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Dachausbau: Die Anleitung zum selber machen

Richtig ausgebaut, kann das Dachgeschoss ein wunderschöner, heller Wohnbereich werden.

Richtig ausgebaut, kann das Dachgeschoss ein wunderschöner, heller Wohnbereich werden.

Durch einen Dachausbau kannst du das Dachgeschoss in den schönsten Platz des Hauses umwandeln. Hohe Räume mit Dachschrägen und großen Fenstern versprechen ein angenehmes Wohnklima.

Dazu musst du es allerdings richtig ausbauen oder umbauen.

Oft wird das oberste Stockwerk für die Kinder ausgebaut. Du kannst das Dach aber auch als Arbeitszimmer, Gästezimmer oder privates Fitnessstudio nutzen.

Und: egal wie dein Ausbau aussieht, er steigert den Wert der Immobilie.

Was auch immer der Grund des Ausbaus ist: Zuerst solltest du den Dachausbau planen. Mit diesem Beitrag möchte ich dir dabei helfen.

Einen Dachausbau planen

Gute Planung ist die Grundvorraussetzung für einen gelungenen Dachausbau.

Gute Planung ist die Grundvorraussetzung für einen gelungenen Dachausbau.

Als allererstes muss ein Dachdeckerbetrieb die baulichen Begebenheiten prüfen. Nicht jeder Dachboden ist geeignet um bewohnt zu werden.

Bevor du also beginnst Baupläne zu erstellen und Handwerker anzurufen solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Wofür möchte ich das ausgebaute Dachgeschoss nutzen? Was für Ausbaumöglichkeiten gibt es?
  • Welche Dachform hat das Haus?
  • Brauche ich eine oder mehrere Baugenehmigungen?
  • Was kann ich selbst erledigen? Was macht besser der Fachmann?
  • Wie kann das Dach effektiv gedämmt werden?
  • Werden Fördergelder angeboten die ich nutzen könnte?

Wenn du dir bei einigen Fragen nicht sicher bist, solltest du dir Hilfe dazuholen. Du kannst entweder einen fachkundigen Freund oder aber einen Zimmermann oder Architekten dazu holen.

Einige dieser Punkte möchte ich im folgenden noch besser erklären.

Nutzung des Dachraums und Ausbaumöglichkeiten

Wie willst du deinen Dachraum nutzen? Als Kinderzimmer, Suite oder als eigenständiger Wohnbereich?

Wie willst du deinen Dachraum nutzen? Als Kinderzimmer, Suite oder als eigenständiger Wohnbereich?

Nun solltest du dir überlegen warum du eigentlich ausbauen möchtest. Wofür möchtest du den neu entstandene Raum nutzen?

Außerdem muss erst einmal geklärt werden ob dein Dachstuhl sich überhaupt für einen Ausbau eignet.

Wie wird das Dachgeschoss genutzt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Wohnraum unter dem Dach:

  • Stauraum: oder ein Rückzugsort mit Leseecke
  • Einfacher Wohnraum: für Gäste oder das Kinderzimmer
  • Suite: Zimmer mit Bad, zum Beispiel als Schlafzimmer unter dem Dach.
  • Eigenständige Wohnung: mit kompletter Wohn- und Büroeinrichtung sowie eigenem Bad.

Wofür du dich entscheidest hängt von den notwendigen Räumlichkeiten ab. Und natürlich hat auch der Inhalt deines Geldbeutels einiges zu sagen.

Sich im Vorhinein Gedanken über die genaue Raumaufteilung zu machen erspart hinterher viel Ärger.

Die Ausbaumöglichkeiten

Damit du deine Wünsche nun auch verwirklichen kannst, muss der Dachstuhl einige Voraussetzungen erfüllen. Meist betrifft das statische Werte.

Wichtig dabei: Die Frage was aus einem Dachstuhl gemacht werden kann, kann nur ein Architekt oder Statiker klären. Dabei werden folgende Punkte untersucht:

Dachkonstruktion Dacheindeckung Mauerwerk Schornstein Fenster
trocken und tragfähig intakte Dampfbremse ohne Feuchteschäden rissfrei gut abgedichtet
schädlingfrei lückenlos rissfrei alle Anschlüsse dicht erfüllen die Anforderungen für Energiewerte
fäulnisfrei alle Ziegel ganz ohne abgeplatzte Stellen erfüllen die Anforderungen für den Brandschutz
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Die passende Dachform

Nicht alle Dächer eignen sich für einen Dachausbau. Hier ein Mansarddach. Diese Dachform ist für einen Ausbau perfekt geeignet.

Nicht alle Dächer eignen sich für einen Dachbodenausbau. Hier ein Mansarddach. Diese Dachform ist für einen Ausbau perfekt geeignet.

Nicht jede Dachform eignet sich für einen Dachausbau. Besonders gut für einen Dachausbau eignen sich Mansarddächer, Pultdächer und Satteldächer.

Der Dachneigungswinkel sollte auf jeden Fall größer als 35° sein. Damit ist sichergestellt, dass in dem ausgebauten Dachgeschoss auch genug Platz ist. Die Raumhöhe sollte mindestens 2,30 m betragen.

Wenn dein Dach diesen Anforderungen nicht entspricht, kannst du allerdings etwas nachhelfen.

Der Kniestock

Der Kniestock

Bei einer Raumhöhe von 1,50-1,80 m handelt es sich um ein Spitzdach. Ein solches kannst du ebenfalls ausbauen. Allerdings dürfen solche Räume nicht als dauerhafte Aufenthaltsräume eingerichtet werden.

Ab 1,50 m und niedriger brauchst du keine Genehmigung mehr. Dabei handelt es sich nur noch um Stauraum, nicht mehr um Wohnraum.

Ist dein Dach zu flach kannst du über eine Geschossaufstockung nachdenken. Du kannst auch den Kniestock erhöhen. Dabei wird das Dach angehoben und der Kniestock erhöht. Die Geschossaufstockung ist allerdings sehr kostenintensiv.

Wusstest du schon?
Der Kniestock ist der nicht wohnbare Bereich unter der Dachschräge. Es handelt sich um die Fläche der Außenwand die vom Boden des Dachgeschosses bis zur Dachkonstruktion reicht. Je höher der Kniestock ist, desto mehr Wohnraum gewinnt das Dachgeschoss.

Mehr dazu findest du in meinen Beiträgen über Dachformen.

Gesetzliche Vorschriften

Eine Heizung kannst du ohne Genehmigung einbauen wenn das Dachgeschoss bereits als Wohnraum gemeldet wurde.

Eine Heizung kannst du ohne Genehmigung einbauen wenn das Dachgeschoss bereits als Wohnraum gemeldet wurde.

Die Vorschriften die für einen Dachausbau gelten sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Wohnst du in einem denkmalgeschützten Haus wirst du mit noch mehr Genehmigungen rechnen müssen.

Je nachdem wie gut die Statik des Hauses ist, werden die Genehmigungen erteilt oder auch nicht.

Wenn das Dachgeschoss bereits als Wohnraum gemeldet ist, kannst du viele Arbeiten ohne Genehmigung durchführen. Dazu gehören:

  • eine neue Heizung installieren
  • neue Wände einziehen
  • neue Fenster einsetzen

Voraussetzung für alle diese Arbeiten ist, dass die Baustruktur dabei nicht verändert wird!

Genehmigungspflichtige Maßnahmen

Es gibt ein paar bauliche Maßnahmen für die du auf jeden Fall eine Genehmigung einholen musst. Dazu gehören folgende.

  • Wenn das oberste Stockwerk bis jetzt nicht als Wohnraum galt, musst du sehr wahrscheinlich für deinen Ausbau eine Baugenehmigung einholen. Diese bekommst du auf dem Bauamt.
  • Änderst du die Dachfläche brauchst du ebenfalls eine Genehmigung. Dazu zählen Terassen und auch Dachgauben.
  • Eine Änderung der Dachneigung.
  • Eine Erweiterung der im Bebauungsplan festgelegten Wohnfläche im Dachgeschoss.

Auch die Brandschutzvorschriften müssen beachtet werden. Darin ist festgelegt wo Fluchtwege, Rettungstreppen, Fluchtfenster oder ähnliches eingebaut werden müssen.

Was darf man selbst machen?

Einige Arbeiten musst du von einem Fachmann abnehmen lassen, oder sie sogar komplett von einem Profi durchführen lassen.

Einige Arbeiten musst du von einem Fachmann abnehmen lassen, oder sie sogar komplett von einem Profi durchführen lassen.

Auch wenn du noch so gerne alles selbst machen möchtest muss doch bei einigen Baumaßnahmen der Fachmann Hand anlegen.

Auch wenn die Statik des Hauses beim Ausbau nicht angegriffen wird, sollte vor einem Ausbau immer ein Statiker zu Rate gezogen werden. Meist muss die Geschossdecke danach um einiges mehr tragen.

Arbeiten die der Fachmann erledigen muss

  • Generell gilt, dass alle Arbeiten die mit der Statik des Hauses zu tun haben der Fachmann durchführen muss. Unter Umständen kannst du diese Arbeiten auch selbst erledigen. Das solltest du allerdings unter der Aufsicht eines Experten tun.
  • Dasselbe gilt für Heizungs- und Sanitärarbeiten sowie alles was mit der Elektrik zu tun hat.

Diese Arbeiten kannst du selbst durchführen

  • Der Aus- oder Einbau von Fenstern ist nicht ganz einfach. Wer sich auskennt kann sich selbst daran wagen. Wenn keine Handwerkserfahrung vorhanden ist solltes du auch hier besser einen Profi arbeiten lassen.
  • Die Wärmedämmung sieht nach einfacher Arbeit aus. Allerdings werden hier oft folgenschwere Fehler gemacht. Eine undichte Stelle in der Dampfbremse kann zu Feuchtigkeit und Schimmel im Dach sorgen. Je nach Fachkenntnis kannst du bei der Dämmung deshalb selbst entscheiden ob du dich heranwagst.
  • Den weitere Innenausbau kannst du ohne Probleme selbst durchführen. Boden und Wände wie auch der Trockenbau können ebenfalls in Eigenregie erledigt werden.

Die richtige Dachdämmmung

Ist das Dach gut gedämmt ist ein gutes Klima im Dachgeschoss garantiert.

Ist das Dach gut gedämmt ist ein gutes Klima im Dachgeschoss garantiert.

Die Dämmung deines Dachstuhls ist enorm wichtig um ein angenehmes Wohnklima zu schaffen. Außerdem werden dadurch die Heizkosten um ein vielfaches reduziert.

Wie du deine Dachdämmung ausführen musst, ist in der Energieeinsparverordnung festgelegt (EnEV). Du kannst allerdings zwischen verschiedenen Dämmaterialien und Dämmmethoden wählen.

  • Die Aufsparrendämmung lohnt sich, wenn du dein Dach komplett neu decken möchtest. Dabei wird das Dämmmaterial von außen auf die Sparren angebracht.
  • Die Zwischensparrendämmung wird vom Innenraum aus zwischen die Holzsparren gedrückt. Diese Dämmmethode ist bei einem Umbau sinnvoll, wenn das Dach nicht abgedeckt werden muss.
  • Die Untersparrendämmung wird oft mit der Zwischensparrendämmung kombiniert. Dabei wird die Dämmung unter die Sparren angebracht.
  • Achte auch auf eine gute Trittschalldämmung. Sonst sind die Schritte auf dem Dachboden im ganzen Haus zu hören.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Dämmmethoden findest du in meinem Beitrag über Dämmungen.

Wichtig ist auch eine intakte Dampfbremse. Solltest du sie im Rahmen des Ausbaus neu einbauen musst du unbedingt auf saubere Arbeit achten.

Ist bereits eine Dampfbremse vorhanden kannst du an feuchten Stellen schnell erkennen wo sich Kältebrücken gebildet haben oder Risse in der Folie entstanden sind.

Alle Dämmmaterialien musst du gut aufeinander abstimmen. So kannst du sicherstellen, dass keine Kältebrücken und somit Feuchtigkeit entsteht.

Ideen für den Dachausbau

Der Dachbodenausbau ist etwas sehr individuelles. Deshalb kannst du absolut kreativ sein. Du kannst deinen neuen Wohnraum zum Beispiel modern, rustikal oder alternativ gestalten.

Hier ein paar Ideen für einen gelungenen Dachausbau:

Dachfenster

Lass Licht in deine Dachwohnung! Große Dachfenster ermöglichen ein helles Wohnflair.

Lass Licht in deine Dachwohnung! Große Dachfenster ermöglichen ein helles Wohnflair.

Das Dachgeschoss muss nicht dunkel und staubig sein.

Meist haben wir eine solche Vorstellung vom Dachgeschoss. Das ist allerdings nur so, weil dort früher oft nur kleine oder gar keine Fenster verbaut wurden.

Warum also beim Ausbau nicht großzügige Fenster oder Dachgauben einbauen?

Die Summe der Breiten aller Fenster sollte mindestens 55% der Breite des Wohnraums betragen (Siehe dazu DIN 5034). Wie du die Fenster anordnest liegt ganz bei dir. Natürlich kannst du auch noch viel mehr Fensterfront anbringen.

Wusstest du schon?
Dachfenster liefern eine bis zu dreimal höhere Lichtausbeute. Räume mit Dachflächenfenstern werden sozusagen von Tageslicht durchflutet.
Kleinere Dachfenster sind eine günstige Möglichkeit Licht in den Dachraum zu lassen.

Kleinere Dachfenster sind eine günstige Möglichkeit Licht in den Dachraum zu lassen.

Allein für den Einbau von Fenstern gibt es hunderte von Möglichkeiten.

  • Die einfachste Variante sind Dachfenster. Die einfachsten Modelle bekommst du schon ab 300 Euro plus Einbau.
  • Du kannst aber auch Fenster in den Kniestock einbauen. So wird der ganze Raum wunderbar mit Licht durchflutet.
  • Außerdem gibt es wunderschöne Ausführungen von großzügigen Schiebefenstern. Achte dabei auf einen ausreichenden Sonnenschutz. Sonst kann es trotz Dämmung ziemlich warm werden.
Wusstest du schon?
Für Schlafzimmer empfehlen Experten eine Ausrichtung der Fenster nach Osten. So erleichtern die Sonnenstrahlen am Morgen das Aufstehen.

Die Fenster eines Arbeitszimmers solltest du dagegen eher nach Norden ausrichten. So kannst du blendfrei am PC arbeiten.

Soll der Ausgebaute Dachstuhl das Kinderzimmer werden, sind oft kindersichere Dachfenster von Vorteil. Im Handel findest du Schwingfenster mit Oberbedienung. Diese erreichen Erwachsene ohne Probleme, sind aber für Kinder nicht erreichbar.

Außerdem gibt es Fenster mit einem Feststellriegel hinter der Griffleiste, oder komplett abschließbare Dachfenster.

Dachgauben

Gauben bringen Licht und mehr Platz.

Gauben bringen Licht und mehr Platz.

Mit Gauben schaffst du in dem Stockwerk unter der Dachschräge etwas mehr Platz zum Gehen. Das ist besonders bemerkbar bei Dachstühlen mit sehr kleinem Kniestock.

Es gibt verschiedene Arten von Gauben:

  • Flachgauben
  • Schleppgauben
  • Spitzgauben oder Dreieckgauben
  • Fledermausgauben

Bei Gauben musst du allerdings gleich mit etwas höheren Ausgaben rechnen.

Dachterasse oder Dachloggia

Mehr Freiheitsgefühl durch einen Balkon oder eine Dachterrasse...

Mehr Freiheitsgefühl durch einen Balkon oder eine Dachterrasse…

Du hast viel Platz oder möchtest auf dem Dach frische Luft schnuppern?

Dann könnte einen Balkon eine Dachterasse oder gar ein Loggia das richtige für dich sein. Alle Ausführungen bieten die Möglichkeit eine laue Sommernacht auf dem Dach im Freien zu verbringen.

Ein Balkon wird auf die oberste Geschossdecke gebaut. Eine Dachterasse ist sozusagen der große Bruder des Balkons.

Eine Loggia verkleinert etwas den Wohnraum, hat aber einen ganz besonderen Reiz.

Wusstest du schon?
Eine Dachloggia ist eine Aussparung im Dach die man wie ein Balkon nutzen kann. Dort kann der freie Himmel sozusagen im Haus genossen werden. Zusätzlich ist mehr Privatsphäre gegeben als auf einer Terasse.

Stauraum und Schränke

Schränke kannst du gut unter die Dachschräge stellen und so toten Raum sinnvoll nutzen.

Schränke kannst du gut unter die Dachschräge stellen und so toten Raum sinnvoll nutzen.

Wenn es um Schränke im Dachgeschoss geht muss oft auf Spezialmöbel zurückgegriffen werden. Oder du lässt einfach mal wieder die Fantasie spielen.

Mit einem solchen Kniestockregal oder auch ein Kniestockschrank nutzt du den „toten“ Platz am Kniestock aus.

Genau in dem Bereich der zu niedrig zum Gehen ist, werden somit kleinere Dinge verstaut. Solche Regale gibt es bereits fertig kaufen. Du kannst aber auch leicht selbst ein Kniestockregal bauen.

Ein Dachgeschoss ermöglicht es dir auch, durch die gegebene Höhe, für Kinder viel zu bauen. Möglich ist eine Rutsche ein Klettergerüst oder gar eine Ritterburg.

Licht und Farbe

Mit Lichtakzenten kannst du einen modernen und gemütlichen Flair in deine Dachwohnung bringen.

Mit Lichtakzenten kannst du einen modernen und gemütlichen Flair in deine Dachwohnung bringen.

Mit Lichtern und Farben kannst du im Dachgeschoss auch viel verändern.

Du kannst beispielsweise wählen ob du die Dachbalken eher rustikal belässt oder ob du sie modern in weiß streichst.

Überlege auch bereits im Vorhinein wie deine Elektronik- und Lichtgestaltung aussehen soll.

Mit modernen Lichtakzenten im Gebälk kann man den Dachboden richtig in Szene setzen. Du kannst beispielsweise mit LED-Leisten arbeiten.

Überlege dir allerdings im vorhinein in welchem Stil du ausbauen möchtest. Sonst hast du danach ein Mischung aller möglichen Ideen und Stile.

Treppen und Leitern

Wann du eine Leiter einsetzen darfst, ist gesetzlich festgelegt. Bei einem ungedämmten Spitzboden oder einem Stauraum ist eine einklappbare Leiter sinnvoll.

Bei Wohnraum sind die Vorschriften allerdings etwas strenger. Dieser muss ohne großen Aufwand zugänglich sein und auch als Fluchtweg dienen können.

Auch Spindeltreppen oder Raumspartreppen wie die Sambatreppe sind nur begrenzt einsetzbar. Handelt es sich nur um einen

Achte auch auf sinnvoll angebrachte Brüstungsgeländer, damit die Öffnung der Treppe nicht übersehen werden kann.

Kosten beim Dachausbau

Die Kosten müssen berechnet werden. So kommen keine Überraschungen auf dich zu.

Die Kosten müssen berechnet werden. So kommen keine Überraschungen auf dich zu.

Bei einem Dachausbau ist es schwierig die Kosten pro Quadratmeter zu berechnen. Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Kostenpunkten zusammen.

Um die Kosten beim Ausbau deines Daches möglichst niedrig zu halten solltest du einige Dinge beachten. Im Folgenden habe ich dir die wichtigsten zusammengefasst.

Umfang des Dachausbaus

Ist dein Haus schon einige Jahre alt musst du unbedingt vor den Bauarbeiten nach Bauschäden suchen. Manchmal ist nämlich unter Umständen sogar eine Dachsanierung nötig.

Ist solch eine Dachsanierung fällig, wird es gezwungenermaßen teurer werden. Die Kosten hängen dann vom Umfang des bestehenden Schadens ab.

Danach musst du natürlich kalkulieren, welche Dinge du verändert haben möchtest. Einige Veränderungen gehen ziemlich ins Geld. Hier ein Einblick in die Kosten:

  • Die teuerste Variante ist definitif ein komplett neues Dach. Die Kosten liegen da bei ca. 50.000 bis 100.000 Euro.
  • Die Erhöhung des Kniestocks ist ebenfalls eines teuersten Vorhaben. Das komplette Dach muss abgetragen werden und komplett erhöht werden. Für das hydraulische Aufstocken musst du mit 6.000 bis 12.000 Euro rechnen.
  • Der Anbau eines freischwebenden Dachbalkons, einer Dachloggia oder Dachschiebefenster geht ebenfalls in die tausende. 
  • Dachfenster dagegen sind schon ab ungefähr 300 Euro zu haben.

Wenn Strom- und Wasseranschlüsse bereits vorhanden sind kannst du dir einiges einsparen.

Versuche auch die Länge der Wasser- und Stromleitungen möglichst kurz zu halten. So kannst du einiges an Kosten reduzieren.

Angebote von Firmen

Bevor du einer Firma den Auftrag für eine Dachsanierung oder einen Ausbau übergibst, solltest du vergleichen.

Lass dir deshalb von verschiedenen Firmen Angebote machen und vergleiche diese. Manchmal sind die Unterschiede sehr groß – im Preis und in der Leistung.

Vergesse nicht: teuer ist nicht unbedingt gut! Schau dir am besten die Referenzen der jeweiligen Firmen an.

Fördergelder

Fördergelder können den Traum vom ausgebauten Dach wahr werden lassen. Hier eine Schlafzimmer-Suite.

Fördergelder können den Traum vom ausgebauten Dach wahr werden lassen. Hier eine Schlafzimmer-Suite.

Oft musst du deinen Dachausbau gar nicht komplett selbst finanzieren.

Förderprogramme für Unternehmen wie auch Privatpersonen helfen finanziell mit. Dazu kannst du dich zum Beispiel bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) informieren.

Bei solchen Förderprogrammen wird ganz besonders die Energieeffizienz gefördert. Es werden sehr günstige Zinsen und Zuschüsse angeboten.

Wusstest du schon?
Damit beim Dachausbau die komplette Fördersumme genehmigt wird, darf der neu geschaffene Wohnraum maximal eine Größe von 20 Prozent der bisherigen Wohnfläche betragen.

Fazit

Das Dachgeschoss ist, richtig ausgebaut, die schönste Stelle des Hauses.

Wichtig ist deshalb, dass du die richtigen Grundvorraussetzungen schaffst. Dazu gehören die nötigen Genehmigungen, eine gute Dachdämmung und die passende Dachform.

Beachte, welche Arbeiten Fachkräfte durchführen müssen. Einiges muss ein Elektriker oder Statiker zumindest abnehmen.

Mit Farben und passenden Schränken kannst du den Innenraum gemütlich ausstatten. So sorgst du für ein angenehmes Flair.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!



Kommentare

Sebastian 7. Januar 2019 um 8:46

Hallo Samuel,

ich habe gehört wenn man unter die Dämmung OSB-Platten macht kann man auf die Dampfbremse verzichten.
Stimmt das?

Gruß Sebastian S.

MfG
S.Stein

Antworten

Samuel Schneider 8. Januar 2019 um 14:38

Hallo Sebastian,

ja das stimmt. Wobei die Stöße und Anschlüsse trotzdem abgeklebt werden müssen.

Antworten

Sebastian 4. Januar 2019 um 8:42

Hallo Samuel,

habe gehört, dass wenn man unter die Zwischensparrendämmung OSB-Platten schraubt und diese anschließend sauber abklebt man auf die Dampfbremsfolie verzichten kann!?

Weißt Du davon etwas?

Gruß Sebastian

Antworten

Samuel Schneider 8. Januar 2019 um 14:42

Ich denke das ist eine doppelte Anfrage 😉 Antwort: siehe oben.

Antworten

Kyra 21. Dezember 2018 um 11:06

Ich möchte gerne einen Dachausbau durchführen lassen. Vorzugsweise von einem Profi, aber mein Onkel denkt, dass er es auch kann. Wenn er es tun wird, möchte ich, dass er sich zuerst gut informiert. Dieser Artikel hat viele gute Informationen. So wusste ich nicht, dass manche Sachen nur ein Fachmann machen darf.

Antworten

Samuel Schneider 11. Januar 2019 um 11:06

Hallo Kyra,

die Sache mit dem Profi ist gut 😉

Antworten

Christina Sommer 11. Dezember 2018 um 20:37

Hallo Samuel !
Toller Artikel ! Super geschrieben , leicht verständlich und gut zum lesen!
Ich bin Christina , 21 Jahre alt und studiere Architektur. Da sind meine Eltern auf die Idee gekommen das ich den Dachboden planen kann. Ich vermute das wir dafür eine Genehmigung brauchen werden und ich soll den Grundriss / Plan erstellen damit wir uns die Kosten für ein Plan ersparen können. Nun bin ich mir aber nicht so ganz sicher ob ich den Grundriss etc. zeichnen kann und einem Architekten vorlegen kann damit er unterschreibt und ich dann eine Genehmigung einholen kann ? Weisst du evtl. mehr darüber und wie ich da am besten vorgehen kann?
Lg , Christina.

Antworten

Samuel Schneider 12. Januar 2019 um 11:11

Hallo Christina,

das kommt auf den Architekten drauf an. Wenn das ein guter Freund ist, dann macht der das bestimmt. Da müsstest du mit dem Architekten deines Vertrauens reden.

Viel Erfolg.

Antworten

Markus 9. Dezember 2018 um 21:51

Hallo,
ich plane eine Zwischendecke für einen Raum 5 auf 5 Meter. Ich bin im Internet auf eine einfache Statikberechnung gestoßen. Demnach bin ich damit was ich mir gefühlsmäßig vorgestellt hatte auf der sicheren Seite. Angedacht sind 20×8 cm Leimbinder im Abstand von 50 cm. Oben und unten Holzplatten oder Bretter. Darüber sind nur 70 cm Platz bis zum Blechdach. Also keine Verkehrslasten nur Stauraum. Hintergrund der Aktion ist hauptsächlich das nervige Regengeprassel auf dem gedämmten Trapezblechdach im Schlafzimmer, das durch eine Zwischendecke eliminiert werden soll. Vorab vielen Dank für ihre Meinung

Antworten

Samuel Schneider 12. Januar 2019 um 11:13

Hallo Markus,

klingt gut. Um sicher zu gehen, noch der Hinweis zu folgendem Link.

Antworten

Peter 14. Oktober 2018 um 12:11

Hallo, ich bewohne eine Maisonette Wohnung.

Ein befreundeter Handwerker wies mich darauf hin, dass die horizontalen Dachträger, auf denen die Galerie liegt, nicht ordentlich mit der tragenden Wand verbunden sind.
Diese gehen in die Dachschräge und werden in der Mitte des Raumes durch einen Raumteiler gestützt.

Aus seiner Sicht hätte der Vermieter dies vor der Umwidmung des Raumes vom Bauamt für die Nutzung als Mietwohnung genehmigen lassen müssen.

Wie sieht das aus eurer Sicht aus?

Antworten

Samuel Schneider 29. Januar 2019 um 11:06

Hallo Peter,

das kann ich so aus der Ferne nicht sagen. Dieser Artikel hilft bestimmt weiter.

Antworten

Mark 10. Oktober 2018 um 12:37

Hallo, wer entscheidet eigentlich, ob das Dach ausgebaut werden soll oder nicht? IMHO die Eigentümer, richtig? Danke.

Antworten

Samuel Schneider 1. Februar 2019 um 11:08

Hallo Mark,

ja in der Regel schon.

Antworten

Helga 2. Oktober 2018 um 17:49

Lieber Samuel, ein lehrreicher Beitrag, danke! Im Moment möchten wir unser Dach ausbauen und haben das in unserem Budget-Bereich festgelegt. Die Summe fällt mit deiner leider nicht zusammen, also kann dann die Arbeit geteilt werden oder besser schrittweise erledigt. Gesetzliche Vorschriften für den Dachausbau sind uns leider noch nicht bekannt. Hier würde eine fachliche Beratung hilfreich. Ein Förderprogramm wäre emfehlenswert.

Antworten

Samuel Schneider 5. Februar 2019 um 11:10

Hallo Helga,

danke für deinen Kommentar.

Antworten

Mia 1. Oktober 2018 um 6:33

Bekannte wollen ihr Dach ausbauen, da kann Hilfe vom Profi, wie hier vom Zimmermann recht hilfreich sein. Sie wollen sich aber erst einmal beim Profi beraten lassen welche energetischen Konzepte sie zur Auswahl haben. Schließlich soll das Dach auch gut gedämmt werden, um die Energiekosten zu senken.

Antworten

Samuel Schneider 6. Februar 2019 um 11:10

Hallo Mia,

das ist eine sehr gute Idee.

Antworten

Oliver Felinger 22. Mai 2018 um 7:58

Hallo Samuel,
toller Artikel. Hier erfährt man wirklich viel über die rechtlichen Dinge, aber auch Bauarten rund um das Thema Dach. Ich finde es toll solche Hinweise zu bekommen, da es einem selbst hilft, vor allem, wenn man beispielsweise sein eigenes Dach neu gestalten will oder umbauen. Man kann sich im Internet viele Tipps und Anregungen zum Thema Dach holen. Ich habe noch einen zusätzlichen exotischen Tipp als kleine Ergänzung zu diesem tollen Blog. Ich schaue mir immer Dächer bei Immobilienratgeberseiten an und hole mir dort Anregungen für meine eigenen vier Wände und mein Dach. Eine gute Beispielseite dafür ist:

Bei den Exposes gibt es immer wieder mal gute Anregungen für das Dach. Ich hoffe, es hilft euch so, wie es mir damals bei meinem Haus und meiner Dach Neugestaltung geholfen hat.
Viele Grüße
Oliver Felinger

Antworten

Samuel Schneider 14. März 2019 um 14:25

Hallo Oliver Felinger,

sehr gerne.

Antworten

M. Taskor 16. März 2018 um 11:34

Hallo Herr Schneider
wir planen einen nachträglichen Einbau von Dachflächenfenstern in unserem 12 Jahre alten Haus.
Knackpunkt ist, dass vor dem Einbau eine Ziergaube zurückgebaut werden müsste.
Könnten Sie mir im Raum Bad Vilbel bei Frankfurt/M. einen zuverlässigen Dachdecker empfehlen? Sie sind ja leider zu weit weg. 🙁
Herzlichen Dank

Antworten

Samuel Schneider 16. März 2018 um 22:06

Hallo Herr Taskor,

nein leider nicht. Ich bin im Süden Deutschlands ansässig und da kann ich leider nichts empfehlen. Es tut mir leid!

Antworten

Greco 6. Februar 2018 um 21:54

Vielen Dank für den Tipp Gauben zu bauen! Ich werde mehr platz ins Dachgeschoss haben Sie erwähnten, dass es viele verschiedene arten der Gauben gibt? Haben Sie noch Beispiele, wie Bilder, die Ich mal gucken könnte? Danke!

Antworten

Samuel Schneider 1. April 2019 um 13:59

Hallo Greco,

ja die habe ich. Schau mal hier.

Antworten

andreas stecker 21. Dezember 2017 um 20:20

Es ist notwendig, dass ein Dachdeckerbetrieb die Gegebenheiten prüfen. Ich will nicht, dass etwas schief geht, weil ich nicht gecheckt habe. VG

Antworten

Samuel Schneider 11. April 2019 um 14:42

Hallo andreas stecker,

ja das stimmt. Das ist absolut richtig.

Antworten

Franziska Völl 16. November 2017 um 22:27

Hallo Samuel,
Wir wollen gern ein älteres Haus kaufen. Hier ist der Dachboden laut Makler ausbaufähig aber noch komplett roh. Das heißt keine Dämmung, man sieht die Dachpfannen. Nun würden wir gern vor dem Kauf ungefähr wissen welche Kosten auf uns zukommen würden. Ich weiß, dass es schwer ist da eine Antwort für zu geben, weil es von vielen Faktoren abhängig ist. Es soll ein Schlafzimmer und wahrscheinlich ein Bad hinein. Kannst du vielleicht doch erfahrungsgemäß in etwa sagen womit man da mit z.B. Dämmung (pro Quadratmeter)rechnen könnte? Und eine Frage zur Arbeit im Sanitärbereich. Du hast ja geschrieben, dass dies vom Profi durchgeführt werden muss. Mein Vater ist allerdings Gas-Wasserinstallateur und würde uns den Ausbau diesbezüglich machen. Ist dies dann nicht erlaubt?
Ich freue mich von dir zu hören bzw zu lesen.
Die Seite ist dir im übrigen gut gelungen und sehr hilfreich ☺
Gruß Franziska

Antworten

Samuel Schneider 20. April 2019 um 13:19

Hallo Franziska Völl,

grundsätzlich könnte das dein Vater machen, er ist ja Profi. 😉 Es müssen halt alle Normen eingehalten werden, aber ich bin mir sicher: das würde dein Vater sowieso machen.

Die Kostenkalkulation können wir gerne über diesen Weg machen.

Antworten

Sebastian S. 28. Juni 2017 um 15:15

Hallo Samuel,
erst mal, tolle Internetseite!
Ich plane im Moment den Dachausbau unseres Hauses und möchte diesen auch in Eigenregie durchführen.
Momentan stocke ich etwas bei der Auswahl der Dämmwolle da es so viele verschiedene gibt!
Welche Erfahrung hast Du als Zimmerer bei der Auswahl der Dämmwolle?
Wichtigstes Kriterium für mich ist, dass es im Sommer schön kühl unterm Dach bleibt!
Es sollte aber natürlich auch nicht die teuerste Dämmwolle sein.

Gruß
Sebastian S.

Antworten

Samuel Schneider 28. Juni 2017 um 17:49

Hi Sebastian,

das sind zwei Dinge die sich ein wenig beißen. Billig und gut. 🙂

Holzfaserplatten haben einen besseren Hitzeschutz als Glaswolle. Aber dafür ist es teuer. Ich würde nur Holzfaserplatten verbauen.

Antworten

Michaela 18. Mai 2017 um 12:05

Hallo, danke für die Impressionen zum Dachausbau. Ich frage mich nur wie du auf mindestens 55% der Breite des Wohnraums kommst. Ich halte die Zahl zwar licht und wäre technisch für gut, in der Regel jedoch kaum umsetzbar. Die Kosten für viele oder große Fenster sind ja auch nicht zu verachten. Wie sieht das eigentlich der Dachdecker mit der Fensterfläche?

Antworten

Samuel Schneider 5. Juni 2017 um 16:45

Hallo Michaela,

danke für deine Kritik. Wie komme ich darauf? Die DIN 5034 gibt das vor. 😉 Die Umsetzung ist bestimmt nicht einfach, aber nicht unmöglich. Ich habe so ein Projekt in der Schweiz abgeschlossen und das sah sehr gut aus. Aber das schafft ihr sicherlich auch… 😉

Antworten

Nadine 3. April 2017 um 13:44

Hallo zusammen,
vielen Dank für den sehr interessanten Artikel.
Tolle Idee- muss ich unbedingt mal ausprobieren. Dafür braucht man aber das richtige Werkzeugbau.

LG
Nadine

Antworten

Samuel Schneider 4. April 2017 um 13:25

Hallo Nadine,

danke für deinen Kommentar.

Antworten

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