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Was kostet eine Dachgaube? Die 4 wichtigsten Fakten…

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Versteckte Kosten…

Eine wichtige Frage die sich jeder Bauherr im Vorfeld stellen sollte: was kostet eine Gaube?

Schon ein alter Spruch lautet:

Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden?

das ist also nur klug die Kosten genau zu berechnen.

Ein Fehler den sehr viele Bauherren machen: sie informieren sich zu wenig und überlassen viele Entscheidungen den Architekten und Bauunternehmen.

Ich möchte dir bei diesem Fehler helfen und dir einige Hinweise an die Hand geben. Damit sparst du dir nicht nur Geld sondern auch Ärger. Als Beispiel: wie man an Fördergelder ran kommt.

Insgesamt werde ich in diesem Artikel auf 4 wichtige Hinweise eingehen, die man sich im Vorhinein überlegen sollte. Erst wenn man alle Schritte durchgedacht hat, kann man die exakten Kosten einer Gaube berechnen.

1) Dachgauben – Art

Ich habe schon in diesem Artikel die bekanntesten und wichtigsten Dachgauben beschrieben. Ich möchte in diesem Artikel nochmal auf die wichtigsten Unterschiede eingehen. Als Beispiel sollen zwei recht bekannte, aber sehr unterschiedliche Beispiele dienen.

Die Schleppgaube und die Walmgaube.

Die Schleppgaube ist wohl die billigste und einfachste Gaubenart die es gibt.

Eine Schleppgaube

Eine Schleppgaube

Diese Gaube zu konstruieren ist recht einfach und erfordert recht wenig Material- und Zeiteinsatz.

Das sieht man an dieser Zeichnung:

 

Aufbau einer Schleppgaube

Aufbau einer Schleppgaube

Grob gesagt, hat man bei so einem Aufbau zwei Pfosten, eine Pfette, ein Wechsel und ein paar Sparren. Das wars. Der Aufbau und die Montierung der Dämmung, der Ziegel und des Blechs, sind sehr überschaubar.

Natürlich gibt es auch hier große Preisunterschiede. Aber im Vergleich zur folgenden Gaube, sind die Kosten recht niedrig.

Die Walmgaube:

Dachgauben Formen: Walmgaube mit First

Eine Walmgaube mit First

Die Gaubenform hat es in sich.

Warum?

Auf den ersten Blick würde man als Laie keinen großen unterschied erkennen. Aber Unterschiede gibt es.

Als Beispiel dafür: der Gratsparren, die Schifter und die Kehlbohle. Der Gratsparren bildet das Grundgerüst der Gaube:

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Walmgaube im Detail

Legende:

  1. Schifter
  2. Gratsparren
  3. Kehlbohle

Diese drei Bauteile sind für eine Walmgaube notwendig. Ob mit oder ohne First.

Der Punkt ist der: diese drei Bauteile erfordern mehr Zeit und das bedeutet auch mehr kosten. Man hat nicht nur Mehrkosten bei den Hölzern, sondern bei allen nachträglichen Arbeiten auch: das Dämmen, die Unterspannbahn, Lattung und Ziegel. Der Verschnitt ist höher und die Arbeitszeit ist beträchtlich aufwändiger.

Hat man mit dieser Gaube auch einen größeren Vorteil? Zum Beispiel mehr Licht? oder mehr Platz?

Im direkten Vergleich mit einer Schleppgaube: nein.

Schon allein aus diesem Grund muss man sich als Bauherr im klaren sein, welche Gaubenart man haben möchte.

Man könnte das Beispiel noch erweitern und als Beispiel die Fledermausgaube erwähnen. Aber ich denke das sprengt den Rahmen.

Selbst wenn man sich im Klaren ist, welche Gaubenform man haben möchte, kann man noch immer nicht den genauen Preis und die genauen Kosten einer Gaube berechnen.

Dazu muss noch der Punkt der Größe geklärt werden.

2) Dachgauben – Größe

Wie groß soll die Gaube werden?

Wie groß sollen die Fenster werden?

Wie viel Platz hat man auf der Dachfläche?

Das sind wichtige Fragen, die ebenfalls den Preis einer Gaube bestimmen.

Beispiel:

  • Frontfenster: 1,20 m * 2,00 m
  • Gaubenbreite: 2,50 m

…hat einen anderen Preis als eine Gaube mit doppelter Fensterfläche.

Sobald also die Frage der Gaubenform und der Größe festgelegt ist, kann man den Preis schon etwas besser festlegen. Aber es erfordert noch einen weiteren Schritt: die Bautsoffe.

3) Dachgauben – Baustoffe

Mit Baustoffen meine ich im wesentlichen:

  • Fenster
  • Zwischensparrendämmung
  • Aufsparrendämmung
  • Lattung
  • Blech
  • Ziegel

Hier gibt es unzählige Kombinationsmöglichkeiten, die den Preis eine Gaube definieren. Ich hatte mal das Vergnügen eine Gaubenwange mit einer Dreischichtplatte zu verkleiden, die in Essig getränkt wurde. Allein eine Platte hat ca. 200 Euro gekostet.

Das ist vielleicht ein Extrembeispiel, aber es zeigt eins: die Baustoffe entscheiden mitunter den Preis einer Gaube.

Ein anderes Beispiel: welche Blechart möchtest du verwenden? Kupfer oder verzinktes Blech? Je nach Wahl können die Kosten auch hier sehr unterschiedlich ausfallen.

4) Dachgauben – Preise und Kosten

Sobald alle diese drei Punkte klar sind, kann man erst die Kalkulation machen und den richtigen Preis für eine Gaube definieren.

Zur Übersicht habe ich hier eine Tabelle mit allen Kosten die auf einen zukommen:

Position: SchleppgaubeInnenmaßeBaustoffPreis
Herstellungskosten1,30 m * 1,14 mHolz und Blechca. 2.700 €
Einbaukostenca. 3.000 €
Transportkostenca. 600 €
Gesamtkosten – – +/- 6.300 €
Position: SchleppgaubeInnenmaßeBaustoffPreis
Herstellungskosten1,52 m * 4,19 mHolz und Blechca. 6.000 €
Einbaukostenca. 3.000 €
Transportkostenca. 600 €
Gesamtkosten – – +/- 9.600 €

Bei diesem Beispiel sieht man also einen klaren Unterschied. Und das obwohl nur die Dimensionen anders sind.

An dem folgenden Beispiel möchte ich noch eine Walmgaube mit First anführen:

Position: Walmgaube mit FirstInnenmaßeBaustoffPreis
Herstellungskosten1,30 m * 1,14 mHolz und Blechca. 4.700 €
Einbaukostenca. 3.500 €
Transportkostenca. 600 €
Gesamtkosten – – +/- 8.800 €

Obwohl die Maße identisch zur ersten Schleppgaube sind, haben wir schon einen Preisunterschied von mehr als 2.000 €.

Und das nur, weil die Gaube anders aussieht. Natürlich spielt die Ästethik eine wichtige Rolle. Bevor man aber so eine Gaube in Auftrag gibt, sollte man sich über diese Punkte Gedanken machen.

Oft sind es auch gar nicht die großen Dinge die den Preis am Ende ausmachen. Im dritten Punkt hatte ich die Baustoffe erwähnt. Und vor allem in diesem Bereich tummeln sich die Kosten.

Im Großen und Ganzen sollte man sich über folgende Kosten im Klaren sein:

  • Planung und Berechnung durch einen Statiker oder Architekten
  • Transportkosten
  • Kosten für einen Mietkran
  • Kosten für ein Gerüst
  • Dachöffnung durch ein Fachbetrieb
  • Kosten der Dachgaube an sich (Abbund, Baustoffe wie zum Beispiel Fenster)
  • Montage der Dachgaube
  • Anschluss und Montage an das bestehende Dach
  • Dacheindeckung und Dachanschlüsse
  • Kosten für den Innenausbau

Staatliche Zuschüsse

Wenn man die Auflistung so sieht dann bekommt man erstmal einen kleinen Schock. Aber die gute Nachricht ist: wenn man sich an die Verordnungen der EnEV hält, kann man sogar mit günstigen Dahrlehen und Zuschüsse vom Staat freuen.

Auf der offiziellen Website der KfW gibt es eine Auflistung der Zuschüsse, wenn folgende Gegebenheiten erfüllt sind:

Natürliche Personen als Eigentümer, die…

  • … eine(n) Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen
  • … oder eine Eigentumswohnung in Wohneigentümergemeinschaften besitzen.

Und die Zuschüsse lassen sich sehen: bei einer Einzelmaßnahme (also beim Einbau einer Gaube) können bis zu 10% der föderfähigen Kosten beantragt werden.

Wenn man gleich das ganze haus saniert gibt es übrigens noch mehr Fördergelder.

Um diese Förderungen zu erhalten sind 4 Schritte nötig:

  1. Energieeffizienz-Experten einbinden (www.energie-effizienz-experten.de)
  2. Zuschuss beantragen (Das geht über die Website http://www.kfw.de/zuschussportal)
  3. Sanierung bzw. den Einbau durchführen
  4. Zuschuss beantragen

Fazit

Die Kosten einer Gaube zu berechnen ist keine große Sache. Vor allem Fertiggauben lassen sich extrem schnell planen und bauen.

Trotzdem sollte man sich vor dem Bauphase mit den oben genannten Punkten auseinandersetzen um keine Kostenfallen zu vergessen.

Wenn man dann noch die Zuschüssse der KfW in Anspuch nimmt, bekommt man so eine Gaube noch günstiger.

Wichtig ist also: gute Planung und die Kosten genau berechnen.


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