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Über 34 zimmermannsmäßige Holzverbindungen

Zimmermannsmäßige Holzverbindungen

Zimmermannsmäßige Holzverbindungen

Eine Holzverbindung ist eine feine Sache.

Als Zimmerer nutze ich regelmäßig solche Verbindungen.

Aber wie kann man sich über 34 Verbindungen merken?

Man muss nicht alles wissen, aber man muss wissen wo es steht!

Der vorliegende Beitrag dient dir als Nachschlagewerk.

Hier findest du die wichtigsten Holzverbindungen für Zimmerer und alle, die dieses Handwerk ebenfalls begeistert.

Zimmermannsmäßige Holzverbindungen werden im Abschnitt 15 der DIN 1052 geregelt. Holzverbindungen, die dort nicht aufgelistet werden, werden indirekt durch die DIN 1052 geregelt.

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Längsverbindungen

Längsverbindungen nutzt man, um zwei Bauhölzer der Länge nach zu verbinden. Beispiele sind Schwellen, Pfetten, Balken oder ähnliches.

Die einfachste Längsverbindung ist das gerade Blatt. Da diese Holzverbindung keine Biegung der x-, y- und z-Achse aufnehmen kann, haben sich im Laufe der Zeit weitere Längsverbindungen entwickelt.

Bevor ich auf alle anderen Möglichkeiten eingehe, möchte ich zunächst das gerade Blatt vorstellen.

Gerades Blatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Einfacher Blattstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerades Blatt

Steckbrief: Gerades Blatt

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung, einfache Geometrie
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge (kann sich negativ auf den Holzschutz auswirken)
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch (seitliche Lagesicherung an das Fundament notwendig)
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Ausführung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Einfacher Blattstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerades Blatt

Stehendes Blatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stehendes Blatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stehendes Blatt

Steckbrief: Stehendes Blatt

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung, einfache Geometrie, vertikale Bauteilfuge (besserer Holzschutz)
  • Nachteile: 
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch (seitliche Lagesicherung an das Fundament notwendig)
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Ausführung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stehendes Blatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stehendes Blatt

Zapfenstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenstoß

Steckbrief: Zapfenstoß

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung, einfache Geometrie
  • Nachteile: 
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch (seitliche Lagesicherung an das Fundament notwendig)
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft: nur mit Dübel oder Holznagel möglich
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Aufnahme möglich

Ausführung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenstoß

Zapfenblattstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenblattstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenblattstoß

Steckbrief: Zapfenblattstoß

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung und Lagesicherung
  • Nachteile: teilweise horizontale Baufuge vorhanden, man muss diese Verbindung immer nachbearbeiten
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch (seitliche Lagesicherung an das Fundament notwendig)
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: geringe Aufnahme möglich

Ausführung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenblattstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Zapfenblattstoß

Gerades Hakenblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerades Hakenblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerades Hakenblatt

Steckbrief: Gerades Hakenblatt

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung, statisch solide Stoßverbindung, Übertragung von Zugkräften ohne zusätzliche Stahlteile möglich
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, Herstellung erfordert hohe Präzision, Zugbelastbarkeit gering
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch (seitliche Lagesicherung an das Fundament notwendig)
    • Querkraft: sehr gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse: sehr gering
    • Torsion um die x-Achse:

Ausführung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerades Hakenblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerades Hakenblatt

Schräges Hakenblatt (mit rechtwinkliger Hakenecke)

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Hakenblatt mit rechtwinkliger Hakenecke

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Hakenblatt mit rechtwinkliger Hakenecke

Steckbrief: Schräges Hakenblatt (mit rechtwinkliger Hakenecke)

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: Übertragung von Zugkräften möglich (mit Bolzen), schnelle Lagesicherung
  • Nachteile: Herstellung erfordert hohe Präzision, Scherfuge kürzer als bei geradem Hakenblatt, nur mit zusätzlicher Dübelverbindung möglich
  • Einsatzmöglichkeiten: Pfetten
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft: mittel
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Schräges Hakenblatt (mit lotrechter Hakenecke)

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Hakenblatt mit lotrechter Hakenecke

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Hakenblatt mit lotrechter Hakenecke

Steckbrief: Schräges Hakenblatt (mit lotrechter Hakenecke)

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: Übertragung von Zugkräften möglich (mit Bolzen), schnelle Lagesicherung
  • Nachteile: Herstellung erfordert hohe Präzision, Scherfuge kürzer als bei geradem Hakenblatt, nur mit zusätzlicher Dübelverbindung möglich. Montage wegen drei parallelen Flächen etwas schwieriger.
  • Einsatzmöglichkeiten: Pfetten
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft: mittel
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Schräges Hakenblatt (mit Keilen)

Schräges Hakenblatt mit rechtwinkliger Hakenecke mit Keilen

Zimmermäßige Holzverbindung: Schräges Hakenblatt mit rechtwinkliger Hakenecke und Keilen

Steckbrief: Schräges Hakenblatt (mit Keilen)

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: Übertragung von Zugkräften möglich (mit Bolzen), schnelle Lagesicherung, höhere Toleranz aufgrund der Keile
  • Nachteile: Herstellung erfordert hohe Präzision, Scherfuge kürzer, als bei geradem Hakenblatt, nur mit zusätzlicher Dübelverbindung möglich
  • Einsatzmöglichkeiten: Pfetten
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Gerberstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerberstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerberstoß

Steckbrief: Gerberstoß

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: In Sanierung von alten Pfetten und anderen Trägern einsetzbar, kann große Querkräfte aufnehmen (wenn richtig ausgeführt)
  • Nachteile: Stahlverbindungsmittel notwendig, bei falscher Ausführung entstehen Risse
  • Einsatzmöglichkeiten: Mittel- und Firstpfetten
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: 
    • Querkraft: sehr hoch
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

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Eckverbindungen

Glattes Eckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Glattes Eckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Glattes Eckblatt

Steckbrief: Glattes Eckblatt

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Eckverbindung, einfache Geometrie, schnell ausführbar
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge (schlechter Holzschutz), schlechte Lagesicherung (nur mit zusätzlichen Verbindungsmitteln möglich)
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Verdecktes Eckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Verdecktes Eckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Verdecktes Eckblatt

Steckbrief: Verdecktes Eckblatt

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: höherer Holzschutz weil Hirnholz abgedeckt ist
  • Nachteile: muss nachbearbeitet werden, weil Abbund-Maschinen nicht alles ausarbeiten können
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Gehrungsstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gehrungsstoß

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gehrungsstoß

Steckbrief: Gehrungsstoß

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Eckverbindung, einfache Geometrie
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, Lagesicherung nur mit zusätzlichen Verbidungsmitteln möglich
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen oder Pfetten
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Schwalbenschwanzeckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung Schwalbenschwanz Eckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schwalbenschwanzeckblatt

Steckbrief: Schwalbenschwanzeckblatt

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: gute horizontale Lagesicherung, Passgenauigkeit
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, bei Verdrehung kann die Verbindung leicht brechen
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Verdecktes Schwalbenschwanzeckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung Verdecktes Schwalbenschwanz Eckblatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Verdecktes Schwalbenschwanzeckblatt

Steckbrief: Verdecktes Schwalbenschwanzeckblatt

  • Aufwand: sehr hoch
  • Vorteile: Hirnholzschutz (verbessert den Holzschutz), schnelle horizontale Lagesicherung
  • Nachteile: teilweise horizontale Bauteilfuge, sehr aufwändig und muss nachbearbeitet werden.
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Französisches Blatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung Französisches Blatt

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Französisches Blatt

Steckbrief: Französisches Blatt

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: Lagesicherung wird bei Belastung schnell erreicht, leicht herzustellen
  • Nachteile: maschinelle Herstellung komplexer
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Scherzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung Scherzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Scherzapfen

Steckbrief: Scherzapfen

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Eckverbindung, einfache Geometrie
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: mittel bis hoch
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Aufnahme möglich

Verdeckter Scherzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Verdeckter Scherzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Verdeckter Scherzapfen

Steckbrief: Verdeckter Scherzapfen

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: Hirnholzschutz durch verdecktes Hirnholzende (verbessert den Holzschutz)
  • Nachteile: Aufwand
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Aufnahme möglich

Gehrung mit Schwalbenschwanz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gehrung mit Schwalbenschwanz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gehrung mit Schwalbenschwanz

Steckbrief: Gehrung mit Schwalbenschwanz

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: mit Schablone schnell herzustellen, schnelle und gute Lagesicherung, guter Holzschutz
  • Nachteile: kein Zapfen bei einem aufsteigenden Pfosten möglich, mit der Hand nur sehr mühsam herzustellen
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: gering
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Geringe Aufnahme möglich
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Querverbindungen

Einfacher Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Einfacher Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Einfacher Zapfen

Steckbrief: Einfacher Zapfen

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung, einfache Geometrie, unsichtbare Verbindung
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge (im Zapfenloch kann sich Wasser ansammeln)
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen bzw. Pfetten- und Pfostenverbindungen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: mittel (Querdruckfläche kleiner)
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Einfacher Zapfen mit Holznagel

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Einfacher Zapfen mit Holznagel

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Einfacher Zapfen mit Holznagel

Steckbrief: Einfacher Zapfen mit Holznagel

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Längsverbindung, einfache Geometrie, unsichtbare Verbindung, kann Zugkräfte aufnehmen
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge (im Zapfenloch kann sich Wasser ansammeln)
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen bzw. Pfetten- und Pfostenverbindungen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: mittel (Querdruckfläche kleiner)
    • Querkraft: –
    • Zugkraft: mittel
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Abgesetzter Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Abgesetzter Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Abgesetzter Zapfen

Steckbrief: Abgesetzter Zapfen

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: unsichtbare Verbindung
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge (im Zapfenloch kann sich Wasser ansammeln)
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen bzw. Pfetten- und Pfostenverbindungen, Einsatz hauptsächlich im Fachwerkbau und sichtbaren Bauwerken
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft: gering (jedoch nur mit Holznagel)
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: geringe Aufnahme möglich

Schwalbenschwanzzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schwalbenschwanzzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schwalbenschwanzzapfen

Steckbrief: Schwalbenschwanzzapfen

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: tragende Verbindung möglich, jedoch nur mit Zulassung (AbZ.). Keine Stahlteile nötig, schnelle und passgenaue Lagesicherung
  • Nachteile: nur maschinell herstellbar
  • Einsatzmöglichkeiten: Balkenlagen oder Schwellen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Aufnahme möglich

Gerader Brustzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerader Brustzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Gerader Brustzapfen

Steckbrief: Gerader Brustzapfen

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Lagesicherung, stabiler als einfacher Zapfen
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, Hauptträger wird durch das Zapfenloch geschwächt
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen oder Balkenlagen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Geringe Aufnahme möglich

Schräger Brustzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schräger Brustzapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schräger Brustzapfen

Steckbrief: Schräger Brustzapfen

  • Aufwand: mittel bis hoch
  • Vorteile: schnelle Lagesicherung, stabiler als einfacher Zapfen
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, Hauptträger wird durch das Zapfenloch geschwächt
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen oder Balkenlagen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Schrägverbindungen

Schräger Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schräger Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schräger Zapfen

Steckbrief: Schräger Zapfen

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: unsichtbare Verbindung, schnelle Lagesicherung
  • Nachteile: Schwächung des Trägerbalkens wegen des Zapfenlochs
  • Einsatzmöglichkeiten: Aussteifung und Verbindung zwischen Pfetten und Pfosten
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: Geringe Aufnahme möglich

Stirnversatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stirnversatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stirnversatz

Steckbrief: Stirnversatz

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: einfache Geometrie, hohe Druckspannungsfestigkeit
  • Nachteile: muss mindestens 200 mm Vorholzlänge haben
  • Einsatzmöglichkeiten: Verbindungen an Streben und Kopfbändern
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: hoch
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse: nicht geeignet

Stirnversatz mit Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stirnversatz mit Zapfen

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stirnversatz mit Zapfen

Steckbrief: Stirnversatz mit Zapfen

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: einfache Geometrie, hohe Druckspannungsfestigkeit
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, muss mindestens 200 mm Vorholzlänge haben
  • Einsatzmöglichkeiten: Verbindungen an Streben und Kopfbändern
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: hoch
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Fersenversatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Fersenversatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Fersenversatz

Steckbrief: Fersenversatz

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: hohe Druckspannungsfestigkeit, Vorholzlänge einfacher umzusetzen
  • Nachteile: wegen Rissgefahr darf die Überdeckung der Strebe nicht auf dem Holz aufliegen
  • Einsatzmöglichkeiten:  Verbindungen an Streben und Kopfbändern
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Doppelter Versatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Doppelter Versatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Doppelter Versatz

Steckbrief: Doppelter Versatz

  • Aufwand: hoch
  • Vorteile: hohe Druckspannungsfestigkeit, reduzierte Vorholzlänge
  • Nachteile: sehr aufwändig und hohe Präzision erforderlich
  • Einsatzmöglichkeiten: Verbindungen an Streben und Kopfbänder
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: sehr hoch
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Brustversatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Brustversatz

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Brustversatz

Steckbrief: Brustversatz

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: minimiertes Fugenklaffen
  • Nachteile: keine schöne Ästhetik
  • Einsatzmöglichkeiten: Verbindungen an Streben und Kopfbänder
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: hoch
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Verkämmungen und Überblattungen

Kreuzkamm

Zimmermannsmäßige Holzverbindung Kreuzkamm

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Kreuzkamm

Steckbrief: Kreuzkamm

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Lagesicherung, einfache Geometrie
  • Nachteile: Abbruchgefahr wenn die Balken nicht überstehen, Verbindung muss nachbearbeitet werden
  • Einsatzmöglichkeiten: Carportdächer und andere Balkenlagen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft: mittel
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Stufenkamm

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stufenkamm

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Stufenkamm

Steckbrief: Stufenkamm

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Lagesicherung, einfache Geometrie
  • Nachteile: Ausbruchgefahr am Hirnholzende wegen geometrischer Kurzfaserigkeit
  • Einsatzmöglichkeiten: Carportdächer und andere Balkenlagen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Schwalbenschwanzkamm

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schwalbenschwanzkamm

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Schwalbenschwanzkamm

Steckbrief: Schwalbenschwanzkamm

  • Aufwand: mittel
  • Vorteile: schnelle Lagesicherung, reduzierte Ausbruchgefahr durch kleinen Konuswinkel
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge
  • Einsatzmöglichkeiten: Carportdächer und andere Balkenlagen
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Überblattung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Überblattung

Zimmermannsmäßige Holzverbindung: Überblattung

Steckbrief: Überblattung

  • Aufwand: gering
  • Vorteile: schnelle Lagesicherung, einfache Geometrie
  • Nachteile: horizontale Bauteilfuge, hohe Schwächung der Balken
  • Einsatzmöglichkeiten: Schwellen. Bei dieser Verbindung muss man darauf achten, dass das Holz auf der ganzen Länge aufliegt.
  • Beurteilung der Tragfähigkeit
    • Druckkraft: –
    • Querkraft: –
    • Zugkraft:
    • Biegung um die x-, y-, z-Achse:
    • Torsion um die x-Achse:

Fazit

Solche Verbindungen sind echte Zimmererkunst!

Die jeweiligen Holzverbindungen haben alle ihre Vor- und Nachteile. Je nach Einsatzgebiet macht eine Holzverbindung Sinn oder nicht. Oft kannst du auch zwischen mehreren möglichen Verbindungen wählen.

Welche die passende ist, musst du für dich bestimmen.

Statisch beanspruchte Bauwerke sollten jedoch von einem Fachmann ausgeführt werden und im besten Fall von einem Statiker abgenommen werden.

Diese Liste wird dir dabei helfen, die Verbindungen korrekt auszuführen.

Vermisst du irgendeine Verbindung? Dann hinterlasse doch einen Kommentar, ich freue mich darauf.

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Kommentare

Peter Frostscheid 23. März 2018 um 20:48

Hallo Samuell, tolle Seite, die du uns hier kostenfrei zur Verfügung stellst. Vielen, vielen Dank. Mich interessiert folgende Fragestellung: wie führt man am besten den Übergang einer Hausinnenecke aus (von außen betrachtet), wo Fachwerk auf Ziegelmauerwerk stößt?

Antworten

Samuel Schneider 25. März 2018 um 0:14

Hallo Peter,

hm ich kann mir das leider nicht vorstellen, was du genau meinst. Kannst du mir vielleicht ein Bild schicken? Mail ist im Impressum.

Antworten

Dirk Rensen 6. Januar 2018 um 22:11

Moin Samuel,

ich versuche gerade für meine Zimmererklasse die ersten europäischen Holzverbindungen herauszufinden. Weißt du welche bereits im frühen Mittelalter (ca. 900 n. Chr.) im heutigen Deutschland existierten?

Antworten

Samuel Schneider 11. Februar 2018 um 20:42

Hi Dirk,

in Leibzig wurde eine verkämmte Brunnenfassung gefunden. Experten datieren das auf die Zeit vor Christus. Ob das stimmt kann ich nicht sagen, aber so liest man das in den Fachbüchern. Konntest du noch mehr herausfinden?

Antworten

Mike 27. Dezember 2017 um 20:17

Hallo Samuel
Ich habe ein Fachwerkhaus von 1908…die Innenhofseite ist leider kein Fachwerk verbaut, daher möchte Ich im Frühjahr 2018,meine Hofseite mit Eichenfachwerk bekleiden. Ich habe da auch zwei Aussenecken…. Ich möchte da ein französiches Blatt erstellen …Meine Frage ist jetzt wie oder wo sitzt da der Zapfen von der Randabsteckung (Eckstiel)? Wäre echt toll wenn Sie mir weiter helfen können?! MFG MIKE S

Antworten

Samuel Schneider 11. Februar 2018 um 20:58

Hi Mike,

ich hab das mal gezeichnet. Ich würde einen abgesteckten Zapfen wählen und diesen nicht zu tief ausstemmen. Der Zapfen am Stiel hat die Funktion, dass dieser nicht seitlich verrutschen kann und es ist eine Hilfe beim Aufrichten. Zu tief brauch der Zapfen also nicht sein.

Antworten

Kevin 28. November 2017 um 15:28

Hallo Herr Schneider.
Ich heiße Kevin und bin 17 Jahre alt.
Ich wollte Sie fragen ob Sie mir helfen können?
Ich muss in der Berufsschule eine Übersicht erstellen über Ingenieurtechnische Holzverbindungen. Könnten Sie mir vielleicht helfen?

Antworten

Samuel Schneider 11. Februar 2018 um 20:44

Hi Kevin,

sehr gern, schau mal hier.

Antworten

Verena 18. August 2017 um 7:32

Hallo Samuel,
wir wollen einen Balkon anbauen und sind unsicher, welche Verbindungen wir für die Nebenträger nehmen sollten. Hier sind wir auf die Schwalbenschwanzzapfen gestoßen. Ist dies für eine Balkenlage im Außenbereich geeignet? Direkter Witterung ist die Verbindung nicht ausgesetzt, da der Balkonbelag dicht ausgeführt wird. Wie tief und breit sollten die Zapfen ungefähr sein (8/16 Nebenträger)? Sollte ggf. gegen abheben noch gesichert werden?
Oder sollte man doch lieber auf Balkenträger zurückgreifen. Komplett mit Holz zu arbeiten ist grundsätzlich reizvoller, wir haben aber bisher nur mit „normalen“ Zapfen gearbeitet.
Danke schon mal.

Antworten

Samuel Schneider 18. August 2017 um 16:34

Hi Verena,

Schwalbenschwanzverbindungen sind sehr stabil und bei richtiger Ausführung kann man das sogar für ganze Dachstühle und Balkenlagen nutzen. Statisch ist das also unbedenklich. Informationen für die Ausführung findest du hier. Viel Erfolg bei eurem Projekt!

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Martin 20. Juli 2017 um 8:46

Hallo Samuel,
Erst Mal vilenmDank für die aussagekräftigen Beispiele. Ich habe da allerdings Mal ne ganz andere Frage. Ich habe im vergangenen Jahr eine Naturstamm-Terasse gebaut und habe danke Verbindungen vom Blockhausbau verwendet. Teilweise zumindest. Jetzt bin ich am Dach meines Grill/Pizzaofens und möchte diesen ebenfalls in Naturstamm-Terasse ausführen. Kannst Du mir dafür eine solide einfache Verbindung für die Stützen der Mittelpfetten empfehlen, welche auch die Seitenbetreiber optimal aufnehmen.
Desweiteren würde mich interessieren wasnDu vorschlägst für die Dachsparren Befestigung. Ich muß dazu folgendes erwähnen, ich kann aufgrund des Kamines keine Mittelpfette verbauen.
Über eine Nachricht würde ich mich sehr freuen.
Danke Martin

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Samuel Schneider 24. Juli 2017 um 23:33

Hi Martin,

drei Fragen:

Willst du ein Dach für dein Grill/Pizzaofen oder ein Dachdurchbruch für dein Pizzaofen?
Wenn du keine Mittelpfette hast, wie soll hier eine Verbindung für die Mittelpfette entstehen?
Was meinst du mit „die Seitenbetreiber optimal aufnehmen“?

Ich freu mich wirklich über deinen Kommentar, aber wenn ich dir helfen soll muss das ganze ein wenig klarer sein. 🙂

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Andreas W 9. Juli 2017 um 22:44

Hallo Samuel,
erstmal großes Lob: Geniale Webseite! Zur Frage:
Ich plane im Garten ein kleinen Schuppen mit Satteldach als Gründach, ca 3mx2m und recherchiere wg. der Holzquerschnitte. Ich habe mir auf eurocode-statik-online.de einiges zusammengereimt. Zb einen Querschnitt 9,5×11 für die „Fußpfette“, die auf den Pfosten liegt. Allerdings: An den Ecken müssen zwei Pfetten von einem Pfosten getragen werden. Da ich die Höhe gering halten möchte, würde ich die Pfetten nicht gerne aufeinander legen, sondern mit einem Eckblatt verbinden. Aber: In welchem Umfang leidet darunter die Belastbarkeit der Pfetten? Muss ich die Pfetten dann stärker dimensionieren? Gibt es da einen Faustwert, o.ä.?
Würde mich sehr über eine Antwort freuen!
Herzliche Grüße,
Andreas

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Samuel Schneider 10. Juli 2017 um 22:54

Hallo Andreas,

in der Regel beantwortet das ein Statiker. Dachbrünung kann auch ordentlich Gewicht sein und die 11cm Pfettenhöhe (9,5*11 ist kein übliches Maß. Man nutzt bei KVH immer runde Werte. Z.b. 12*18)scheint mir ein wenig mikrig zu sein. Das würde ich mir gut überlegen. Wenn du dann noch ein Überblattung machen möchtes hast du gerade mal 5,5cm die dein Dachtragen. 🙂 Das solltest du nochmal durchrechnen. Bei deinem Dach würde ich mindestens 8*16 wählen. Minimum. Übrigens: es geht nicht um die breite der Pfette, sondern um die Höhe. Das ist entscheidend.

Und nein es gibt kein Faustwert. Ich hoffe ich konnte dir trotzdem helfen. Wenn nicht: bitte melde dich …

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Georg 18. Juni 2017 um 14:50

dankeschön für die tolle Übersicht.
Aber eine Frage bleibt offen: WIe fixiert man schlussendlich eine Verbindung wie z.B. einen doppelten Versatz, oder einen Fersenversatz? Da muss doch bestimmt irgendwo eine dicke Schraube durch, oder?

In meinem Fall: Ich mache eine Balkenverbindung von 90 mm x 90 mm.
Vor allem:Was in deiner Zeichnung der ca. 45 ° schräglaufende Balken ist, ist bei mir der senkrechte Balken.

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Samuel Schneider 21. Juni 2017 um 19:17

Hi Georg,

jain – Bolzen werden gegen seitliches verrutschen eingesetzt. Bei einem Versatz mit Zapfen ist das nicht nötig. Auf Zug muss es nicht gesichert werden, weil das Bauteil nur auf Druck beanspruchbar ist. Mann kann eine Schraube nutzen um das Bauteil beim Aufrichten zu sichern.

Ist der letzte Satz eine Frage? 🙂

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André 16. Juni 2017 um 18:55

Hat jemand einen Tip wie ich bei einer Pergola die horizontalen Eckbalken 90° und den in ca. 45° horizontal einen Sparren mit ca. 3° Gefälle auf die horizontalen Balken auf eine senkrechte Stütze auflege?

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Samuel Schneider 21. Juni 2017 um 19:21

Hi Andre,

da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich würde die Pfette bei 3° einfach an der Fläche wo die Sparren aufliegen um diese Neigung, abtragen. Das ist sehr wenig und kann je nach Pfette sehr umständlich sein. Die Sparren kann man auch mit einer Kerve versehen, aber das ist extrem aufwendig. Als dritte möglichkeit hättest du den Pfosten. Bei 3° kann man das noch durchgehen lassen, du könntest also den Pfosten nicht mit 90° abschneiden, sondern mit 87°. Bis 70° können zum Beispiel Streben zur vertikale Lastabtragung genutzt werden.

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Jan Raap 15. Mai 2017 um 15:22

Tolle Übersicht!!!

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Samuel Schneider 15. Mai 2017 um 17:57

Hi Jan,

danke. Hier steckt auch viel Arbeit drin. 😉

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