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Schimmel auf Holz – was tun?

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Bild 1

Beim Werken mit Holz wirst du früher oder später leider auch Bekanntschaft mit Schimmel machen.

Schimmelsporen gibt’s überall, im Freien wie in der Wohnung. Allerdings bemerken wir sie meistens nicht. Doch wenn wir sie bemerken, dann haben wir ein Problem.

Wie es dazu kommt, dass ein Holz zu schimmeln beginnt erkläre ich dir im Folgenden. Außerdem zeige ich dir, wie du Schimmel nachhaltig entfernen kannst und wie er sich vorbeugen lässt.

Wie entsteht Schimmel auf Holz?

Schimmelsporen brauchen ein feuchtes Klima um wachsen zu können. Das ist auch der Grund warum in warmen, feuchten Gebieten mehr Schimmel an den Wänden und am Holz zu sehen ist.

Holz enthält Zellulose und Lignin. Diese dienen Schimmelpilzen als Nährstoff und werden von diesen verwertet. Bauholz das zu feucht verbaut wurde oder später dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt ist, erleichtert den Pilzen zusätzlich das Wachstum.

Wenn nun zusätzlich zu diesen Voraussetzungen keine zirkulierende Luft für Austrocknung sorgt, kann sich der Schimmel wunderbar ausbreiten.

Das trifft vor allem bei Fachwerkhäusern auf. Das Problem liegt nicht nur an der Konstruktion, sondern an falsch eingebauten Materialien. Wie man das vermeiden kann, habe ich in meinen 7 Fachwerkhaus-Lektionen näher beschrieben.

Die Schimmelsporen dringen sehr tief in das Holz ein und können irgendwann nur noch schlecht von außen entfernt werden. Das Problem besteht zum Beispiel häufig in Dachstühlen die mit zu feuchtem Holz gebaut werden (Holzfeuchte >20%). Schimmel entsteht aber auch dann nur, wenn diese Feuchte danach nicht entweichen kann. Die heutigen hermetisch abgedichteten Dächer tun dazu den Rest.

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Braunfäule oder Weißfäule?

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Bild 2: Braun- und Weißfäule auf einem Brett

Holzzerstörende Pilze werden nach dem Fäuletyp unterschieden. Als erstes wird unterschieden ob es sich um Braunfäule oder Weißfäule handelt. Deshalb habe ich dir hier einmal beide Fäuletypen kurz beschrieben.

Braunfäule

Braunfäule bewirkt, dass Holz an Festigkeit und Masse verliert. Bei Braunfäule wird die helle und faserige Zellulose abgebaut. Das silber-dunkle und pulverige Lignin

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Bild 3: Ein durch Braunfäule zersetztes Stück Holz

bleibt zurück. Wenn Holz von Braunfäule befallen ist, beginnt es würfelartig zu brechen.

Irgendwann lässt sich das Holz ganz leicht mit der Hand eindrücken. Zur Probe kann das Holz zwischen den Fingern zerrieben werden. Es entsteht ein feines, braunes Pulver. Irgendwann beginnt das Holz sogar von selbst in Würfel zu zerfallen.

Braunfäule breitet sich durch die hohe Sporenproduktion auch sehr schnell aus. Bei manchen Pilzen, wie beispielsweise dem Blättling geht die Braunfäule versteckt vor sich. Das nennt sich Innenfäule. Das Holz beginnt von innen heraus in Würfel zu zerfallen. Das kann sich verheerend auf baustatisch relevante Bauteile auswirken.

Weißfäule

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Bild 4: Weißfäule

Bei der Weißfäule wird das braune Lignin abgebaut. Somit bleibt die faserige Zellulose zurück. Hierbei verliert das Holz nicht ganz soviel an Zusammenhalt. Es gibt keine Rissbildungen quer zur Faser.

Weißfäule ist im Außenbereich genauso oft anzutreffen wie Braunfäule. Im Innenbereich ist diese Art Fäule nicht so verbreitet. Möglich ist auch ein Doppelbefall. Weiß- und Braunfäule können sich nebeneinander ansiedeln wie auf Bild 1 zu sehen ist.

Schimmel ist auch nicht gleich Schimmel. Schimmel entsteht durch Pilzbefall. Jeder Pilz besteht aus Hyphen. Alle Hyphen zusammengenommen ergeben ein Myzel – den kompletten Pilz. Hier die wichtigsten Arten von Schimmelbefall bei Holz:

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Bild 5

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Echter Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm ist ein holzzerstörender Pilz und unter den Schimmelarten wohl das schlimmste was dir passieren kann. Auch in Deutschland ist dieser Schimmelpilz anzutreffen und ist verantwortlich für ca. 32 % aller pilzbedingten Hausschäden..

Dieser Pilz befällt meistens verbautes Holz und liebt wie alle Pilze warmes und feuchtes Klima. Am besten gedeiht er bei Temperaturen von 18 bis 22 °C. Ab 26 °C stellt er allerdings sein Wachtum ein. Bei einer großen Ausbreitung sind am Pilz oft Tropfen sichtbar. Das ist überschüssige Flüssigkeit die abgesondert wird und nennt sich Guttationströpfchen.

Wusstest du schon?
Solltest du den Echten Haussschwamm bei dir zu Hause entdecken, musst du dies sogar beim Bauamt melden.

Dieser Schimmelpilz ernährt sich von Cellulose und gehört deshalb zu den Braunfäulepilzen.

Das größte Problem bei dem echten Hausschwamm ist, dass er auch auf anorganische Materialien überwachsen kann. So ist es möglich, dass auch der Putz oder gar das Mauerwerk angegriffen wird. Daher auch die Bezeichnung „Mauerschwamm“.

Gerbsäure wirkt im Holz als natürlicher Fungizid. Deshalb werden Hölzer die viel Gerbsäure enthalten, wie beispielsweise Eiche, selten davon befallen.

Der Echte Hausschwamm ist zwar ein Oberflächenpilz, kann aber trotzdem jahrzehntelang unbemerkt in Hohlräumen wachsen. So kann er sich leicht ausbreiten und großen Schaden anrichten. Das versteckte Wachstum dieser Pilzart ist sehr gefährlich. Umbemerkt können tragende Balken in Häusern befallen werden und langsam brüchig werden.

Den echten Hausschwamm bekämpfen

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Bild 6: fortgeschrittener echter Hausschwamm

Erkennen kannst du diesen Pilz an den oben erwähnten Merkmalen. Der echte Hausschwamm gilt nach dem BGB als schwerer Baumangel. In einigen Bundesländern ist diese Art von Pilzbefall meldepflichtig und muss von einem Sachkundigen begutachtet werden. Wenn der Pilz festgestellt wird, muss auch die Entfernung durch Fachunternehmen durchgeführt werden.

Wie du also siehst ist mit diesem Pilz nicht zu spaßen. Die Bekämpfung ist auch dementsprechend schwierig. Der echte Hausschwamm kann auch relativ trockenes Holz befallen und sich durch das Mauerwerk ziehen. Die Ideen wie man dagegen vorgehen sollte gehen auch weit auseinander. Beispielweise ist noch immer nicht geklärt ob Luftzug das Wachstum überhaupt unterbricht.

Um für eine sichere Entfernung des Pilzes zu sogen solltest du folgende Punkte abarbeiten:

  1. Eine molekularbiologische Untersuchung durchführen lassen solltest du, wenn du dir nicht sicher bist. Wenn nicht sicher ist welcher Pilzbefall vorliegt, muss so vorgegangen werden als wäre es ein echter Hausschwamm.
  2. Die folgende Behandlung ist Trocknung und Pilzbehandlung. Kleine Pilzreste können aber auch noch nach dieser Behandlung im Holz schlummern und warten Jahrzehntelang nur auf die nächste Feuchtigkeit. Deshalb ist die Sanierung solch eines Gebäudes sehr umfangreich.
  3. Befallene Hölzer müssen auf einen Abstand von einem Meter komplett entfernt werden (Bei Schüttungen sogar 1,5m). Ist der Pilz schon weit fortgeschritten, muss die komplette Konstruktion ausgetauscht werden.
  4. Um auch im restlichen Mauerwerk sicher zu gehen dass keine Mycelreste mehr übrig sind, ist es sinnvoll das Mauerwerk abzuflammen. Natürlich ist es auch wichtig die Feuchtigkeitsquelle zu finden und aus dem Weg zu schaffen. Ohne Feuchtigkeit ist der Hausschwamm auf jeden Fall vorübergehend inaktiv. Das ändert sich mit der geringsten Feuchtigkeit allerdings schlagartig.
  5. Nach der Sanierung ist das nächste Problem die Entsorgung der Schutts. Da der Pilz leicht auf andere Gebäude verschleppt werden kann ist höchste Vorsicht geboten.
  6. Der ganze Arbeitsbereich muss danach gut durchgetrocknet werden und danach mit einem Schwammsperrmittel gestrichen werden. Auch neu verbautes Holz sollte gleich imprägniert werden.
  7. Alternativ oder auch nur unterstützend zu diesen Maßnahmen kann auch das Heißluftverfahren genutzt werden. Der Pilz stirbt bei über 50°C ab und kann so auch eingedämmt werden. Das ist allerdings nur bei dünnerem Mauerwerk und kleineren Räumen möglich, so dass die nötige Temperatur erreicht werden kann.

Brauner Kellerschwamm

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Bild 7

Ein typischer Pilz, wie er bei zu feucht verbautem Holz in Neubauten anzutreffen ist. Er wächst sehr schnell, ist aber nicht so zerstörerisch wie der Hausschwamm.

Grund für den braunen Kellerschwamm sind häufig bauphysikalische Probleme. Oft vorzufinden ist dieser Pilz wenn Holz mit feuchtem Mauerwerk oder direkt mit der Erde in Kontakt kommt. Auch bei undichten Leitungen oder Dächern sowie bei Kontakt mit Tauwasser kann dieser Pilz gedeihen.

Aber auch der Kellerschwamm zersetzt das Holz. Er ist zusammen mit dem echten Hausschwamm der häufigste Pilz in unseren Breitengraden. Obwohl er Kellerschwamm heißt, kann er sich überall ansiedeln wo er gute Wachstumsbedingungen vorfindet.

Gute Wachstumsbedingungen sind auch beim Kellerschwamm Holz mit genug Feuchtigkeit (Ca. 50-60%). Die optimale Temperatur für das Wachstum ist 23°. Allerdings gibt sich dieser Pilz auch schon mit 3°C – 38°C zufrieden.

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Bild 8

Dieser Pilz bildet zuerst relativ flache Fruchtkörper. Zuerst sind sie weiß, dann werden sie braun. Der Rand bleibt allerdings immer heller. Typisch sind Erhebungen auf der Oberfläche. Sie sehen aus wie Warzen. Er verursacht im Holz auch Braunfäule und wird somit brüchig.

Den braunen Kellerschwamm bekämpfen

Da sich der Pilz vor allem in Feuchtigkeit wohl fühlt (Nassfäulepilz) ist es immer wichtig Holz trocken zu halten. Die Bekämpfung richtet sich nach der DIN 68800 Teil 4. Alle befallenen Teile müssen komplett entfernt werden mit 30 cm Rückschnitt über die betroffenen Stellen. Die verbleibenden Teile müssen unter Umständen mit chemischen Mitteln vor weiterem Befall geschützt werden. Eine Möglichkeit dafür ist die Bohrlochtränkung.

Danach muss das Holz auf Dauer trocken gehalten werden. Wenn die Holzfeuchte für lange Zeit unterhalb des Fasersättigungsbereiches liegt, ist ein Pilzbefall relativ unwahrscheinlich.

Blättling

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Bild 8: Zaunblättling an einem Holzzaun

Der Blättling ist bei weitem nicht so verbreitet wie der Hausschwamm un der Kellerschwamm. Er befällt auch nur hauptsächlich Nadelhölzer. Meist wächst er lange unbemerkt unter der Oberfläche. Finden kannst du ihn öfter an alten Holzfenstern, da diese damals aus Nadelholz gefertigt wurden.

Erkennen kannst du den Blättling an seiner fächerförmigen Form. Der Fruchtkörper steht vom befallenen Holz ab und fühlt sich ledrig bis holzig an. Die Oberfläche ist uneben wellig, kann aber auch glatt sein. Die Farbe reicht von ocker bis braun-orange.

Es gibt unterschiedliche Arten von Blättlingen. Ich gehe hier einmal auf die drei häufigsten ein:

  • Balken Blättling
  • Zaun Blättling
  • Tannen Blättling

Balken-Blättling

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Bild 10: Balken-Blättling

Der Balken Blättling verursacht starke Braunfäule. Diese Art Pilz gedeiht an bereits gefälltem und entrindetem Holz. Interessant bei dieser Art ist, dass der Pilz besonders an Stämmen gedeiht die in der prallen Sonne liegen und gut belüftet sind. Bei bereits verarbeitetem Holz ist der Balken Blättling an längere Zeit liegendem Holz zu finden und kann lange Trockenzeiten gut überstehen.

Das ist auch der Grund warum der Pilz gerade in den mediterranen bis gemäßigtem Klimazonen vorkommt. In Deutschland ist er ebenfalls zu finden. Er befällt besonders Fichten-, Tannen- und Kiefernholz. Aber auch Laubholz wie auch einge Tropenhölzer sind vor ihm nicht sicher.

Der Balken-Blättling lässt sich leicht vom Zaun- und Tannen-Blättling unterscheiden, da er der einzige Blättling ohne lamellige Unterseite ist.

Wusstest du schon?
Ein Extrakt das aus dem Balken-Blättling gewonnen wird hat sich bei einem Experiment als antibakteriell wirksam herausgestellt.

Zaun-Blättling

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Bild 11: Zaunblaettling

Die Unterseite des Zaun-Blättlings hat meist viele kleine Lamellen die teilweise durch Querlamellen verbunden sind. Die Fruchtkörper können ganz unterschiedlich aussehen. Sie können konsolenartig, fächer- oder muschelförmig wachsen. Farblich sind sie wie alle Blättlinge rot-bäunlich. Junge Blättlinge sind meist etwas heller.

Unterscheiden kannst du den Zaun-Blättling von den anderen Blättlingen durch mehr Lamellen pro Zentimeter am Hutrand. Beim Zaun-Blättling sind es 15-20 pro Zentimeter. Beim Tannenblättling sind es beispielsweise nur ca. 8-13.

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Bild 12: Zaunblaettling an einem Spielzeug

Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzarten wächst auch der Zaunblättling besonders gut an trockenen und sonnigen Stellen. Besonders gerne gedeiht er auf Fichtenholz. Das Myzel wächst allerdings unter der Oberfläche des Holzes, in den feuchteren Bereichen. Dadurch werden erst sehr spät Fruchtkörper ausgebildet. Das ist auch der Grund warum diese Art Pilz oft erst sehr spät erkannt und behandelt wird.

Auch Bauholz wird angegriffen, daher der Name Zaun-Blättling. Er befällt Zäune, Geländer und andere aus Nadelholz hergestellt Bauten. In Deutschland ist dieser Pilz weit verbreitet. Auch auf dem afrikanischen und amerikanischen Kontinent ist er auch zu finden.

Wusstest du schon?
Bild 12 zeigt ein vom Zaun-Blättling befallenes Spielzeug auf einem Spielplatz. Wenn solche Fruchtkörper schon an der Außenseite des Holzes zu sehen sind, ist der Blättling bereits gut genährt und hat den kompletten Kern zersetzt. Wenn solche Fruchtkörper deshalb an den Balken von Schaukeln, Stohmmasten oder anderen tragenden Hölzern zu finden sind, ist höchste Vorsicht geboten.

Tannen-Blättling

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Bild 13: Tannenblaettling

Der letzte aus der Familie der Blättlinge ist der Tannen-Blättling. Er ist der häufigste der Blättlinge und auf der ganzen Welt anzutreffen. Zu unterscheiden ist er vom Zaun-Blättling durch die weiter auseinanderstehenden Lamellen. Obwohl er Tannen-Blättling heißt, bewohnt er hauptsächlich Fichten, teilweise aber auch andere Nadelhölzer. Sehr selten ist er an Laubhölzern zu finden.

Den Blättling bekämpfen

Der Blättling lässt sich gut vorbeugen indem genug Holzschutzmittel aufgetragen wird. Das ist besonders wichtig bei tragenden Hölzern. So kann keine Feuchtigkeit eindringen. Oft beginnt der Pilz zu wachsen wenn sich in Rissen Staunässe bildet.

Ist ein Bauteil einmal vom Blättling befallen, ist meist ein Austausch desselben nötig. Da wie oben beschrieben ein austretender Fruchtkörper schon das Zeichen eines kompletten Zersetzens ist, sollte schnell gehandelt werden. In Gebäuden geht der Pilz meist nicht auf andere Bauteile über, da nicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist.

Leichten Schimmel auf Holz entfernen

Du hast auf einem deiner Hölzer die du verarbeiten möchtest oder auf einem Möbelstück Schimmelbefall festgestellt? Dann musst du zuerst einmal feststellen um welche Art Pilzbefall es sich handelt. Handelt es sich um Schimmel im Anfangsstadium habe ich hier ein paar Tipps für dich:

Vorbereitung:

  • Das wichtigste ist: handle schnell! Denn der Pilz arbeitet sich unter Umständen schnell durch dein Holz. Das ist nicht nur schädlich für das Werkstück, sondern auch für die Gesundheit.
  • Ebenfalls sehr wichtig für deine Gesundheit ist das Entfernen des Schimmels in einer gut belüfteten Umgebung. Wenn möglich gehe damit nach draußen. Ist das nicht möglich, öffne alle Fenster damit für ausreichende Belüftung gesorgt ist. Damit sich die Sporen nicht weiter ausbreiten können solltest du auch einen Luftreiniger einschalten. So kannst du sicher sein, dass deine Raumluft danach ohne Schimmelsporen ist.

Behandlung:

Jetzt kannst du den Schimmel mit einem Schimmel-Reiniger entfernen. Wichtig dabei ist:

  • Beginne an einer unauffälligen Stelle des Holzes. So kannst du unbemerkt herausfinden wie das Holz auf die Behandlung reagiert.
  • Arbeite mit einem sauberen Lappen, der nur leicht feucht ist. Zu viel Feuchtigkeit kann den Pilz unterstützen. Spüle den Lappen außerdem oft aus.
  • Beginne mit dem mildesten Reiniger und steigere die Mittel langsam. Jedes Holz und jede Lackierung reagiert anders auf die aggressiven Reinigungsmittel.
  • Probiere zuerst einen milden Hausreiniger in einem Eimer warmen Wassers.
  • Sollte nicht alles verschwunden sein, kannst du auch einen Lappen in Alkohol tränken und es damit versuchen.
  • Zusätzlich kannst du auch antibakterielle Reinigungstücher oder Holzreiniger nutzen.

Bei schon etwas tiefer liegendem Schimmel musst du radikaler vorgehen:

  • Nutze Sandpapier um die Oberfläche des Holzes abzuschmirgeln. Dabei sollten alle Verfärbungen verschwinden. Nutze nur feines Schleifpapier. Nur wenn wirklich nötig solltest du zu gröberem greifen.
  • Sind alle Schimmelstellen beseitigt, trage wieder eine Schicht Wachs oder Holzlack auf. So ist das Holz vor weiterem Befall geschützt.
  • Ist der Befall so stark, dass er sich mit allen diesen Tipps nicht entfernen lässt solltest du das Holz bzw. das Möbelstück verbrennen.

Fazit

Schimmel gehört leider zur Holzbearbeitung dazu. Aber mit einigen Tricks ist es möglich vorzubeugen wie auch schon befallene Stücke zu reinigen. Mir Pilzbefall ist nicht zu spaßen. Es ist gesundheitsschädlich die Sporen einzuatmen. Außerdem können verschiedene Pilzarten das Holz zersetzen und so bei tragenden Balken zu einer tickenden Zeitbombe werden. Fachgerechte Oberflächenbehandlung und Lagerung können dem aber vorbeugen.



Kommentare

Sandra Kaiser 8. November 2017 um 9:43

Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Wenn Schimmel auf den Wänden ist, kann man ihn ganz gut mit Chlor entfernen. Als späterer Anstrich eignet sich eine fungizide Farbe, damit der Schimmel nicht wieder zurück kommt.

Antworten

Samuel Schneider 8. November 2017 um 11:16

Hi Sandra,

danke für deinen Kommentar, nur das nächste mal auf die URL achten 😉

Antworten

Mareike Jautschus 22. August 2017 um 13:23

Hallo Samuel,

ich habe gestern auf der Außenseite meines Kleiderschankes weißen Schimmel entdeckt.
Den Schrank hat mein Opa vor ca 40-50 Jahren selber geschreinert. Jetzt steht er bei mir in meinem Zimmer im Erdgeschoss auf Fliesen Boden.

Gibt es eine Möglichkeit, dass ich dir Bilder schicken kann, ich weiß nicht welcher Schimmel Pilz es ist und wie ich nun am besten vorgehe..

Liebe Grüße,
Mareike

Antworten

Samuel Schneider 22. August 2017 um 18:00

Hallo Mareike,

gerne: samuel@baubeaver.de

Ich freue mich!

Antworten

Elisabeth Beyer-thym 1. Juli 2017 um 10:08

Hallo, bei unserem neu gekauften holz für ein kinder Gartenhaus sind nach einer Woche Lagerung im geschlossenen Auto zahlreiche Holzbretter angeschimmelt , es ist heller weißlicher belag , der sich mit Wasser gut entfernen lässt. kann ich die Bretter noch verwenden?Danke! lg Elisabeth

Antworten

Samuel Schneider 3. Juli 2017 um 15:39

Hallo Elisabeth,

ich bin kein Arzt – von dem her müsst ihr die Entscheidung selbst tragen. In der Regel sagt man: wenn Schimmel auf der Oberfläche austritt, dann sind die Sporen schon im Innern des Holzes. Wie gefährlich euer Schimmel ist, kann ich aus der Ferne nicht sagen.

Antworten

Julia Sarah Erb 13. März 2017 um 0:07

Hallo Samuel
Ich wette, dass sich brauner Schimmel bei mir verbreitet. 2x habe ich schon eine Firma bestellt- da aber seit 2016 der Test kostenpflichtig ist in der Schweiz meinen die ich übertreibe. Ich möchte dir gerne mal Fotos senden.
ich wohne in diesem Haus seit 2 1/2 Jahren und lese fast alles was Hausschimmel betrifft. Auf meinen Entschluss bestehe ich nicht unbedingt wegen den Schimmelflecken – sondern gesundheitliche Probleme. Und das wurde zur langen Liste. Hier auszuziehen ist momentan nicht möglich. Mein Eindruck ist auch das die Schweiz nicht genug Wissen darüber trägt. Ich könnte ein Buch schreiben
Was kann ich tun?

Antworten

Samuel 14. März 2017 um 11:25

Hallo Julia,
du kannst uns gerne Fotos zusenden. Allerdings können wir natürlich keine „Ferndiagnose“ machen.
Generell ist es der Gesundheit nicht förderlich, wenn irgendeine Form von Schimmel im Haus vorhanden ist. Die Sporen können sich leicht in der Lunge ansiedeln.
Wir raten dir auf jeden Fall noch einmal zu einem offiziellen Test. Das Geld das du dafür ausgibst ist es auf jeden Fall wert. Denn die Kosten und Probleme die du im nachhinein bei Lungenproblemen hast, sind bestimmt nicht viel geringer.
Vielleicht ist es dir auch möglich die befallenen Stellen im Haus herauszuschlagen und neu zu verputzen.
Wir hoffen auf jeden Fall du findest eine Lösung für dein Problem!
Gruß

Antworten

Lukas 13. Oktober 2016 um 17:33

Ich wusste nicht das der Kellerschwam schon bei einer Temperatur von 3°C wachsen kann. Interessant! Danke für den Hinweis!

Antworten

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