belastet. In der Regel sind diese immer nach der jeweiligen Geschosshöhe abgebunden. Das hat einfach den Vorteil, dass man beim Aufrichten weniger Arbeit hat.

Wie beim Bauen mit LEGO-Steinen kann man so ein Teil mit dem anderen zusammen stecken.

In wenigen Fällen gibt es auch Hölzer die über mehrere Stockwerke hinrausragen.

Waagrechte Hölzer
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Waagrechte bzw. Horizontale Bauteile verteilen die Last (rot markiert).

Die Hölzer die waagerecht angeordnet sind, geben den Pfosten die Positionen vor. Auserdem verteilen sie die Lasten auf alle senkrechten Bauteile (nicht immer gleichmäßig).

Das sind folgende Bauteile:

  • Längs- und Querschwellen
  • Rahmholz oder Rähm
  • Fachriegel
  • Sturz- und Brüstungsriegel
  • Füllholz
  • First- und Mittelpfetten

Wie bei allen Bauteilen sollten diese Balken gerade sein. Besonders bei Längs- und Querschwellen ist das besonders wichtig. Späteres Ausrichten ist mit einem krummen Balken sehr mühselig.

Auflager und Holzverbindungen bei waagrechten Hölzern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die waagrechten Hölzer miteinander zu befestigen. Traditionell verwendet man dafür typische Holzverbindungen. Dazu zählen folgende:

  • Überblattung mit Dollen
  • Schwalbenschwanzkamm
  • Einfacher Kamm
  • Schräger stumpfer Balkenstoß mit Bauklammer und Holzschraube
  • Flachverbinder beim Balkenstoß
  • Universalverbinder für Balken mit Rähm
  • Winkelverbinder für Balken mit Rähm
  • Balkenstoß auf die Mitte des Fingankers befestigen
  • Einfache Zapfenverbindung bei der Balkenlage
  • Zapfen mit gerader Brust
  • Zapfen mit schräger Brust
  • Schwalbenschwanzverbindung
  • Balkenschuhe
Schräge Hölzer

Fachwerk_schraege_Bauteile

Schräg stehende Hölzer dienen zur Aussteifung der jeweiligen Wand.

Zu diesen Bauteilen gehören:

  • Büge
  • Kopfbänder
  • Kopf- und Fußband
  • Kopf- und Fußwinkelhölzer
  • Streben

Besonders bei diesen Bauteilen sieht man noch heute gravierende Baufehler. Solche Streben werden immer so angeordnet, dass der obere Strebenkopf nach außen zeigt.

Kombinationen wie beim Andreaskreuz, Fränkischer Wilder Mann oder dem Schwäbischen Weible sind solche Streben jedoch auch paarweise entgegengesetzt.

Solche Fachwerkbilder oder Schmuckformen findest du weiter unten im Beitrag.

Strebenstellung bei Fachwerkwänden

Um die richtige Stellung einer Strebe zu ermitteln sollte man ein Verständnis dafür entwickeln welche Kräfte auf ein Bauteil wirken und wie man diese am besten abfangen sollte.

Keine Angst, du brauchst dafür nicht Statik studieren.

Damit das Ganze etwas anschaulicher wird, findest du hier eine Zeichnung mit einer horizontal wirkenden Windlast:

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Richtige Strebenstellung beim Fachwerkhaus

Wie man an diesem ersten Bild erkennen kann, wird die Last durch die Strebenstellung sofort an das Fundament weitergeleitet.

Würde man die Strebe genau umgekehrt anordnen, müssten alle Bauteile diese Kräfte (rote Pfeile) abfangen. Erst die letzte Strebe würde die Last schlussendlich an das Fundament weitergeben.

Das verdeutlicht folgende Zeichnung:

Falsche Strebenstellung beim Fachwerkhaus

Das ist also eine grobe Fehlkonstruktion. Solche Kräfte müssen so schnell wie möglich an das Fundament weiter geleitet werden. Das geht nur mit einer richtigen Strebenstellung.

Zu der eigentlichen Strebenstellung ist auch die Neigung einer Strebe entscheidend.

Dafür gibt es keine Regel in dem Sinne. Man sollte aber den Wert von 75° bis 70° (in der Zeichnung als ∝ gekennzeichnet) nicht über- bzw. unterschreiten.

Fachwerk_Strebenstellung

Wenn du einen Stirnversatz wählst, solltest du noch darauf achten, dass dein Vorholz mindestens 20 cm beträgt.

Das sollte man auch dann beachten, wenn an der Ecke eine Überblattung vorhanden ist. In den meisten Fällen ist ein Fersenversatz die beste Lösung.

Näheres zu den Holzverbindungen findest du hier.

Schmuckformen und Fachwerkbilder

Neben statischen Gründen nutzen wir Zimmerer Fachwerkbilder aber auch für Schmuckformen. Diese sind besonders in meiner Heimat (Baden-Würtemberg) und in Sachsen beliebt.

Zu diesen Schmuckformen zählen folgende Schmuckelemente:

Fachwerkhaus_AndreaskreuzAndreaskreuz
Fachwerkhaus_Andreaskreuz_mit_NasenAndreaskreuz mit Nasen
Fachwerkhaus_Andreaskreuz_mit_KreisAndreaskreuz mit Kreis

Andreaskreuz_mit_Fussbaender_KopfbaenderAndreaskreuz mit Kopf- und Fußbändern
Andreaskreuz_mit_RauteAndreaskreuz Raute
Schmuckform_Fachwerk_Raute

Raute

Weitere Schmuckformen sind:

  • Bügel- oder Trapezfries (etwa 1500–1540)
  • Bundwerk
  • Doppelstrebe
  • Diamantband (Steigerung des Kettenfrieses)
  • Inschriften (zum Beispiel „Nisi Dominus Frustra; Psalm 127“)
  • Fächerfries
  • Figurenfries
  • Fränkischer Wilder Mann
  • Halber Mann
  • Ketten- oder Bandfries (etwa 1550–1670)
  • Knaggen (verziert mit Figuren, Roll- und Volutenformen oder Kerben
  • Kreuzfries
  • Laubstab (etwa 1520–1550)
  • RauteSchwäbisches Weible
  • Schwäbisches Kindle
  • Stiel mit Fußbändern
  • Sonnenscheibe
  • Schrägkreuzfries
  • Treppenfries
  • Taustab

Die Schmuckformen unterscheiden sich vor allem je nach Region.

Das alemannische Fachwerk ist vor allem für die starken Balken und Streben bekannt. Die Abstände der Pfosten sind meist größer als anderswo.

winterstettenstadt-fachwerkhaus-alemannisch

Winterstettenstadt, alemannisches Fachwerk

Die fränkischen Fachwerke haben engere Abstände zu den Pfosten, sind aber meist sehr viel verzierter. Kopf- und Fußbänder sind nicht so üblich.

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Das Rathaus von Melsungen, fränkisches Fachwerkhaus

Das niedersächsische Fachwerk hat noch kleinere Ständerabstände. Kopf- und Fußbänder sind hier sehr üblich. Die Gefache sind mit Ziegeln ausgemauert.

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Stade Hansehafen, niedersächsisches Fachwerkhaus

Im Kapitel „Was uns die Geschichte über das Fachwerkhaus erzählt“ findest du weitere Einzelheiten über die verschiedene Bauarten. Die typischen Bauweisen sind nach Region und Länder sortiert.

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2. Ein Fachwerkhaus (selber?) bauen

Ein Fachwerkhaus selber zu bauen oder bauen zu lassen hat Vor- und Nachteile.

Bevor du dich dafür entscheidest ein Fachwerkhaus bauen zu lassen, solltest du dir über die Kosten im Klaren sein.

Wusstest du schon?
Sind Fachwerkhäuser gefährlicher als andere Bauarten? Diese Frage ist nicht unbegründet, zumal einige Nachrichten gelegentlich darauf hinweisen.

Das war zum Beispiel am 21. Juli 2017 der Fall: ein Familienvater wird bei einem Brand in einem Fachwerkhaus verletzt.

Darauf gibt es keine klare Antwort. Holz ist zwar schneller entflammbar, aber dafür hält ein Holzbalken dem Feuer länger stand als Metall.

Was ist also besser?

Ein Metallträger oder ein Träger aus Holz?

Beide Konstruktionsarten haben Vor- und Nachteile. Neubauten und Restaurationen müssen den Brandschutz mittlerweile mit beachten und erhöhen damit maßgeblich den Brandschutz.

Fachwerkhaus Preise

Schlüsselfertige Fachwerkhäuser haben einen Preis von ca. 1.800 Euro/qm bis 2.000 Euro/qm. Je nach Lage und Wünschen für den Ausbau kann das ganze natürlich noch variieren.

Fachwerkhäuser mit Eigenleistung sind schon etwas billiger. Die Preise starten hier ab 1.300 Euro/qm.

Hier gibt es verschiedene Anbieter, Musterhäuser und Modelle die man berücksichtigen muss. Aber diese Preise helfen bei der Kalkulation des Neubaus.

Die Alternative: selber bauen

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… im Rohbau

So ein Haus zu bauen ist nicht so schwer.

Die wichtigsten Dinge kannst du ja in diesem Beitrag nachlesen. Entscheidend sind vor allem die einzelnen Bauteile (Balkentypen, Holzverbindungen, ect…), statischen Erfordernisse und dein handwerkliches Geschick.

Baumaterialien und was du beachten solltest

Damit ein Fachwerkhaus korrekt konstruiert wird, müssen bestimmte Normen eingehalten werden. Einige wichtige Normen im Bereich Holzverbindungen habe ich schon in diesem Beitrag ausführlich behandelt.

Die Aufgaben die die einzelnen Hölzer übernehmen findest du in Lektion 1 „Die wesentliche Konstruktion und der Aufbau“.

Die beste Holzart für die Konstruktion ist Eichenholz. Fichtenholz hat man zwar auch verwendet, aber die Langlebigkeit und Belastbarkeit des Eichenholzes ist für diese Bauweise unübertroffen.

Möchtest du trotzdem ein Nadelholz verwenden, dann solltest du darauf achten, dass es langsam gewachsenes Nadelholz ist. Alles andere würde nur Probleme verursachen.

Wie sieht das aber mit den anderen Materialien aus?

Nachfolgend werde ich eingehend auf die Ausfachung, Dämmung und auf  Verputzarbeiten eingehen.

Materialien die man einsetzen kann

Nicht jedes Baumaterial eignet sich für ein Fachwerkhaus. Besonders kritisch ist der Aspekt der Holzfeuchte.

Die Konstruktionshölzer sind der Witterung ausgesetzt. Dadurch haben wir stärkeres Quellen und Schwinden als bei anderen Holzkonstruktionen.

Wusstest du schon?
Die Holzfeuchte beim Einbau spielt eine wichtige Rolle. Nasses Holz darf niemals eingebaut werden. Die Holzfeuchte sollte zwischen 20% und 30% betragen.

Einige Zimmerer schwören auf noch niedrigere Werte, das ist für Eichen-Bauholz aber recht schwierig.

Bevor man also ein Baumaterial verbaut sollte man über die jeweiligen Eigenschaften nachdenken. Falsch eingebaute Baustoffe können im Nachhinein deutliche Mehrkosten verursachen.

Ausfachung – weil Kunst einfach schön ist

Eine Ausfachung muss mehrere Aufgaben übernehmen. Das ist beispielsweise die Verschönerung und Dämmung des Hauses. Oder auch die Raumabtrennung.

Geeignete Materialien

  • Ziegelsteine
  • Stakung mit Lehmbewurf
  • Natursteine
  • Mauersteine
Zigelsteine
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Ziegelsteine in dem Gefache

Wie schon erwähnt, werden vor allem in Norddeutschland oft Ziegelsteine ins Gefache eingesetzt. Der Vorteil dieses Baumaterias ist dessen Langlebigkeit.

Ein weiterer Vorteil der Ziegelsteine: sie sind druckfester als anderer Materialien und können als einzige Ausfachungsart auch zur Lastabtragung und Aussteifung verwendet werden. Wobei die Holzkonstruktion trotzedem die Hauptaufgabe dafür übernehmen sollte.

Der Nachteil an dieser Art der Ausfachung: das Wohnklima und die Wärmedämmung. Ziegelsteine haben einen schlechten SD Wert (= schlechte Wärmedämmung).

Stakung mit Lehmbewurf
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In meiner Heimat, also im Süden Deutschlands, wurde vor allem Lehm genutzt um das Gefache auszufüllen.

Dem Lehm wurde vor allem Stroh und teilweise auch Tierhaare beigemischt. Die Vorteile dieser Bauweise sind noch bis heute fast unschlagbar.

Das Wohnklima ist mit fast keinem anderen Baumaterial zu vergleichen. Bauphysikalisch und mechanisch hat diese Bauweise ebenfalls große Vorteile.

Während Ziegelsteine steif sind, kann sich das Gefache aus Lehmbewurf auf das Quellen und Schwinden der Konstruktionshölzer anpassen. Die Auf- und Abgabe von Feuchtigkeit ist ebenfalls ein großer Vorteil dieser Verfahrensweise.

Der einzige Nachteil wäre die Statik. Stakung mit Lehmbewurf ist nicht belastbar. Das sollte jedoch ohnehin die Holzkonstruktion übernehmen. Deshalb haben wir damit nur einen relativen Nachteil.

Früher hat man dieses Gefache mit einem Kalkanstrich geschützt.

Natursteine

Hierfür werden beispielsweise Bruchsteine oder Sandsteine verwendet. Bauphysilkalisch sind solche Ausfachungen nur teilweise sinnvoll.

Meine Eltern wohnen in einem Haus das hauptsächlich aus Sandstein konstruiert wurde. Im Sommer haben wir zwar immer schön kühl, aber im Winter bleibt es dafür auch kühl. Das wäre eine Energieschleuder, aber auch nur teilweise.

Die Natursteine können die Energie besser speichern als andere Materialien. Damit hat man wieder einen kleinen Vorteil gegenüber anderen Bauweisen.

Mauersteine

Heutzutage werden neben den oben erwähnten Baustoffen auch folgende Mauersteine für die Ausfachung eingesetzt:

  • Bimsbetonsteine
  • Porenbetonsteine
  • Leichtlehmsteine
  • Porosierte Ziegel

Einbau und Sanierung der Ausfachung

fachwerkhaus-sanieren-gefache

Bevor man die Ausfachung repariert oder ersetzt müssen die vorhandenen Schäden registriert werden.

Wenn kleine Schäden vorhanden sind, genügt es diese mit ähnlichen Materialien zu reparieren. Erst wenn größere Schäden zu verzeichnen sind, lohnt sich der komplette Wechsel einer Ausfachung.

Bei der Wahl der Baustoffe richtete man sich vor allem nach den bereits eingebauten Baumaterialien. In den meisten Fällen werden Baustoffe gewählt, die sich leicht anpassen lassen.

Das ist vor allem im Bereich von Streben, und Schmuckformen sinnvoll. Diese Arbeit ist meist sehr umständlich und erfordert viele Anpassungen.

Die Mauersteine werden so viel zurückgesetzt, dass der Putz später eine Fläche mit der Holzkonstruktion bildet.

Anschluss zwischen Balken und Ausfachung

Dreikantleisten in einer Ausfachung

Dreikantleisten in einer Ausfachung

Der Anschluss zwischen der Holzkonstruktion und der Ausfachung (Lehm, Natursteine oder Mauersteine) ist eine heikle Sache.

Oft werden auf der Mitte des Balkens eine Dreikanntleiste mit rostfreien Nägeln/Schrauben montiert. Die Ausfachung wird in diesem Bereich ausgearbeitet und mit Wärmedämmmörtel an den Balken befestigt.

Diese Leiste ist also hauptverantwortlich für die Stabilität, Winddichtigkeit und Formbeständigkeit der Ausfachung.

Das solltest du vermeiden!
Einige „Fachleute“ empfehlen an den Fugen dauerelastisches Silikon oder ähnliches zu verwenden. Das ist jedoch nicht zu empfehlen. Silikon ist nicht atmungsaktiv und damit bildet sich Schwitzwasser am Holz. Das kann zu großen Schäden führen.

Nach der neuen Energiesparverordnung sind auch bei Sanierungen bestimmte Werte zu erfüllen. Diese lassen sich bei einer „normalen“ Fachwerk-Konstruktion nicht ohne weiteres erfüllen.

Die Werte die man bei einer Ausfachung erreicht, erfüllen die Auflagen nicht. Aus dem Grund werden meistens auf der Innenseite weitere Dämmschichten Angebracht.

Dabei wären wir beim nächsten Lektion: die Wärmedämmung.

Nostalgisch, aber warm: die Wärmedämmung

Sowohl in Deutschland, Österreich als auch in der Schweiz werden die Energiesparverordnungen immer strenger. Bei Fachwerkhäusern und anderen historischen Fassaden kommt man hier jedoch schnell an Interessenskonflikte.

Wo soll man die ganze Dämmung reinpacken, wenn die Mauer gerade mal 16, 18 oder vielleicht 20 cm dick ist?

Meistens ist das Bautechnisch gar nicht möglich. Eine Ausfachung mit einer Stakung mit Lehmbewurf sollte immer ein diffusionsoffener Wandaufbau vorhanden sein.

Bei Nichtbeachtung, kann das sonst zu Schimmel und größeren Schäden führen.

Ganz amüsant ist der Artikel der damals auf welt.de erschienen ist. Unter dem Thema „Dämmung ist das Todesurteil für Fachwerkhäuser“ beschreibt Cora Stephan wie man zu einem Fachwerkhaus eigentlich eingestellt sein sollte.

Aus dem Grund möchte ich im Folgenden einige Möglichkeiten erwähnen die man nutzen kann. Allerdings ist nicht jede Ausführung bei allen Konstruktionsarten und Baustoffen möglich.

Die Außendämmung

Ich würde niemandem eine Außendämmung empfehlen und sie auch niemals so umsetzen. Trotzdem möchte ich der Vollständigkeit halber kurz darauf eingehen.

Die Gründe sie einzusetzen können unterschiedlicher Natur sein.

Man hat bei einer Außendämmung natürlich den Vorteil, dass man im Innenraum keinen Platz verliert und nur nach außen dämmt.

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Eine Ausendämmung bietet einen guten Dämmwert. Mit diesem Aufbau habe ich einen U-Wert von 0,22 W/m²K. Aber es gibt eben auch Nachteile… (Grafik von u-wert.net)

Wenn du dich also entscheidest eine Außendämmung vor die Fachwerkkonstruktion zu setzten, solltest du folgende Punkte beachten:

  1. Der Dämmstoff muss sorptionsfähig sein. Das bedeutet, dass der Dämmstoff die Feuchtigkeit im Holz aufnehmen und nach außen „weiterleiten“ kann. Dabei darf der Dämmstoff die Dämmfähigkeit nicht verlieren.
  2. Die Wärmeleitfähigkeit der Dämmung muss in einem soliden Bereich liegen.
  3. Die Dämmung muss diffusionsoffen sein. Das heißt die Wand muss atmen können.

Die Erfordernisse dieser Punkte erfüllen allerdings die wenigsten Dämmstoffe.

Eine (teure) Möglichkeit ist der Einsatz von Holzfaserdämmplatten (Holzweichfaserplatte). Bei korrekter Ausführung kann diese Außendämmung die geforderten U-Werte erreichen.

Der Aufbau muss jedoch gut berechnet werden und mit einem Fachmann durchgesprochen werden. Bei falscher Ausführung kann leicht Feuchtigkeit entstehen.

Die Innendämmung

Eine noch schwierigere Aufgabe stellt die Innendämmung dar:

  1. Die Dämmung muss wegen der niedrigen Taupunkttemperatur Feuchtigkeit aufnehmen können. Diese Feuchtigkeit muss von der Holzkonstruktion „ferngehalten“ werden (Holz + Feuchtigkeit = Schaden).
  2. Die Holzkonstruktion kann bei Regen viel Feuchtigkeit aufnehmen. Bei ungedämmten Wänden, kann durch die Luft die Konstruktion schnell wieder trocknen. Beachtet man Punkt 1 nicht, kann das zu gravierenden Folgen führen.
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An diesem Beispiel hätten wir mit einer 60 cm dicken Holzfaserplatte. Der Taupunkt wäre außerhalb der Konstruktion. Mit einer Wandheizung sind stärkere Dimensionen möglich. (Grafik von u-wert.net)

Welche Dämmstoffe eignen sich hierfür?

  • Leichtlehmdämmung
  • CELLCO Dämmung
  • Tektalam Dämmung
  • Dämmen mit Faserdämmplatten
  • Dämmung mit Strohleichtlehmsteinen

Eine weitere interessante Möglichkeit die bauphysikalischen Probleme zu umgehen ist der Einsatz einer Wandheizung. Der Einbau ist jedoch recht komplex und lässt sich nicht ohne weiteres einzubauen.

In Kombination mit den oben erwähnten Dämmstoffen lassen sich dadurch allerdings größere Bauschäden vermeiden und ein angenehmes Wohnklima ist gesichert.

Das solltest du vermeiden!
Dämmstoffe wie Styropor und Mineralwolle verlagern den Taupunkt in die Fachwerkkonstruktion. Das führt zu großen Bauschäden. Vermeide also unbedingt solche Dämmstoffe.

Auch wenn ich hier einige Dämmstoffe empfehle, heißt das nicht, dass man beim Einbau keine Fehler machen kann.

Diese Informationen dienen lediglich als Richtwert. Jeder Fall kann jedoch anders sein.

Aus diesem Grund empfehle ich dir den Weg zu einem Fachmann.

Verputzarbeiten

Auch beim letzten Schritt muss einiges beachtet werden, damit das Konstruktionholz nicht beschädigt wird.

Zum einen geht es dabei um die Unterschiede im Innen und Außenbereich und zum anderen um die Materialien an sich.

Zusammensetzung und Zubereitung des Putzes

  • Putzmaterial
  • Bindemittel
  • Zuschlagstoff

Der Außenputz

Lehmputz-Fachwerkhaus

Lehmputz kann Feuchtigkeit konstant abgeben und ist für den Innen- und Außenbereich geeignet.

Die Vorraussetzung für den Außenputz ist recht komplex. Je nach Gefache, Aufbau der Konstruktion und Witterungen muss der Außenputz ganz unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen.

Grundsätzlich kann eigentlich erst dann eine Empfehlung ausgesprochen werden, wenn man sich ein komplettes Bild des vorhandenen Bauwerks gemacht hat. Eine allgemeine Regel kann und will ich an dieser Stelle nicht aufstellen.

Wenn ich von einem gewöhnlichen Fachwerkhaus ausgehe, das mit einer Lehmstakung ausgefüllt wird, dann würde ich folgendermaßen vorgehen:

Der Putz sollte wasserabweisend sein um das Gefache vor Regen zu schützen. Er muss aber auch wasserdampfdurchlässig sein (diffusionsoffen). Nur so kann Feuchtigkeit aus dem Inneren nach Außen „transportiert“ werden. Ähnlich wie bei Schuhen oder Kleidung aus GoreTex.

Der Außenputz bildet im Idealfall eine Ebene mit den Konstruktionshölzern. Die Putzdicke sollte mindestens 15 mm bis 20 mm betragen.

Bei Ziegel- und Natursteinen versucht man natürlich Putz zu vermeiden, da das Bild der Steine erhalten bleiben soll.

Putzarten

Um einen Überblick über die verschiedenen Putzarten zu bekommen, möchte ich diese hier auflisten:

  • Kalkputz: der Kalkputz hat schimmelbekämpfende Eigenschaften, ist diffusionsoffen und sorptionsfähig. Damit lassen sich also die wichtigsten Erfordernisse mit dieser Putzart im großen Umfang abdecken.
  • DIY Putz: eine andere Möglichkeit ist den Putz selbst herzustellen. Mögliche Bindemittel sind beispielsweise Lehm, Trasskalk oder Sumpfkalk.
  • Schlämmputz: der Einsatz eines Schlämmputzes ist ebenfalls eine Möglichkeit. Dieser Putz ist diffusionsoffen und mechanisch belastbar.
Das solltest du vermeiden!
Moderne Putzarten mit Zement, Gips oder hydraulischem Kalk sollten nicht verwendet werden. Diese schädigen die Konstruktion.

Der Innenputz

Beim Innenputz solltest du genauso vorsichtig sein wie beim Außenputz. Er muss ebenso diffusionsoffen sein.

Hersteller wie zum Beispiel SOLUBEL haben Luftkalkputz im Sortiment der gut für den Innenbereich eingesetzt werden kann.

Was du unbedingt vermeiden solltest

Besonders vorsichtig sollte man beim Einbau einer Dampfbremse sein. In dem Artikel von Hartwig M. Künzel, „Richtiger Einsatz von Dampfbremsen bei der Altbausanierung„, der im WTA-Journal, Fraunhofer, 1/03 S. 6-25 erschienen ist, wird folgender wichtiger Hinweis gegeben:

… kann insbesondere der Einsatz von herkömmlichen Dampfsperren für den
Tauwasserschutz unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Häufig sind … Fachwerkwände … darauf angewiesen, auch zur Raumseite hin
austrocknen zu können.

Was für einen Neubau unbedenklich ist, kann für eine Sanierung gravierende Folgen und Kosten nach sich tragen.

Um auf Nummer sicher zugehen empfehle ich dir einen Gang zum Energiefachberater

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3. Sanierung, Restauration und Umgang mit Fachwerkhäusern

Bevor ein neues Fachwerkhaus gebaut wird, werden in den meisten Fällen solche Häuser restauriert.

Aus gutem Grund!

Eine charmante Bauweise kombiniert mit Wärmedämm-Standards von heute spielen für viele Bauherren eine große Rolle.

Es gibt wesentliche Aspekte die man beachten sollte bevor man sich an die eigentliche Restauration machen sollte.

An dieser Stelle sollte man beachten was Dipl.-Ing. Johannes Cramer von der TH Darmstadt erwähnt: Man sollte „die thermographische Methode (oder Nutzung der Wärmebildkamera) [nutzen] um die Planung und spätere Ausführung so praktisch und kostengünstig wie möglich zu gestalten.“

Die Planung ist für eine Restauration also das A und O.

Wie Johannes Cramer in seinem Fachartikel erwähnt, liegen die gravierendsten Fehler bei dem unüberlegten Freilegen alter Fachwerke.

In den meisten Fällen ist die vorherrschende Meinung: das Gebälk, also das sichtbare Fachwerk, ist das wichtigste – der Rest kann weg.

Aber das ist einfach falsch.

Zu bedenken ist an dieser Stelle z.b. die Farbe des bestehenden Putzes. Oft sind solche Bereiche denkmalgeschützt und lassen sich nur sehr schwer wieder restaurieren (Altputz ist in solchen Bauarten sehr oft Denkmalgeschützt).

Und selbst wenn ein Haus nicht denkmalgeschützt ist, sollte man sich über den Erhalt solcher Bereiche im Vorfeld Gedanken machen.

Das Ergebnisse: Minderung der Qualität des Fachwerkhauses.

Oft wurden bei Restaurationen ganze Gefacher durch Verschalungen ersetzt und damit das Bild komplett verändert.

Früher hat man einzelne Gefache „durchlöchtert“. Das Ergebnis: hohe Kosten und unansehnliche, irreparable Baufehler.

Das hat sich zum Glück nicht bis heute durchgesetzt.

Die Lösung: eine Wärmebildkamera

Im Hintergrund erkennt man deutlich die wesentlichen Balken und Gefache des Fachwerkhauses

Mit einer Wärmebildkamera bietet sich die Möglichkeit den tatsächlichen Wandaufbau zu ermitteln, ohne irgendwelche bleibenden Schäden an zurichten.

So bleiben Dekorationen erhalten und Kosten halten sich im Rahmen.

Fehler die du unbedingt vermeiden solltest

Unfachmännische Handhabung von Bauteilen: Leider sieht man das immer öfter: Hölzer werden nur teilweise oder gar nicht ausgewechselt. Neue Bauteile wie Fenster und Türen werden ohne saubere Vorarbeit eingebaut.

Kein Verständnis von tragenden Bauteilen: Pfosten werden gekürzt und die Verbindung zur Schwelle wird komplett unterbrochen. „Man(n) denkt“, dass das Gefache das tragende Bauteil ist und beachtet nicht die eigentliche Statik eines Fachwerkhauses.

Falsche Materialien für das Gefache: In Lektion 2 bin ich ausführlich auf die Putzarten und Ausfachungen eingegangen. Leider kommt es immer noch vor, das im Innen- und Außenbereich zementartige Stoffe verwendet werden. Das ist ein No-go und sollte unbedingt vermieden werden.

Falsche Farben für das Gefache: Bei der Restaurationen werden vorhandene Farben nicht beachtet und nach eigenem „Geschmack“ ausgewählt. Darunter leidet nicht nur das Stadtbild, sondern zerstört auch den Anblick eines schönen Fachwerkhauses.

Über Geschmack lässt sich vielleicht streiten, hier fehlt eindeutig noch rosa und lila im Bild 😉 (Immerhin wurden die tragende Hölzer ordentlich herausgestellt)

Früher wurden bei der Restauration grobe Fehler gemacht. Heute wird das ganze durch verschiedene Ämter geschützt.

Und selbst wenn man einen gewissen Spielraum hat, sollte man den ursprünglichen Charm erhalten und nicht versuchen einen Oldtimer mit modernem Lack zu besprühen.

Bevor man sich an die Restaurationen macht, sollte man also auch den Schritt zu den einzelnen Behörden gehen. Diese behandle ich im Nachfolgenden.

4. Der geliebte Denkmalschutz

Wer ist für die Denkmalpflege zuständig?

Ist die Erhaltung deines Hauses aus geschichtlichen, städtebaulichen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen für das öffentliche Interesse von Bedeutung, kann es als Baudenkmal erklärt werden. Es ist die Aufgabe des Staates, unser kulturelles Erbe – zu denen auch Häuser gehören – zu bewahren.

Damit will dieser die Baudenkmale vor unangemessenen Veränderungen schützen und greift somit gestaltend als Denkmalschutz ein.

Die unteren Denkmalschutzbehörden

Wenn du Eigentümer eines Baudenkmals bist und an diesem etwas verändern, renovieren oder verbessern möchtest, musst du dich an die jeweils zuständige untere Denkmalschutzbehörde wenden.

Neben den gültigen Vorschriften des Baurechtes sind auch die Vorschriften der Denkmalschutzgesetze zu beachten.

Das gilt besonders dann, wenn die äußere Erscheinung des Bauwerkes verändert werden soll:

  • Einbau neuer Fenster
  • ein frischer Hausanstrich
  • Um- und Anbauten
  • das Anbringen von Werbeanlagen

Bei diesen Veränderungen muss der Denkmalschutz auch dann zustimmen, wenn die eigentliche Maßnahme nach der Bauordnung genehmigungs- und verfahrensfrei ist.

Dafür bekommst du als Eigentümer des Hauses eine fachgerechte Beratung und finanzielle Unterstützung.

Welche Möglichkeiten für einen Zuschuss gibt es?

Für den Denkmalschutz ist jedes Bundesland einzeln zuständig. Die meisten Länder haben Richtlinien entwickelt, nach denen sie den Erhalt von Denkmalen schützen und entsprechende Zuschüsse gewähren.

Die Mitarbeiter der jeweiligen Unteren Naturschutzbehörde informieren dich über die Zuschussmöglichkeiten.

Bund-Länder-Programm für den Denkmalschutz

Foerderung-Denkmalschutz-Fachwerkhaus

Fördergelder und Zuschüsse sind möglich

Der Bund stellt gemeinsam mit den Ländern Zuschüsse bereit, mit denen die Städte und Gemeinden erneuert und entwickelt werden können. Dazu gehören Programme wie:

  • Stadtumbau West/ Ost
  • Soziale Stadt
  • Aktive Stadt- und Ortsteilzentren

Die Ressorts der Landesbehörden sind in den jeweiligen Bundesländern die Ansprechpartner für die einzelnen Programme der Städtebauförderung.

Weitere Förderungen können diese ergänzen: beispielsweise die Förderung der Einsparung von CO2 und Energie bei der Sanierung von Altbauten, bis hin zur Kulturförderung.

Oft lassen sich passende Programme auch für Teilmaßnahmen einer Sanierung finden und insgesamt die Gesamtkosten reduzieren.

Steuern sparen bei einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus

Wenn du Eigentümer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses bist, kannst du Steuern sparen.

Sanierst du dein Fachwerkhaus, lassen sich die dabei entstehenden Kosten als Abschreibung (AfA) von der Steuer absetzen.

Die Abschreibungssätze sind dabei besonders hoch und du profitierst auch dann davon, wenn du das Haus selbst bewohnst.

Was lässt sich von der Steuer absetzen?

Sämtliche Modernisierungen, die einerseits dem Erhalt des Fachwerkhauses dienen und gleichzeitig für eine moderne Nutzung notwendig sind, kannst du von der Steuer abschreiben.

Das gilt beispielsweise für den Einbau einer Toilette, eines Bades oder einer Heizung. Dagegen kannst du den Neubau der Garage oder die Neugestaltung des Gartens nicht absetzen.

Achtung: Erst genehmigen lassen, dann sanieren!

Wenn du von den Zuschüssen profitieren willst und auch die Steuervergünstigungen nutzen möchtest, musst du sämtliche Arbeiten von der zuständigen Denkmalschutzbehörde vor der Sanierung genehmigen lassen!

Die Bescheinigung über die Genehmigung ist rechtsverbindlich: Ohne diese kannst du die Kosten für die Sanierung steuerlich nicht absetzen.

Keine Doppelförderung möglich

Unter Umständen bekommst du von der Gemeinde einen Zuschuss für die Sanierung deines Fachwerkhauses, weil es in einem von der Kommune bevorzugten städtebaulichen Entwicklungs- und Modernisierungsgebiet liegt.

Dann werden die gezahlten Zuschüsse allerdings von deinen geleisteten Kosten für die Modernisierung abgezogen.

Eine Doppelförderung durch Zuschuss und darauf gewährte steuerliche Nachlässe sollen so vermieden werden.

Was solltest du beim Kauf eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses beachten?

Wenn du ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus kaufen möchtest, solltest du bedenken, dass eine notwendige Sanierung deutlich aufwändiger und teurer als bei einem anderen Gebäude sein kann.

Andererseits kannst du für die Sanierung Förderungen und Zuschüsse kassieren, aber auch von steuerlichen Vorteilen profitieren.

Lohnende Investition als Geldanlage

Ein Fachwerkhaus, das unter Denkmalschutz steht, kann für dich eine lohnenswerte Investition sein. Ist das Haus saniert und steht es in einer attraktiven Gegend, ist es oft bei Mietern begehrt.

Ein gut saniertes Fachwerkhaus bietet eine hohe und gesunde Wohnqualität.

Du kannst die höheren Kosten bei der Sanierung durch die entsprechenden steuerlichen Abschreibungen und oft auch durch höhere Mieteinnahmen wieder ausgleichen.

Denkmalschutz und Energieeffizienz schließen sich nicht aus

Jedes historische Fachwerkhaus hat seinen ganz eigenen Reiz. Allerdings stellen sämtliche Maßnahmen zur Einsparung von Energie besondere Herausforderungen dar. Schließlich soll doch das schmückende Fachwerk nicht unter einer Dämmschicht verschwinden.

Als Besitzer eines derartigen Hauses bist du übrigens von der Pflicht zum Energieausweis befreit.

Sind die Wände ausreichend dick, geht über die Fassade gar nicht viel Wärme verloren. Fenster können mit der Genehmigung der Denkmalschutzbehörde ausgetauscht werden. Eine Wärmedämmung von innen ist ebenfalls möglich.

5.Was uns die Geschichte über das Fachwerkhaus erzählt.

Die ersten Belege

Die Vorläufer unserer Fachwerkbauten waren einfache Hütten, bei denen Pfosten in die Erde eingegraben wurden. Mit Lehm verputztes Flechtwerk bildete die Wand.

Da die Pfosten in der Erde schnell faulten, wurden sie oft auf Steine gesetzt. Sollten die Wände nicht umkippen, mussten sie jetzt mehr und anders gesichert werden.

Ein geschichtlicher Nachweis bilden die römischen Streifenhäuser aus dem 1. Jahrhundert:

Römische Streifenhäuser in Vicus von Comagena, auf Basis des Grabungsbefund Ecke Albrechtsgasse/Donaugasse. (1. Jahrhundert).

Die eigentliche Geschichte beginnt

Hier beginnt die eigentliche Geschichte des Fachwerkhauses: Schräge Streben und Riegel sicherten die Wände und fingen die seitlich wirkenden Kräfte ab.

2013 fand man bei Ausgrabungen in Paderborn verschiedene Hinweise, dass schon im 12. Jahrhundert solche Bauten vorhanden waren. Fundament, Pfosten und einzelne Dekorationen konnten frei gegraben werden. Nähere Infos findest du hier.

Allerdings erst seit dem 15. Jahrhundert setzten die Zimmerleute die Ständer auf durchgehende Schwellen. Unter diese bauten sie ein Fundament gegen die aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit. Nur spärliche Funde belegen das Fachwerkhaus aus dieser Zeit.

Der Übergang von der Pfosten- zur Ständerbauweise: 13. – 14. Jahrhundert

Im Hochmittelalter wurden die tragenden Pfosten des Fachwerkhauses nicht mehr im Erdreich vergraben, sondern auf steinerne Fundamente gesetzt. Damit ließ sich eine längere Lebensdauer der Häuser erreichen.

Aus dieser Zeit stammen die ältesten Fachwerkhäuser:

  • Esslingen 1262 und 1267
  • Bad Wimpfen 1266
  • Göttingen 1276
  • Limburg 1289
  • Amorbach 1290
  • Frankfurt 1291
  • und Eichstädt 1292

Während im Alpenraum die Blockbauweise vorherrschte, wurde das Fachwerkhaus in Mitteldeutschland als sogenannter Geschossbau errichtet, das heißt, sowohl die Eck-, als auch die Bundständer reichen über alle Geschosse hinweg.

Lange und gerade Stämme waren gefragt

Wer ein Haus bauen wollte, das drei oder gar vier Geschosse in die Höhe reichen sollte, brauchte dafür lange und gerade Stämme.

Im 14. Jahrhundert erfanden die Zimmerleute die Stockwerksbauweise als neue Konstruktionsart: Über jedes Stockwerk wird eine Balkenlage (oft auskragend) gelegt und auf dieser das nächste Stockwerk errichtet. Damit konnte das jeweilige Obergeschoss konstruktiv unabhängig vom darunter liegenden Stockwerk gebaut werden.

In Niederdeutschland entstand das Hallenhaus, in Mittel- und Oberdeutschland wurden Konstruktionen mit tragenden Außenwänden und meist zwei ebenfalls tragenden Querwänden gebaut, die zur Aussteifung dienten.

Muster und Inschriften des 15. Jahrhunderts

Immer aufwändiger werden die Konstruktionen gestaltet.

Das gilt besonders für das mitteldeutsche Fachwerk. Hier bilden die Streben und Ständer Figuren wie die „Männer“ und „Wilden Männer“.

Auch die Brüstungsfelder werden zunehmend reicher geschmückt: Hier sind Fünferkreuz, Andreaskreuz, Raute oder reich geschmückte Fußwinkelbänder zu sehen.

Im niederdeutschen Raum wurden aus den Fußwinkelbändern ganze Fußwinkelhölzer zu Fächerrosetten geschnitzt. Auch die geschlossene und mit reichem Schnitzwerk versehene Brüstungsplatte ziert Fachwerkhäuser reicher Bürger in Städten.

Drei Stilgruppen kennzeichnen die Fachwerkhäuser des 15. Jahrhunderts:

  • Niedersächsisches Fachwerk in Norddeutschland
  • Fränkisches Fachwerk in Mitteldeutschland
  • Alemannisches Fachwerk in Süddeutschland

Wer es sich leisten konnte, sein Fachwerkhaus reich zu schmücken, war ein angesehener Mann.

Oft wurden die Schnitzereien farblich hervorgehoben und zierten das Holz von der Schwelle bis zum Dachbalken.

Geschmückt wurde  mit Sonnenrosen und Fächerrosen, Halb- und Vollkreismonden, Sechsstern, Drudenfuß oder Zoiglstern, Lebensbaum, Tauben oder Schlange. Das ist nur eine kleine Auswahl der unzähligen Motive, Figuren und Masken.

Kunst, trotz Kriege und Reformation

Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte das Fachwerkhaus seine technische Vollendung und gleichzeitig auch in der Schnitzkunst der Giebel und Balken seine höchste Blüte.

Im norddeutschen Fachwerk blieb der strenge konstruktive Charakter stärker erhalten als bei süddeutschen Häusern, hier wurden selbst die Wandgefache mit geschnitzten Streben verfüllt.

Besonders die Renaissance wirkte sich mit ihren Ideen auf die Gestaltung aus. An den noch erhaltenen Häusern lässt sich der Wandel des Bewusstseins dieser Zeit in geschnitzten Inschriften auf Brüstungen und Schwellen ablesen.

Im Barock wurde Fachwerk verputzt

In der Zeit des Barock werden zunächst in den Städten und später auch auf dem Land die Fachwerke verputzt. Sie sollen brandsicher werden und den Steinbauten des Adels und der Kirche ähneln.

Reiche Profile und Schnitzereien werden abgebeilt und glatte Balken bekommen Kerben, weil der Putz daran besser hält.

Es gab Städte, in denen die Verputzung des Fachwerkes von der Obrigkeit angeordnet wurde.

Auch der bäuerliche Charakter der Häuser wurde von vielen Menschen als eher ärmlich angesehen – diese Geringschätzung hielt sich bis in das 20. Jahrhundert hinein.

Das Fachwerkhaus in der Industrialisierung (19. Jahrhundert)

Fachwerkhaus-Rathaus-und-Gothisches-Haus-Wernigerode

Fachwerkkonstruktionen aus dem Jahr 1890 in Wernigerode

Als metallische und mineralische Baustoffe leichter hergestellt und transportiert werden konnten, verdrängten diese die bis dahin üblichen Fachwerkhäuser.

Werden noch Fachwerkbauten errichtet, werden die dafür benötigten Hölzer maschinell gesägt und zugeschnitten.

Es gab im sogenannten Historismus noch eine kurze Blüte der Fachwerkbauten. Hierbei wurden jedoch oft nur die Giebel oder oberen Geschosse als dekoratives Fachwerk errichtet. Die Hölzer sind schwächer, wurden nicht mehr gebeilt, sondern gehobelt und gefast.

Aus dieser Zeit stammen viele Fachwerkhäuser, die bis heute teilweise gut und sehr gut erhalten sind.

Die moderne Zeit (20. und 21. Jahrhundert)

Besonders durch die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg gingen zahlreiche Fachwerkbauten verloren. Überhaupt war es um den traditionellen Holzskelettbau zunächst nicht gut bestellt.

Landwirtschaftliche Nutzgebäude wurden bis in die siebziger Jahre des 21. Jahrhunderts hinein abgerissen und durch moderne Industriegebäude ersetzt, später wurden auch die Wohnhäuser abgebrochen.

Manchmal blieb auch deswegen nichts anderes übrig, weil moderne Kunststofffarben und andere Baustoffe für Schimmel und Feuchtigkeit gesorgt hatten.

Liebhaber entdeckten die alten Häuser

Erst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckten Liebhaber die Attraktivität der alten Häuser und begannen, diese behutsam in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Inzwischen gibt es Unternehmen, die wieder traditionelle Holzskelettbauten errichten. Die Natürlichkeit dieser Häuser und ihre klassische Architektur sorgt dafür, dass Fachwerkhäuser bis heute ihre Liebhaber haben.

Moderne Fachwerkbauten

Modernes-Fachwerkhaus-Holzskelettbauweise

Architekten kombinieren alte Fachwerktraditionen mit modernen Wünschen. Es bleibt zwar von den alten Konstruktionen nicht mehr viel übrig, aber es sieht schick aus.

Die Holzskelettbauweise oder Holzständerbauweise spielt besonders bei Niedrigenergie- oder Passivhäusern ihren entscheidenden Vorteil aus: Die Zwischenräume des Fachwerkes werden mit Wärmebund-Dämmsystemen und modernen Isolierfenstern kombiniert.

So entstehen filigran anmutende und lichtdurchflutete Häuser mit einer angenehmen Atmosphäre und hohen Energieeffizienz.

Selbst die Klassiker mit ihren lehmverputzten Wänden oder gemauerten Klinkern können mit neuer Technik und aus innovativen Materialien neu als Fachwerkhaus errichtet werden.

6. Das typische Fachwerkhaus in…

… Baskenland:

Das Baskenland im Südwesten Frankreichs ist von den Pyrenäen und dem Atlantik wie eingerahmt. Hier stehen Fachwerkhäuser mit roten oder grünen Balken und den farbig passenden Fensterläden.

Es waren freistehende Höfe von Bauern. Während das untere Stockwerk aus Bruchsteinen oder Backsteinen errichtet wurde, sind die oberen Stockwerke als Rähmbau ausgebildet.

Selbst bei den Häusern, in denen Holz sämtliche tragenden Strukturen übernimmt, blieben die Balken höchstens an der Hauptfassade sichtbar und wurden entweder dunkelrot oder grün gestrichen.

Die Gefache wurden entweder mit einem Holzgeflecht und Lehm oder mit Bruchsteinen gefüllt. Entweder wurde davor ein Sichtmauerwerk errichtet, oder die Gefache bekamen einen Anstrich aus weißem Kalk.

Lieber Stein als Holz

War es den Besitzern der Höfe möglich, ihre Häuser aus Stein zu errichten, dann wurde das auch so ausgeführt: Mauerwerk war teurer als Holz – und so wurde Fachwerk als ein Zeichen von mangelndem Vermögen gesehen.

Reichte das Geld nicht, um auch das Obergeschoss aus Stein zu errichten, wurde dieses als Fachwerk gebaut. Die auffallend schönen Höfe wurden vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gebaut und boten den Familien in sämtlichen baskischen Regionen mit Atlantikeinfluss ein festes Dach über dem Kopf.

In Städten und einigen Dörfern wurden die baskischen Fachwerkhäuser auch als Reihenhäuser gebaut und sind oft gut erhaltene Schmuckstücke.

… Belgien und Niederlande:

Fachwerkhaus-Belgien-Hasselt-Het-Sweert

Ein Fachwerkhaus in Belgien, Het Sweert in Hasselt

Fachwerkhäuser wurden in Belgien und den Niederlanden nur in einigen Provinzen gebaut.

In den Niederlanden stehen sie vor allen Dingen in der Provinz Limburg und in Belgien in den Provinzen Luxemburg, Limburg und Lüttich, also genau den Provinzen, die am östlichsten gelegen sind und damit von den deutschen Fachwerkhäusern noch beeinflusst wurden.

Einige typische Fachwerkhäuser sind in den beiden Freilichtmuseen Bokrijk und Fourneau Saint Michel aufgebaut. Auch in Lüttich selbst wurden eine große Anzahl dieser historischen Bauten liebevoll und aufwändig restauriert.

Putz von Fassaden entfernt

Dafür wurde der Zementputz wieder von den Fassaden entfernt, so dass die konstruktiven Balken sichtbar werden.

Wer die Fassaden mit den reich geschmückten Fachwerkhäusern der Barockzeit vergleicht, stellt fest, dass diese eher schlicht und konstruktiv gehalten wurden.

Nur selten sind die Holzbalken mit Farbe geschmückt.

Steht ein Fachwerkhaus in den niederländischen oder belgischen Städten, ist oft erst das Obergeschoss als Fachwerk ausgebildet, während das Erdgeschoss aus Sand- oder Blaustein errichtet wurde.

… Brasilien:

Es wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, wenn im Gebiet des brasilianischen Blumenau Fachwerkhäuser unter Palmen stehen.

Diese wurden Deutschen gebaut. In der Zeit zwischen 1820 bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg waren viele Familien nach Südamerika ausgewandert und hatten sich dort niedergelassen.

Besonders im Süden des Landes gibt es eine relativ große Zahl an Fachwerkhäusern, neben dem bereits erwähnten Blumenau auch in Joinville, Pomerode, Curitiba, Ivoti und anderen Orten.

Fachwerk auf brasilianisch

Das brasilianische Wort für Fachwerk lautet „Enxaimel“ und es führt tatsächlich auch eine Fachwerkstraße durch die Gebiete.

Doch nicht alle Fachwerkhäuser, die hier zu sehen sind, sind echt, manche sind einfach auch gut gemachte Kopien.

In diesen übernimmt das Holzskelett keine tragende Funktion mehr, sondern schmückt lediglich das Haus. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden viele der alten und ursprünglichen Häuser abgerissen und durch Repliken ersetzt.

Eine der bekanntesten ist das nachgebildete Rathaus von Michelstadt, hinter dessen Fassade sich ein Kaufhaus befindet.

… Deutschland:

Fachwerkhaus-Deutschland-Schlotheim

Wunderschöne Bauten in Deutschland: hier ein Prachtstück aus Schlotheim

Fachwerkhäuser in Deutschland haben eine lange Tradition, die bis zum fünften bzw. sechsten Jahrhundert u.Z reicht.

Von den damals gebauten kleinen Pfahl- und Pfostenhäusern steht heute leider nichts mehr.

Aber die Bauweise wurde immer weiter verfeinert, bis sie im Lauf des Mittelalters zu mehrgeschossigen Häusern heranwuchsen.

Erst ab dem 12. Jahrhundert wurde das Fachwerkhaus in der bis heute bekannten Technik errichtet. Die hohe Zeit der Fachwerkbaukunst war vom 13. bis 16. Jahrhundert.

Patrizierhäuser reichten bis zu acht Stockwerke hoch

In dieser Zeit wurden die reich mit Schnitzereien verzierten großen Fachwerkhäuser der Patrizier errichtet, die bis zu acht Stockwerke hoch sein konnten. Das war für die Zeit eine enorme Leistung.

Da in den Wäldern genügend Holz wuchs und sich die Gefache oft mit dem Lehm aus der Baugrube füllen ließen, konnten sich viele Handwerker, Kaufleute und andere Menschen ein solches Haus leisten.

Je höher der Stand des Bauherrn war, desto reicher ließ er sein Fachwerkhaus oft schmücken. In der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert wurden die Fachwerkhäuser mit Schnitzereien und Inschriften aufwändig verziert, oft wurden sie gleichzeitig noch bunt bemalt.

Wusstest du schon?
Im Jahr 1990 wurde die Deutsche Fachwerkstraße ins Leben gerufen. Hier kann man sich die verschiedensten Arten der Fachwerkhäuser unter die Lupe nehmen. Das ist nicht nur für Touristen interessant, auch Handwerker und solche die es noch werden sollen, sollten sich damit unbedingt beschäftigen.

Das Bauholz wird teurer

Da ab dem 18. Jahrhundert das Bauholz immer weniger und damit teurer wurde, änderte sich die Bauweise. Mit Beginn der Industrialisierung entstanden dann Häuser aus Stein, Ziegeln und mit wesentlich dünnerem Fachwerk.

Das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1262, die letzten echten Fachwerkbauten wurden um 1900 gebaut. Allerdings werden bis heute tragende Fachwerke bei Neubauten errichtet, vor allem bei Häusern, die in Niedrigenergie- oder Passivbauweise errichtet werden.

Das hat mit der klassischen Kunst der Zimmerleute allerdings nichts mehr zu tun, da diese Hölzer maschinell und passgenau auf computergestützten Maschinen bearbeitet werden.

… England:

Ein Fachwerkhaus in England, das im Mittelalter oder der frühen Neuzeit errichtet wurde, erinnert oft stark an das französische Fachwerkhaus. Mag sein, dass die Eroberung durch die Normannen hierbei eine Rolle gespielt hat.

Dichte aneinander erbaute Ständer ohne Riegel sind einer der Stile, die sowohl in Frankreich als auch in England zu finden sind. Daneben gibt es Fachwerkhäuser mit eng gesetzten diagonalen Streben, aber auch Fachwerkhäuser mit fast quadratischen Gefachen.

Es lassen sich aber auch Verzierungen finden, die an die Fußstreben von deutschen Fachwerkhäusern erinnern.

Im Gegensatz zu den Stilepochen, die sich bei den deutschen Fachwerkhäusern finden lassen, bleibt das englische Fachwerkhaus seinem Stil über die Jahrhunderte hinweg treu.

Manche Innenstädte blieben vom Bombenterror verschont

In den Innenstädten, die von Feuersbrünsten und Bombenterror verschont blieben, lassen sich noch zahlreiche schöne Fachwerkhäuser finden. Das trifft beispielsweise auf das in Nordengland gelegene York zu, aber auch auf Worcestershire, Herefordshire, Shropshire und Cheshire.

Sogar in der City von London hat sich ein Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit erhalten.

In den Regionen Sussex und Kent wurden Hallenhäuser in Fachwerkbauweise errichtet: Die zentrale Halle besaß in ihrem Inneren ein offenes Dachwerk und wurde auf der einen Seite von den Wohnräumen und auf der anderen Seite von Ställen und anderen Nebenräumen flankiert.

… Frankreich:

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Die Altstadt in Troyes, Frankreich

Die Fachwerkhäuser im französischen Elsass sehen dem typisch deutschen Fachwerk sehr ähnlich. Das liegt nicht nur an der räumlichen Nähe der Landschaften, sondern auch daran, dass gerade das Elsass immer wieder mal zu dem einen und mal zu dem anderen Hoheitsgebiet gehörte.

Weiter westlich, beispielsweise in der Champagne oder der Normandie, sind typisch französische Fachwerke zu sehen. Viele wurden aber auch durch die beiden großen Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts unwiederbringlich zerstört.

Zwischen den tragenden und damit dickeren Hauptständern stehen viele weitere dünnere Ständer, oft sind diese Hölzer recht unregelmäßig.

Schnitzereien zur Gestaltung

Das diente ebenso als Mittel zur Gestaltung wie die reichen Schnitzereien, mit denen die französichen Zimmerleute ihre ganze Kunst bewiesen.

Die französischen Fachwerkhäuser lassen sich stilistisch nicht so genau bestimmen, wie das bei den deutschen Fachwerkhäusern der Fall ist, auch wenn gelegentlich Rauten oder Andreaskreuze eingefügt wurden.

Die geschwungenen Blenden der Giebel wurden dagegen später in Deutschland gerne übernommen. Oft sind nur noch in den Dörfern zahlreiche Fachwerkhäuser zu finden, geschlossene Stadtbilder sind dagegen eher selten.

… Griechenland:

In Griechenland gab es natürlicherweise viel weniger Wald – und dementsprechend auch weniger Holz. Daher sind die meisten traditionellen Bauten aus Stein oder Ziegeln errichtet.

Lediglich einzelne Häuser sind im Norden und im Nordwesten des Landes zu finden. So stehen beispielsweise auf der Halbinsel Pilion weiß getünchte Fachwerkhäuser mit grauen Schieferdächern.

Im 18. Jahrhundert wurde damit begonnen, auf der Insel Lefkada Fachwerkhäuser zu errichten, weil diese in der von Erdbeben gefährdeten Region sicherer als Steinhäuser sind.

Einige dieser Gebäude blieben bis in die heutige Zeit erhalten, sind aber ebenso farbig getüncht, wie die anderen mediterranen Häuser dieser Gegend.

Es fehlt an Bauholz

Leider fehlt es in dieser Region, ebenso wie in vielen Teilen Spaniens, Italiens oder der Provence seit der Antike an Bäumen und Bauholz. Deswegen wurden die Häuser erst zu einer Zeit errichtet, in der anderswo die Blütezeit des Fachwerkbaus längst überschritten war.

Trotzdem konnte sich dieser Haustyp in Griechenland nicht durchsetzen, auch wenn das Fachwerkhaus neben der Sicherheit bei Erdbeben auch klimatische Vorteile hat.

Im späten 19. Jahrhundert wurden gelegentlich kleine Fachwerkhäuser im Historismus errichtet, als Garten- und Wächterhäuschen im Umkreis feudaler Villen.

…. Italien:

In fast ganz Italien ist kaum ein Fachwerkhaus zu finden. Am ehesten noch in Südtirol, das durch seine Nähe zu Österreich geprägt ist. Das liegt nicht etwa daran, dass die Italiener nicht mit Holz bauen wollten: Sie konnten es nicht.

Sie bauten ihre Häuser aus Stein, weil seit der Antike in Italien kaum Wald und somit kaum Holz zu finden ist.

… Japan:

Die traditionellen japanischen Häuser sind Fachwerkhäuser, auch wenn sie ursprünglich weiß getüncht wurden und damit wie Steinhäuser aussahen. Doch es wurden auch ganze Burgen in Fachwerkbauweise und mit darunter liegendem Trockenmauerwerk errichtet.

Gekrönt wurde die japanische Ständerbauweise bei den Burgen von aufwändigen Dachbauten. Da die japanischen Inseln sowohl von starken Stürmen als auch von Erdbeben heimgesucht wurden, verbanden die Zimmerleute alle Stockwerke der Burgen mit zwei von oben bis unten durchgehenden Pfeilern.

Auch wenn die Holzkonstruktionen der Burgen, Tempel und Wohnhäuser Erdbeben und Stürmen standhielten, brannten sie oft nieder. Da die Häuser fast vollständig aus Holz bestanden, breitete sich Feuer oft mit rasender Geschwindigkeit aus, ausgelöst von den offenen Kohleöfen, mit denen die Zimmer beheizt wurden.

… Litauen:

Litauen gehört, ebenso wie Estland und Lettland, zum Baltikum, einer Region, die bis heute stark von der Landwirtschaft geprägt ist. Die Bauern nutzten das gut verfügbare Holz als Hauptmaterial für ihre Bauten.

Da schon recht früh in diesen drei Ländern Freilichtmuseen errichtet wurden und in ihnen Beispiele aus dem ganzen Land zu sehen sind, blieben wertvolle Häuser, Mühlen und Kirchen bis heute erhalten.

Die Häuser wurden teilweise ganz aus Holz gebaut und teilweise recht aufwändig verziert und geschmückt.

Gerade in der ländlichen Architektur blieb teilweise sogar die Blockbauweise erhalten, die ihren Ursprung weit vor der Christianisierung dieser Länder hat und sich kaum von außen beeinflussen ließ.

Allerdings gab es in einigen Landesteilen Litauens, vor allen Dingen im ehemaligen Gebiet der Memel, auch echtes Fachwerk.

Da diese Region einst zu Ostpreußen zählte, erinnern diese Fachwerkhäuser an das niedersächsische Fachwerk Norddeutschlands, auch wenn sie eigene Facetten aufweisen.

… Norwegen:

In Norwegen gibt es zwei ganz unterschiedliche Arten von Fachwerkbauten.

Einmal die berühmten Stabkirchen mit ihren senkrechten Masten, auf denen die Last des Daches ruht. Bei diesen Bauwerken sind sämtliche Holzteile vertikal angeordnet, im Gegensatz zu den waagerechten Balken der Blockbauten.

Der andere Baustil sind die sogenannten Holzrahmenwerke, grindverk genannt. Die tragende Funktion übernimmt dabei ein Holzgerüst aus waagerechten und senkrechten Streben, die mit diagonalen Brettern und Streben ausgesteift werden.

Die Archäologen stellten bei Ausgrabungen fest, dass die Grindverk-Konstruktion schon seit mehr als 3.000 Jahren in dieser Region bekannt ist. Die meisten Gebäude, die in dieser Technik errichtet wurden, sind Scheunen und Bootshäuser.

… Polen:

In den Teilen Polens, die einst zu Preußen und damit zu Deutschland gehörten, sind Fachwerkhäuser beliebt und bekannt. Sie wurde pruski mur, preußische Mauer genannt, wenn die Gefache im Fachwerk mit Ziegelsteinen ausgefüllt wurden.

Auch in Schlesien sind reichhaltige Fachwerkbauten bis heute erhalten. Manche von ihnen wurden allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg einfach überputzt. DAmit sollten wohl polnischen Erinnerungen ausgelöscht werden.

Eine echte Besonderheit stellt die protestantische Friedenskirche in Swidnica dar: Nach Abschluss des Westfälischen Friedens durften auch die evangelischen Christen in Polen Kirchen errichten. Doch der Kaiser erlaubte keinen Stein, wie er bei den katholischen Kirchen üblich war.

Nur Holz, Lehm und Stroh waren erlaubt und binnen eines Jahres musste der Bau stehen. Aus 3.000 Bäumen ließen die Protestanten von ihrem Architekten einen Fachwerkbau errichten, der bis heute bewundert werden kann.

… Russland:

Nicht viele hölzerne Bauten überlebten die großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, wenn sie sich in den Gebieten befanden, die oft hart umkämpft wurden.

Auf dem Land herrschten Blockhäuser vor, doch in den Städten, die einst zu Ostpreußen gehörten, standen selbstverständlich auch zahlreiche Fachwerkhäuser. In Kaliningrad und Selenogradsk lassen sich die restlichen Häuser besichtigen.

Die ältesten Fachwerkbauten wurden in der Ausländischen Vorstadt von Moskau und rund um St. Petersburg im 17. Jahrhundert errichtet. Bis in das 19. Jahrhundert wurden adlige Höfe in vielen Teilen Russlands in Fachwerkbauweise errichtet.

Zur Zeit der Sowjetunion ging die Tradition verloren.

… Schweden:

Auch wenn in Schweden meistens Blockhäuser aus Holz errichtet wurden, gibt es eine lange Tradition an Holzrahmenbauten. Als die Dänen in den südlichen Teilen Schwedens herrschten, wurden die meisten Fachwerkhäuser gebaut.

Deswegen sind sie bis heute in den Regionen Skåne, Blekinge und Hallan zu sehen. Auch in Linköping, im Freilichtmuseum Gamla Linköping, können einige Fachwerkhäuser besichtigt werden.

In Storgatan stammen einige Fachwerkhäuser aus der Zeit nach dem großen Brand von 1619, dem große Teile der Stadt zum Opfer fielen.

… Schweiz:

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Die alte Kanzlei in Oberstammheim, Schweiz im Fachwerkhaus-Stil

Das älteste Fachwerkhaus der Schweiz stammt aus dem Jahr 1422. Seit der Römerzeit wurden in der Schweiz Ständerbauwerke unterschiedlicher Konstruktionen errichtet (Bohlenständer, Bundständer, Stabbau und Bundwerk).

Vor rund vierhundert Jahren wurden sie dann von den sogenannten Riegelhäusern, wie in der Schweiz die Fachwerkhäuser bezeichnet werden, abgelöst.

Besonders im nordöstlichen Teil der Schweiz, dem Zürcher Weinland und in Thurgau sind fast alle alten Bauernhäuser aus Fachwerk errichtet. Bei diesen sind in der Regel die Gefache weiß getüncht und die rot bemalten Balken heben sich malerisch davon ab.

Diagonale Balken sorgen für die notwendige Standsicherheit. Im Freilichtmuseum Ballenberg wurden aus der ganzen Schweiz vom Abriss gefährdete Häuser zusammengetragen und wieder aufgebaut.

… Spanien:

Auch Spanien gehört zu den Ländern der Mittelmeerregion, in denen die Wälder schon in der Antike abgeholzt wurden.

Daher ist hier der Fachwerkbau nicht so ausgeprägt, einfach weil Holz Mangelware ist.

Trotzdem sind immer wieder Fachwerkhäuser anzutreffen, schlicht und einfach gehalten und nicht so reich geschmückt wie in Deutschland oder der Schweiz.

… Tschechien:

Böhmen gehörte für lange Zeit zum Heiligen Römischen Reich, später zum Kaisertum Österreich. Der Einfluss auf die Architektur des Landes ist unverkennbar.

Besonders in Böhmen stehen bis heute viele Fachwerkhäuser und erinnern in ihrer Konstruktion an die Häuser, die in den benachbarten Regionen von Deutschland stehen.

Im Landkreis Tirschenreuth und rund um Eger sind die besonders prächtigen Egerländer Fachwerkhäuser zu finden, vermutlich wurden sie von den gleichen Zimmerleuten errichtet.

Zwischen dem Kloster Waldsassen und Eger bestand seit alters her ein reger Grenzverkehr.

… Türkei:

Am Schwarzen Meer liegt die Hafenstadt Safranbolus mit ihrem historischen Stadtzentrum. Die mehr als 1.000 Fachwerkhäuser, die sich bis heute erhalten haben, gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die meisten dieser Häuser stammen aus der osmanischen Zeit und als sie zum Weltkulturerbe gezählt wurden, lohnte es sich für die Besitzer, diese stilgerecht zu sanieren.

Während die Monumentalarchitektur der Osmanen aus Stein und Ziegeln bestanden, wurden für Wohn- und andere informelle Bauten die Materialien verwendet, die es vor Ort gab.

In den Gebieten, in denen es nur wenig Holz gab, wurde das Gerüst der Häuser aus Holz errichtet und die Gefache mit Lehm verputzt.

… USA und Australien:

Australien ist wie die USA ein typisches Land der Einwanderer. Seit dem 17. Jahrhundert wurde Nordamerika besiedelt, ab dem 19. Jahrhundert Australien.

Die Einflüsse der Herkunftsländer sind an den Bauten deutlich ablesbar. Während in Nordamerika die britischen und niederländischen Einflüsse vorherrschten, wurden in Australien auch Fachwerkhäuser deutscher Konstruktionsart von den Einwanderern errichtet.

… Österreich:

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Das Wirtshaus zur Rose in Österreich

Ganz ähnlich wie in Nieder- und Oberbayern, teilweise auch in Schwaben ist das klassische Fachwerk in Österreich recht selten, lediglich im Vorarlberg sind einzelne Häuser zu finden.

Hier herrscht das Bundwerk vor, bei dem die Balken entweder schräg über Kreuz oder in Gitterform miteinander verbunden sind. Dieses wird auf der Innenseite verschalt.

In der Alpenregion mit ihren teilweise harten Wintern und den hohen Schneelasten galt das alemannische Fachwerk als recht instabil.

Die Bauten in dieser Bauweise durften in manchen Regionen ab dem 16. Jahrhundert nicht mehr errichtet werden, sondern waren sogar verboten.

Das lag daran, dass bei dieser Konstruktion das Fachwerk verblattet und nicht verzapft wurde, und das Holz dabei hälftig geschwächt war.

7. Holzschutz

Im letzten Kapitel möchte ich noch kurz auf den Holzschutz im Fachwerkhaus eingehen.

Das ist keine leichte Aufgabe, weil das Holz bzw. ein Teil der Konstruktion ständig der Witterung ausgesetzt ist.

Chemischer Holzschutz

Die meisten Fachwerkhaus-Liebhaber werden so natürlich wie möglich leben wollen. Aus dem Grund empfehle ich das Buch von H. Schulze, „Vorschläge zu Reduzierung des chemischen Holzschutzes in Wohngebäuden„.

Konstruktiv bedingt kann man diese Tipps aber nicht immer umsetzen.

Nach der DIN 68800, sind die Fachwerkhölzer der Gefährdungklasse 3 zuzuordnen. Der Grund liegt an der ständigen Aussetzung der Witterung. Eichenholz bildet hier eine Ausnahme.

Lösemittelhaltiges Holzschutzmittel oder Holzlasuren werden an dieser Stelle recht häufig verwendet. Auch lösemittelfreie Mittel wie zum Beispiel Masid WOOD Blis kann für den Außen- und Innenbereich verwendet werden.

Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Produkte, die auch im Fachwerk genutzt werden können. Allergiker können also durchatmen.

Konstruktiver Holzschutz

Als konstruktiver Holzschutz werden einzelne Bauteile so konstruiert, das Feuchtigkeit schwer oder gar nicht in das Holz dringen kann.

Das ist vor dem chemischen Holzschutz die wichtigste Hanldung die man schon bei der Planung beachten sollte. Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • Holzwahl (z.b. gut gealgertes Eichenholz, feinjähriges Farbkernholz)
  • Sperrbahn zwischen Holz und Stein (z.b. bei der Schwelle)
  • Abgeschrkte Sockel
  • Dachüberstand
  • Tropfnasen
  • Stockwerküberstand

Ein Fachwerkhaus in Bad Salzuflen, Lange Straße: Fachwerkhäuser in der Fußgängerzone mit Dachüberstand und Stockwerküberstände.

Diese Schritte sind vor allem bei Fachwerkhäusern die nicht verschalt werden.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit ein Fachwerkhaus mit einer Außendämmung, Hinterlüftung und einer Schalung zu verkleiden, aber darunter leidet dann die  Ästhetik. Hier muss man abwägen was einem wichtiger ist.

Fazit

Fachwerkhäuser sind sehr beliebt und haben einfach einen genialen Charm. Als Bauherr und Baufirma hat man eine große Verantwortung dieses besondere Geschenk aufrecht zu erhalten.

In diesem Kapitel haben wir 7 wichtige Lektionen kennengelernt, die man als Bauherr und Heimwerker beachten sollte. Das beginnt schon bei der eigentlichen Konstruktion bis hin zum Holzschutz.

Mit diesem Wissen kannst du bei Renovationen wichtige Fehler vermeiden und ein optimales Wohnklima aufbauen.

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Kommentare

Jan Harländer 25. September 2017 um 15:43

Das nenne ich mal eine ausführliche und detaillierte Beschreibung. Ein sehr gelungener Artikel! Wenn jetzt noch die richtigen Fenster zum Fachwerkhaus eingebaut werden, kann ein wunderschönes Bauwerk entstehen, das viele Generationen überlebt.

Antworten

Samuel Schneider 25. September 2017 um 16:14

Freut mich. 😉

Antworten

Chris 17. September 2017 um 23:14

Herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Artikel!

Vielen Dank, Dein Artikel bietet seinen kurzweiligen, gut gegliedeten, mit schönen Beispielen und Bildern unterlegten Einstieg ins Thema! Man gewinnt einfach einen sehr guten Überblick. Freue mich darauf, Deine anderen angebotenen Inhalten ebenfalls durchzustöbern 😉

Antworten

Samuel Schneider 20. September 2017 um 16:57

Hi Chris,

das freut mich. Da steckt auch eine Menge Arbeit drin 😉

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In den Monaten November, Dezember und Januar 2018 bin ich auf einer Schulung. Ich werde nicht so schnell antworten können. Deine Frage/n gehen nicht unter ;-)

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