Skip to main content

Holz richtig lagern und trocknen – meine Tipps

werkbank-infos-holz-trocknen-lagern-pflegen-ordnung

Bild 1: So bitte nicht!

Holz darf bei der Verarbeitung eine bestimmte Holzfeuchte nicht überschreiten. Kaufst du dein Holz im Baumarkt ist das natürlich bereits trocken. Wenn du aber dein Holz selbst geschlagen hast oder frisch gekauft hast, musst du wissen wie lagern.

Und weißt du eigentlich warum man Bäume möglichst im Winter fällt?

 

Hinweis 1: Natürliche Trocknung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Holz zu trocknen. Hauptsächlich unterschieden wird zwischen natürlicher und technischer (oder künstlicher) Trocknung.

Schon beim Fällen kannst du dir die Trocknung erleichtern indem du im Winter fällst. Im Winter zieht der Baum das Wasser aus den höheren Zweigen und Stämmen nämlich zurück. Somit ist weniger Feuchtigkeit im Baum. Das ist übrigens auch den Grund warum die Blätter im Herbst zu Boden fallen: Sie werden nicht mehr ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Freilufttrocknung (Wald/Lagerplatz/Schuppen)

Die natürlich Freilufttrocknung hat einige Vorteile:

  • Die Trocknung unter freiem Himmel ist natürlich kosten- und energiesparend.
  • Das Holz trocknet von allein, durch die Luft, es sind also auch keine teuren Trockenanlagen nötig.
  • Die langsame Trocknung ist schonend für das Holz.

Zu bedenken sind aber auch die vielen Nachteile:

  • Diese Art der Trocknung dauert Monate bis Jahre.
  • Die Trocknung an der Luft ist nur bis zu der allgemeinen Luftfeuchte möglich (15-20%). Somit kann dieses Holz nur für bestimmte Außenarbeiten genutzt werden. Für Innenarbeiten muss das Holz trockener sein.
  • Außerdem ist das Holz in dieser ganzen Zeit der Witterung und auch eventuellem Tierbefall ausgesetzt.
  • Die lange Lagerung kann zu Schäden am Holz führen, wie zum Beispiel Rissen oder Verfärbungen.
  • Die Feuergefahr ist in solch einer Lagerstätte sehr hoch. Damit ist das Kapital ständig in Gefahr.
  • Bei Holz mit langen Lagerzeiten ist Kapital sehr lange gebunden.
  • Die Lagerfläche ist enorm.
werkbank-infos-holz-trocknen-lagern-pflegen-richtig

Bild 2: Überdachte Freilufttrocknung

Freilufttrocknug – aber richtig!

Trotz der vielen Nachteile haben viele keine andere Möglichkeit als ihr Holz an der freien Luft zu trocknen. Es ist auch gar nicht möglich alles Holz technisch zu trocknen. Wichtig ist deshalb das Holz während der Trocknung richtig zu lagern.

  • Es sollte auf jeden Fall frei und luftig stehen.
  • Achte auf feuerpolizeilliche Vorschriften. (Feuerlöscher in der Nähe u.s.w)
  • Der Untergrund sollte ein leichtes Gefälle  (2-3,3 cm/m) oder eine Entwässerung haben, damit kein Wasser stehen bleibt.
  • Nicht im Gras abstellen. Am besten auf betonierten Untergrund oder auf Schotter lagern.
  • Staple dein Holz richtig. Wie du das am besten machst erkläre ich dir im Folgenden.

Der richtige Unterbau

Der Stapelunterbau ist für die richtige Trocknung sehr wichtig. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Lege dein Trockenholz immer auf Sockel. Diese sollten wenn möglich aus Beton oder Mauerwerk sein.
  • Zwischen dem Holz und dem Sockel sollte eine Feuchtigkeitsbremse eingebaut sein. Dazu kannst du entweder Folie oder Bitumenpappe nehmen. So kann die Feuchtigkeit vom Boden nicht in das trocknender Holz ziehen.
  • Halte auch genug Abstand zum Boden, 40-60cm. So kann die Luft gut zirkulieren.
  • Der Unterbau muss kippfest sein.
  • Halte den passenden Abstand für die Betonfüße ein. Dieser variiert je nach Holzdicke. Er liegt zwischen 60 cm und 150 cm. Bei dünnen Brettern müssen die Betonfüße dichter aneinander stehen als bei stabilen Kanthölzern. So vermeidest du, dass sich das Holz während dem trocknen durchbiegt. Zusätzlich muss die Tragfähigkeit das Bodens berücksichtigt werden.
Wusstest du schon?
Bei Buchenholz müssen die Sockel relativ nah aneinander stehen. Buche neigt dazu sich beim Trocknen zu verziehen.

 

Holz lagern will gelernt sein

Bild 3: Holz richtig lagern will gelernt sein

Richtig stapeln

Normale besäumte Bretter und Bohlen stapelst du als Kastenstapel. Blockstapel brauchst du nur für unbesäumtes, hochwertiges einheimisches Laubschnittholz oder für nicht einheimisches Schnittholz anlegen. Dabei wird das unbesäumte Holz in Stammlage aufeinander geschichtet.

Wusstest du schon?
Unbesäumtes Holz ist Holz von dem die Rinde noch nicht entfernt wurde, es hat noch die Baumkante. Von besäumten Brettern wurde Borke, Bast und Kambium entfernt. Bei einigen Holzarten wie beispielsweise der Eiche muss auch das Splintholz entfernt werden, weil dieses viel weicher und nicht witterungsbeständig ist. Besäumtes Holz sind beispielsweise Balken, Bretter, Bohlen, Kanthölzer oder Latten

Tipps zum stapeln von Holz:

  • Stelle deinen Stapel möglicht quer zur Windrichtung
  • Ein Kastenstapel sollte maximal 4m, ein Blockstapel maximal 3m hoch sein.
  • Die Hirnholzflächen der Hölzer solltest du möglichst gegen die Witterung schützen, damit sie nicht einreisen. Das kannst du zum Beispiel durch einen Metallbänder oder einen Schutzanstrich.
  • Wenn möglich solltest du den kompletten Stapel überdachen oder zumindest den obersten Stapel abdecken. Direkte Sonne und Regen lassen das Holz ziemlich leiden.
  • Empfindliche Hölzer solltest du wenn möglich nicht im Freien, sondern in einem Schuppen trocknen. Dazu gehören Eiche, Esche, Ahorn, Kiefer, Rotbuche und Linde.
  • Der seitliche Abstand der Bretter zueinander solltet 3-5 cm betragen. Sie sollten sich niemals berühren, da sie sonst nicht komplett mit Luft umspült werden können. Sind alle Bretter gleich breit reichen auch 2 cm. Dann sollte jedoch ein Luftschacht angelegt werden.
  • Bei unterschiedlich langen Brettern werden unten die langen und oben die kurzen Bretter gestapelt.
  • Bemerkst du, dass ein Stapel durch einen einseitigen Trocknungsprozess an Standfestigkeit verloren hat, solltest du ihn sofort umsetzen.

Ein Wort zu den Stapelleisten:

Die Stapelleisten, also die Hölzer die man zum trennen der Brettschichten nutzt, sind sehr wichtig. Allerdings können sie bei falscher Nutzung auch großen Schaden anrichten.

Zuerst einmal sollten sie leicht über die Bretter überstehen. So schützt du dein Holz vor Verformung an den Brettenden.

Durch die unterschiedlichen Öle und andere Inhaltsstoffe in Hölzern können Stapelleisten die Bretter verfärben. Diese Verfärbungen ziehen sich oft bis tief ins Holz. Deshalb sollten sie aus dem selben Holz sein wie die zu trocknenden Bretter. Fichtenleisten vertragen sich gut mit den meisten Hölzern. Möglich sind alternativ auch Stapelleisten aus Kunststoff.

Alle Stapelleisten müssen außerdem exakt übereinander liegen, sonst leiden die unteren Bretter an dem Ungleichgewicht und verziehen sich. Stapelleisten von 1 cm reichen bei normalem Holz aus. Bei feuchtem Holz sollten es 3 cm sein.

Der Leistenabstand hängt von der Stapelgutdicke ab. Bei Brettern ca. 50-100 cm Abstand, bei Bohlen max. 150 cm.

Kostenlose Handwerker-Tipps

Verpasse keine Neuigkeiten mehr und
sichere dir zusätzliche Handwerker-Tipps!

Ich versende keinen SPAM!
Austragen jederzeit möglich ✓

* Pflichtfeld

Hinweis 2: Technische (künstliche) Trocknung

Zusätzlich zur natürlichen Trocknung an der frischen Luft gibt es auch noch die technische oder künstliche Trocknung. Diese Art der Trocknung hat viele Vorteile. Beispielsweise kann dabei die Luftfeuchtigkeit und Temperatur gesteuert werden. Auch Schädlinge die sich vielleicht noch im Holz befinden werden abgetötet.

Außerdem kann so in einigen Stunden oder Tagen aus frischem Holz Bauholz gewonnen werden. Auch der Lagerplatz, der sonst für Monate belegt wäre, fällt weg. Die technische Trocknung wird nochmals in verschiedene Trocknungsverfahren unterteilt.

Ziel all dieser Verfahren ist es, das Holz soweit zu trocknen, dass es auch im Innenraum gut verbaut werden kann. Die meist gewünschte Holzfeuchte liegt bei ca. 8 – 16%. Frisch geschlagenes Holz hat ca. 40% Feuchtigkeit.

Niedrigtemperaturtrocknung

Mit dieser Methode kann das Holz nur eine Holzfeuchte von ungefähr 20% erreichen. Danach muss es weiter getrocknet werden.

Die Niedrigtemperaturtrocknung findet, wie alle technischen Trockenverfahren, in einer Trockenkammer statt. Dort wird eine Temperatur von ca. 35 C° eingestellt. Zusätzlich muss auf ein gut eingestelltes Holzfeuchtegleichgewicht und die richtige relative Luftfeuchtigkeit geachtet werden.

Normaltemperaturtrocknung

Die Normaltemperaturtrocknung ist das gängige Trocknungsverfahren. In der Trockenkammer wird eine Temperatur von 45-90 °C erreicht (teilweise sogar mehr). Zusätzlich zu der hohen Temperatur wird die Luft auch stark umgewälzt. So ist eine komplette Trocknung auf die gewünschte Endfeuchte in relativ kurzer Zeit möglich.

Zuerst wird die Trockenkammer mit dem zu trocknenden Holz befüllt. Um dann ein makelloses trockenes Holz zu garantieren wird immer nach einem bestimmten Verfahren mit fünf Stadien vorgegangen:

  1. Feuchtigkeit wird in die Kammer gegeben und die Kammer dann auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt. Die Feuchtigkeitszugabe bewirkt, dass das Holz nicht zu schnell trocknet und damit reißen würde.
  2. Danach folgt das Durchwärmen. Die Dauer dieses Vorgangs hängt von der Dicke des Holzes ab. Pro Zentimeter Holzdicke wird eine Stunde durchwärmt. Es wird in allen Teilen des Holzes eine gleichmäßige Temperatur erzielt. So können Trockenschäden vermieden werden.
  3. Danach folgt das eigentliche Trocknen.
  4. Dritter Schritt ist das Konditionieren unter Feuchtigkeitszugabe. Die Dauer dieses Schrittes hängt ebenfalls von der Holzdicke ab. Hier wird pro Zentimeter Holzdicke 2 Stunden Konditioniert. Durch diesen Schritt werden Feuchtigkeitsunterschiede im Holz ausgeglichen.
  5. Als letztes wird das Holz langsam in der Trockenkammer abgekühlt.

Hier das Prinzip eines Holztrockners:

werkbank-infos-holz-lagern-trocknen-tipps-kammer

Bild 4: 1. Frischluftklappe 2. Abluftklappe 3. Heizregister mit Zu- und Ablauf des Heizmediums 4. Ventilator 5. Sprühleitung 6. Zwischendecke 7. Luftumlenkbogen 8. Luftrichtung 9. Trockenholz 10. Stapelleisten

Sonderverfahren

Außer den allgemein üblichen Holztrocknungsverfahren werden auch noch Sonderverfahren angewandt. Dies wird meist zum sparen von Energie oder aus Gründen des Umweltschutzes genutzt.

Kondensationstrocknung

Bei diesem Trocknungverfahren macht man sich die Kondensation zu nutze. Die Luft die sich in der Kammer befindet wird beim Erwärmen von dem feuchten Holz mit Wasser angereichert. Diese Feuchtigkeit wird der Luft entzogen. Die warme Luft die dabei übrig bleibt wird wieder in die Kammer geblasen. Durch diese Wärmerückgewinnung muss weniger Energie aufgebracht werden.

Vakuumtrocknung

Diese Art der Trocknung ist eines der schnellsten Verfahren. Es wird besonders bei sehr Hochwertigem Holz und bei schwer zu trocknendem Holz angewandt.

Der Siedepunkt von Wasser ist unter Vakuum niedriger. Diese Tatsache nutzt man bei der Vakuumtrocknung. Das zu trocknende Holz wird in einen druckdichten Behälter gelegt und einem Unterdruck von 95-150 hPa ausgesetzt. So kann auch bei niedrigen Temperaturen eine Verdampfung der Feuchtigkeit bewirkt werden.

Solartrocknung

Solartrocknung nutzt die Sonnenenergie. Gas und Öl benötigt so eine Anlage nur noch für die Ventilatoren. Sie funktioniert leider aber eben nur bei Sonne und ist deshalb auch nicht so weit verbreitet. Im Sommer kann damit eine Holzfeuchtigkeit von 9-7% erreicht werden. Im Winter muss allerdings mit herkömmlichen Heizregistern gearbeitet werden.

Anzeige

Hinweis 3: Trocknungsschäden

werkbank-infos-holz-lagern-trocknen-tipps-schaeden

Bild 5

Auch wenn du alle Regeln des Trocknens einhältst, kann es zu Trocknungsschäden kommen. Holz ist ein organischer Werkstoff und fällt deshalb je nach Wachstumsort und Umgebung anders aus. Das wirkt sich natürlich auch auf die Trocknung aus.

Mit leichten Schäden kann das Holz oft trotzdem noch weiterverarbeitet werden. Bei größeren Fehlern dagegen ist mit einem hohen Verlust zu rechnen.

Risse

Am öftesten sind Oberflächenrisse in getrocknetem Holz zu finden. Auf Bild 5 ist gut erkennbar, dass diese Risse meist im rechten Winkel zu den Jahresringen entstehen.

Diese Risse können verschiedene Ursachen haben. Sie entstehen auch teilweise schon am stehenden Baum, beim Fällen oder beim Transport. Aber auch die Trocknung kann solche Risse auslösen.

Zellkollaps

Wenn Risse im Kernholz zu finden sind, handelt es sich um Innenrisse. Diese bilden sich meist durch einen Zellkollaps.

Ein Zellkollaps entsteht, wenn feuchtes Holz bei mehr als 60°C zu schnell trocknet. Holzzellen fallen dann einfach in sich zusammen.Dabei entstehen starke Zugspannungen die den Holzquerschnitt verziehen. Teilweise reist das Holz durch die starken Spannungen auf. Oft werden die Risse erst bei der Bearbeitung sichtbar.

Das Problem bei einem Zellkollaps sind nicht nur die Risse. Denn unterhalb der Risse verdichtet sich das Holz. Wenn solches Holz nun mit Maschinen verarbeitet wird ist der Widerstand den das Holz der Maschine entgegensetzt sehr unterschiedlich. Solches Holz ist nicht nur schwer zu bearbeiten, sondern ist auch gefährlich.

Der Schaden kann bei rechtzeitigem Erkennen begrenzt werden. Das Holz kann dann noch in der Trockenkammer stark gedämpft werden.

Verschalung

Holz verschalt wenn die äußeren Bereiche sehr schnell trocknen, die Mitte allerdings noch sehr feucht ist. Die Äußere Schicht trocknet dadurch stark aus und wird hart. Beim weiteren Trocken werden auch die inneren Schichten hart, da die Äußere nicht mehr elastisch ist.

Dieses Problem tritt hauptsächlich bei Freilufttrocknung in der prallen Sonne auf.

Verfärbungen

Auch Verfärbungen lassen sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Sie können zum Beispiel beim Trocknungsprozess durch Sprühnebel, oder Kondenswasser entstehen. Auch bei der Berührung mit Metallteilen entstehen oft Verfärbungen. Wird das Holz bis tief in das Innere verfärbt kann dabei großer Schaden entstehen.

Besonders gerne verfärben sich helle und sehr gerbstoffhaltige Hölzer. Wie schon weiter oben erwähnt ist bei der Freilufttrocknung auch unbedingt auf die Holzart der Stapelleisten zu achten.

Farbveränderungen im Inneren des Holzes entstehen meist bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. Deshalb ist bei der Trocknung in der Trockenkammer darauf zu achten das die Temperatur ober des Fasersättigungsbereichs des Holzes gehalten wird.

Verwerfungen

Formveränderungen beim Trocknen sind oft auf bereits im Holz bestehende Merkmale, wie beispielsweise Wuchsfehler, zurückzuführen. Wird zum Beispiel drehwüchsiges Holz getrocknet, wird es windschief.

Sehr wichtig ist allerdings auch die richtige Lagerung beim Trockenvorgang. Das trifft auf die Freilufttrocknung wie auch auf die technische Trocknung zu. Durch falsche Lagerung kann Holz längs oder quer gekrümmt werden. Auch Verdrehungen sind möglich.

Harzfluss

Dass Harz aus Holz fließt ist zwar normal. Bei  Temperaturen von über 60°C kann allerdings viel Harz austreten. Die Bearbeitung von solchem Holz ist danach sehr schwer.

Fazit

Die Holztrocknung wird also in zwei Hauptkategorien unterschieden: Natürliche Trocknung und technische Trocknung. Bei der Natürlichen Trocknung wird das Holz unter freiem Himmel lange Zeit gelagert. Bei der technischen Trocknung wird das Holz in einer Trockenkammer mit Wärme und Umluft getrocknet.

Trocknungsfehler können nie ganz umgangen werden. Allerdings können sie durch das Einhalten verschiedener Vorgaben beim Trocknen auf ein Minimum beschränkt werden.



Kommentare

Franziska Bouillon 1. November 2017 um 22:35

Hallo,
Ich hab Eschenstämme ca. 70-80 cm Durchmesser und würde die gerne weiter verarbeiten.
Ich hab bisher nur mit getrockneter schnittware aus dem sägewerk gearbeitet.
Gibt es einen Tipp, wie ich die Stämme am besten in gleichmäßige Bretter sägen kann und trockbe ich die dann lieber geschnitten oder im stamm?

Antworten

Samuel Schneider 3. November 2017 um 21:11

Hi Franziska,

ich würde das ja direkt machen lassen und mich auf die Ausarbeitung konzentrieren. Aber das ist nicht was du hören willst 🙂

Am besten mit einer Gattersäge oder (und davon gehe ich aus) wenn diese nicht verfügbar ist mit einer Blocksäge. Hier findest du noch mehr Tipps. Schneiden ist die bessere Lösung.

Antworten

Lukas 30. Oktober 2017 um 14:52

Moin

Ich habe viel vor und somit viele Fragen.

Folgendes Langzeitprojekt habe ich mir vorgenommen: Couchtisch aus Massivem Eichenstamm

Gestern habe ich nun den passenden Stamm bekommen. Direkt an der Grassnarbe geschnitten also inklusive Übergang in die Wurzel (wird dort schon ein ganzes Stück breiter). ca. 1m lang, Durchmesser oben ca 60cm, Durchmesser unten ca 1m, Der Stamm wird dann umgedreht und somit dient mir die untere größere Fläche als Tischfläche.
Der Tisch soll später ca. 45cm hoch werden. Also brauche ich quasi nur 2 Flächen eben sind. Den Rest müsste ich von mir aus auch nicht mit trocknen. Denke dabei nur an eventuellen Verzug beim Trocken etc.
Also zu den Fragen:
1. Wie gerade geschrieben wie viel „Spielraum“ überstehen lassen um eventuelle Unebenheiten nach der Trocknung nach arbeiten zu können ?
2. Rinde vorm Lagern ab ? (wird später eh nicht verwendet)
3. Stamm jetzt schon ungefähr auf Länge und 2 gerade Flächen schaffen und dann trocknen ?
4. Wie lagern ? aufrecht oder quer legen ?
5. Trotzdem den Abstand von Ca 40cm zum Boden einhalten ? (Untergrund wird Pflaster sein)
6. Ist die Lagerung unter einem Carport mit 3 geschlossenen Seiten (wenig Luftzug aber trocken) zu empfehlen ? Andere Option wäre noch unter einem Unterstand wo schon Luftzug vorhanden ist aber bei heftigem Wind und Regen auch schon mal ein wenig Nässe hin gelangen kann.
7. Muss ich mich bei 50cm Stärke auf 50 Jahre Trocknung einstellen ? (Bezug: Faustformel aus der Tischlerlehre: 1cm=1Jahr ) ?
8. Sollte ich die Stirnflächen mit Harz bestreichen um eventuelle Risse vorzubeugen ? Oder wie beuge ich bei solch einem Kaliber am besten Risse vor ? Falls Harz empfohlen wird, welches ?

Das sollte fürs erste genügen.

Schönen Dank schon mal für deine Antwort.
Gruß Lukas

Antworten

Samuel Schneider 3. November 2017 um 21:40

Hi Lukas,

das ist mal ein Fragekatalog 🙂

1. Ich denke 5 bis 10 cm wören schon gut um etwas nachhobeln zu können. Oder was denkst du?
2. ja
3. ja plus 5-10 cm damit man das noch nachbeabeiten kann
4. ich würde es quer hinlegen, aber ich denke das macht kein so großen Unterschied.
5. Ist es überdacht? In einem Wohnzimmer bestimmt, dann reicht weniger. Abstand zum Boden sollte man aber trotzdem haben und am besten noch eine Trennschicht: Hirnholz = Schwamm.
6. Luftzug ist immer besser. Aber Regen ist auch nicht gerade Ideal. Für Möbelholz wäre damit der Schuppen die beste Alternative, so kann sich das Holz akklimatisieren.
7. Ich würde das jedes Jahr mit einem Holzfeuchtemessgerät überprüfen. Es müsste auch welche geben um deinen großen Stamm zu messen, aber drei bis vier Jahre musst du schon rechnen. 🙂
8. Wenn es reisst – reisst es. Da hilft kein Harz. Auf die richtige Trocknung kommt es an. Aber das mit der Stirnfläche hängt eher mit Punkt 5 zusammen.

Antworten

Lukas 4. November 2017 um 22:56

Hey
Danke für die Antwort dann kann ich mich direkt an die Vorbereitungen zum Trocknen machen.

Ich denke ich werde pro Seite maximal 5cm überstehenlassen die ich dann später abarbeite wenn der Tisch entstehen soll.

Zu 5.: Später wird es im Wohnzimmer natürlich überdacht sein. Bei der Lagerung werde ich es jetzt wohl mit der 1. in Punkt 6 beschriebenen Variante machen.
Zu 7.: Wie viel Prozent Feuchtigkeit sollte ich denn haben ? Ich gehe mal davon aus da ich das gute Teil später im Haus stehen haben möchte muss es ab einer bestimmten Feuchtigkeit auf Zimmertemperatur weiter getrocknet werden ?

Antworten

Samuel 5. November 2017 um 0:26

Hi Lukas,

5cm ist gut. Da kann du noch einiges nachbearbeiten.

Zur Feuchtigkeit: deswegen ist die Trocknung in der Scheune besser. Wenn du es irgenwie möglich machen kannst, dass du das Teil im Zimmer weiter Trocknen kannst: auch gut (aber erst im letzten Jahr). Die Feuchte sollte zwischen 10 bis 12% liegen.

Antworten

Martina Auer 26. Oktober 2017 um 10:45

Hallo Herr Schmidt,

ich möchte ebenfalls den Stamm eines Kirschbaumes weiterverarbeiten. Für die Lagerung möchte ich den Kiesstreifen unter dem Dachvorstand nutzen. Es ist die Seite wo es selten an die Hauswand regnet, oder ist unser Keller besser, es er ist trocken?
Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Martina auer

Antworten

Samuel Schneider 27. Oktober 2017 um 22:07

Hallo Martina,

wenn das Holz draußen ist und dadurch Luft hinkommt, ist das noch besser. Wichtig ist nur, dass du Abstand zum Boden hast (ca. 20cm wegen Spritzwasser) und kein Regen dran kommt.

Antworten

Corina Hoffmann 23. Oktober 2017 um 14:16

Corina,
ich möchte von einem Kirschbaumstamm 3 cm dicke Bretter sägen lassen und nach dem Trocknen für einen Tisch verwenden.
Sollte ich vor dem Trocknen die Rinde entfernen?
Zum Trocknen werde ich die Bretter in eine Scheune legen, sollte ich sie zusammmenbinden um einem Verziehen vorzubeugen?
Brauch ich unbedingt Stapelhölzer aus Kirschholz oder geht auch anderes Holz?

Vielen Dank für die Antwort

Antworten

Samuel Schneider 27. Oktober 2017 um 22:55

Hi,

nachdem mein PC zusammen gebrochen ist, beantworte ich das jetzt zum zweiten mal 🙂

1) ja, die muss weg
2) ist eine Option, aber wenn das Holz sich verzieht, dann verzieht es sich so oder so. Nach dem Trocknen muss man das ganze über die Abrichte schieben und erst dann hat man eine saubere Fläche.
3) das würde ich empfehlen, ja.

Und entschuldige die späte Antwort, zur Zeit ist hier viel los.

Antworten

Henrik 22. August 2017 um 10:23

Hallo, ich habe 2 Fragen zur Lagerung bzw. trocknen von Holzbalken (100x220mm, 6m) für Garagenflachdach.

Die Balken liegen schon seit ca. 1 Jahr mit zwischengelegte Stapelleisten gestapelt in eine kleine Carport zum trocknen, ca. 1 m „ragt“ eine ende der heraus. Die oberen haben an der in freien liegende Ende sich etwas verdreht, ob obwohl ich mit querliegendes Balken und darauf liegende Bausteine(250x300x400mm) belastet haben. Das gleiche habe ich in der anderen im trockenen liegende Ende getan. hier sind sie noch Schnurgerade.

1) Soll ich die feuchte Ende vor Regen schützen? Und wenn ja, wie und wieviel? Einpacken ist sicherlich nicht optimal zum trocknen!?

2) Kann man etwas machen um das Verdrehen des Holzes gegenwirken?

Danke und Viele Grüße
Henrik

Antworten

Samuel Schneider 23. August 2017 um 18:02

Hi Henrik,

1) ja unbedingt. Einpacken sollte man es nicht. Eine großzügige Überdachung reicht.
2) wenn das schon verdreht ist – nein. Ansonsten kann ich nur auf die oben stehenden Hinweise verweisen um das Verdrehen zu vermeiden.

Antworten

Rainrt 28. Juli 2017 um 9:28

Moin.
Ich trockne 8 cm dicke eichenbohlen in meiner trockenkammer, ist es normal das außen 12 Prozent, und innen fast 30 Prozent restfeuchtigkeit sind?

Antworten

Samuel Schneider 28. Juli 2017 um 21:11

Hallo Rainrt,

nein. Die Holzfeuchte variiert zwar, aber das schient mir doch etwas heftig zu sein.

Antworten

Sabine Kramer 22. Juli 2017 um 21:25

Hallo , ich habe einige Eichenstämme bekommen und wollte sie jetzt trocknen um daraus einen Kratzbaum zu bauen . Weiter habe ich auch vom Stamm einige Abschnitte bekommen , aus diesen sollen später die Liegeflächen entstehen .
Wie sollte ich beim trocknen Vorgehen ? Die Rinde jetzt schon entfernen? Oder später ?
Auf der überdachten Terrasse trocknen oder doch lieber im Keller ? Ich freue mich über eine Antwort – liebe Grüße

Antworten

Samuel Schneider 26. Juli 2017 um 16:37

Hi Sabine,

Wenn du die Rinde nicht haben möchtest: dann weg damit.

Am besten trocknest du das ganze draußen, an der frischen Luft (Luftzug). Aber überdacht. Falls du draußen kein Platz hast, geht der Keller auch. Wichtig ist das kein Wasser/ Regen an das Holz kommt.

Antworten

Sabine Kramer 26. Juli 2017 um 18:25

Hallo, Danke für die Rückmeldung, hab vergessen zu fragen wie lange das Holz trocknen muss ;-)) ,ich denke mal das es ca 1 Jahr dauert , oder sollte ich noch länger warten ?
Und eine letzte Frage , wie sieht es aus wenn ich das Holz dann bearbeite : weißt du vielleicht was ich benutzen kann ohne das es den Katzen schadet .sprich einölen etc – oder lackieren ?

Antworten

Samuel Schneider 26. Juli 2017 um 20:13

Hallo Sabine,

ja ein Jahr ist gut, da verzieht sich nichts mehr. Ich würde das Holz nicht behandeln. Mensch und Tier sollten am besten ohne Lacke auskommen. Aber da gehen die Meinungen auseinander…

Antworten

Sabine Kramer 27. Juli 2017 um 17:10

Danke schön für deine Hilfe :-))


Angelika Junghanns 21. Juli 2017 um 10:36

Wie lange muss das Holz an der Luft trocknen
habe Ast ca10-15cmDurchmesser Kirschbaum
möchte es weiterverarbeiten

Antworten

Samuel Schneider 26. Juli 2017 um 16:51

Hallo Angelika,

wenn du ganz sicher gehen möchtest dann nimm ein Feuchtemessgerät. Ein Jahr würde ich das aber auf jeden Fall draußen lassen.

Antworten

sebstian 9. Juli 2017 um 22:28

Hi, ich habe vor 1 Woche Lärchen, Douglasien und Fichten gefällt, in 3,50m Stücke geschnitten (Stammdurchmesser 40-62cm) und möchte diese zu Brettern und Bohlen verarbeiten.

Ich habe gehört es ist (neben den hier beschriebenen Punkten) wichtig, die Bretter mit der Schnittfläche (offene Jahresringe) nach oben zu legen.

Ist da was dran, was muss ich hier noch beachten?

Antworten

Samuel Schneider 10. Juli 2017 um 22:48

Hallo Sebastian,

hm das ist mir neu, ich lerne aber gerne dazu. Falls du mehr weißt: gib mir bescheid. 😉

Antworten

Michael 8. Juli 2017 um 21:26

Hallo, habe einen 35 cm Eiche Stamm halbiert cirka 1,50 lang und danach 3,5cm starke Brettchen geschnitten. möchte diese gerne trocknen. die Brettchen wurden mit 1cm Abstandleisten gestapelt und mit Schraubzwingen fest aneinander gepresst damit diese sich nicht verziehen, wie trockne ich die am besten? geht das auch mit einen Entfeuchter in einem kleinen Raum? vielen Dank

Antworten

Samuel Schneider 9. Juli 2017 um 21:24

Hallo Michael,

wie ich in der Anleitung geschrieben habe, ist eine natürliche Trocknung in der Regel die Beste. Bei einem Entfeuchter musst du mit Rissen rechnen.

Antworten

Knott Nathalie 1. Juli 2017 um 10:37

Hallo
Ich möchte Baumrinden (Tanne / Pappeln…) flach trocknen und künstlerisch weiterverwenden.
Wie mache ich das ? und mit was kann ich sie lackieren oder versiegeln damit sie sauber / flach / und nicht kaputt gehen bleiben?
Danke für eine Antwort

Antworten

Samuel Schneider 3. Juli 2017 um 15:41

Hallo Nathalie,

wichtig ist: die Rinde sollte in einem Platz sein wo es nicht hinregnet, viel Luft hat und gegen mechanische Schäden geschützt ist. Der Rest macht die Zeit.

Antworten

Hans Schmidt 11. April 2017 um 19:10

Möchte 15 cm Stamm vom Kirschbaum verarbeiten, Trocknen in Garage mit oder ohne Rinde, um Risse zu vermeiden, oder im Plastiksack?
Erbitte kurze Antwort.

Antworten

Samuel Schneider 14. April 2017 um 23:35

Hallo Hans,

meine kurze Antwort: am besten im Freien damit ein Luftzug da ist. Natürliche Trocknung ist die Beste. Danach wie hier beschrieben und gezeichnet lagern. Plastiktüte ist ganz schlecht.

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

In den Monaten November, Dezember und Januar 2018 bin ich auf einer Schulung. Ich werde nicht so schnell antworten können. Deine Frage/n gehen nicht unter ;-)

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

BAUBEAVER FOOTER