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Achtung Energieverlust! 7 effektive Dachdämmungen

Wieviel Schnee auf den Hausdächern liegt sagt viel über die Dachdämmung aus.

Wieviel Schnee auf den Hausdächern liegt sagt viel über die Dachdämmung aus.

Wärme steigt bekanntlich nach oben. Das ist im Haus nicht anders. Über das Hausdach verliert das Haus bis zu 20% der Gesamtenergie.

Einer der wichtigsten Möglichkeiten um Energie einzusparen – und somit Heizkosten zu senken – ist eine gute Dachdämmung.

Ob Altbau oder Neubau, jeder Hausbesitzer sollte sich über den Zustand seiner Dachdämmung im klaren sein.

Wie kannst du herausfinden wie es um deine Dachdämmung bestellt ist? Und welche Möglichkeiten der Dachdämmung kommen in Frage?

In diesem Beitrag findest du alles was du darüber wissen musst.

Wie gut ist deine Dachdämmung?

Wer erst neu gebaut hat wird sich über die Dämmung nicht so viel Gedanken machen.

Was aber wenn du in einem Altbau wohnst?

Es gibt zwei einfache Indizien für ein Dach das unbedingt eine neue Dachdämmung benötigt:

  • hohe Energiekosten
  • Im Winter schmilzt der Schnee auf deinem Dach schneller als auf anderen

Ok, dein Dach ist im Winter also meist schneefrei? Dann solltest du dir Gedanken über eine neue Dachdämmung machen.

Wusstest du schon?
Informiere dich auch vor deiner Entscheidung welche Dämmung du anbringst darüber, ob für deine Sanierung vielleicht Förderungen angeboten werden. Beispielsweise der KFW-Zuschuss 430.

Die Arten von Dämmungen unterscheiden sich in den genutzten Materialien, den Kosten und vor allem darin wo die Dämmung angebracht wird.

Im Folgenden findest du alle Möglichkeiten die zur Verfügung stehen.

Untersparrendämmung

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Die Untersparrendämmung ist eine der günstigsten Möglichkeiten der Dachdämmung.

Bei dieser Methode wird das Dämmaterial unterhalb der Dachsparren angebracht.

Bei der Untersparrendämmung ist es möglich auch im Nachhinein, zum Beispiel in Altbauten, kostengünstig nachzudämmen.

Ein großer Nachteil ist, dass durch das Anbringen des Dämmmaterials an der Unterseite der Sparren, einiges an Wohnraum verloren geht.

Bei dieser Dämmmethode erspart man sich das Verkleiden der Dachsparren. Oft werden auch Komplettsysteme angeboten die eine Verkleidung des Daches von Innen beinhalten.

Zwischensparrendämmung

dachdämmung-zwischensparrendämmung

Zimmermänner bringen eine Zwischensparrendämmung an, im Rahmen einer Dachsanierung.

Zimmermänner bringen eine Zwischensparrendämmung an, im Rahmen einer Dachsanierung.

Wie das Wort schon besagt, wird bei dieser Methode das Dämmmaterial zwischen die Sparren eingefügt.

Auch die Zwischensparrendämmung ist eine kostengünstige Methode, die im Nachhinein angebracht werden kann.

Wichtig ist bei der Zwischensparrendämmung, dass die Dachsparren stark genug sind, um mit der Dämmung abzuschließen. Ist dem nicht so, müssen die Sparren verstärkt werden.

Auf die Dämmung wird in der Regel noch eine Verkleidung angebracht, vor allem wenn das Dachgeschoss bewohnt wird.

Auch bei dieser Dämmung kann sich der Wohnraum verkleinern, sofern die Sparren verstärkt werden müssen.

Aufsparrendämmung

Beispiel einer Aufsparrendämmung an einem Satteldach

Beispiel einer Aufsparrendämmung an einem Satteldach

Bei der Aufsparrendämmung handelt es sich um eine etwas kostenintensivere Methode. Das ist vor allem deshalb der Fall, weil dabei immer das Dach neu eingedeckt werden muss.

Bei dieser Möglichkeit wird das Dämmmaterial nämlich oberhalb der Sparren angebracht.

Dieser Dachstuhl eines Fachwerkhauses wurde mit einer Aufsparrendämmung gedämmt.

Dieser Dachstuhl eines Fachwerkhauses wurde mit einer Aufsparrendämmung gedämmt.

Meist wird diese Dämmung bei Neubauten genutzt oder wenn das Dach sowieso neu eingedeckt werden soll.

Die Aufsparrendämmung verringert in keinster Weise den Wohnraum und hat sehr gute Dämmeigenschaften. Natürlich wird das Dach nach außen hin höher. Das muss vor allem bei Reihenhäusern beachtet werden.

Wichtig ist beim Anbringen dieser Dämmung, dass die einzelnen Dämmplatten dimensionsstabil sind. Sonst könnten durch die großen Temperaturunterschiede auf dem Dach Risse entstehen.

Auflattdämmung

Eine neue Methode ist die Auflattdämmung.

Diese Dämmung hat ihre Vorteile, ist aber mit Vorsicht zu genießen.

Das Dämmaterial wird dabei nicht nur oberhalb der Sparren sondern auch oberhalb der Lattung aufgebracht.

Das hat den Vorteil, dass bei einer Sanierung nicht die komplette Dachkonstruktion abgenommern werden muss sondern nur die Eindeckung.

Ist die Dämmung angebracht wird die Eindeckung direkt auf der Dämmung aufgebracht. Dafür sind spezielle Einbuchtungen und Überhöhungen in das Dämmmaterial eingearbeitet.

Als Dämmung wird meist Polysterol genutzt. Dieses soll gleichzeitig als Unterdach wirken. Deshalb ist hier auch keine Unterdeckung nötig.

Ein großes Problem dabei ist allerdings die fehlende Luftzirkulation. Das kann bei nicht sachgemäßer Anbringung schnell zu Schimmelbildung führen.

Lass dein Dach am besten erst von einem Fachbetrieb begutachten. So kann abgeschätzt werden ob die Auflattdämmung für dich sinnvoll ist.

Einblasdämmung

Der Hohlraum für eine Einblasdämmung

Der Hohlraum für eine Einblasdämmung

Diese Art der Dämmung kommt eigentlich nur für Altbausanierungen in Frage.

Dabei muss ein Hohlraum an der zu dämmenden Fläche bestehen. Oder aber es wird einfach ein Hohlraum durch eine Holzkonstruktion geschaffen.

In diesen Hohlraum wird dann einfach ein Dämmstoff geblasen. Dafür werden 2-3 cm große Löcher angebracht.  Von einer Einblasmaschine wird das Dämmmaterial über einen Schlauch in den Zwischenraum gepustet.

Als Dämmmaterial wird dabei wasserabweisene, atmungsaktive Mineralwollegranulate genutzt. Außerdem muss das Material Wärmebrücken vermeiden.

Die Mineralwollegranulate bestehen aus einem der folgenden Materialien:

  • Zellulose
  • EPS-Kügelchen
  • Steinwolle oder Glaswolle
  • Perlite
  • Nanogel oder Ortschaum
  • Blähgas Granulat

Oberste Geschossdecke

Wenn du das Dachgeschoss nicht als Wohnraum nutzen wirst, kannst du überlegen nur die oberste Geschossdecke zu dämmen.

Das ist die günstigste und einfachste Variante der Dämmungen und deshalb einen Gedanken wert.

Die Geschossdecke kannst du auch leicht selbst dämmen.

Zuerst wird eine Folie als Dampfsperre aufgelegt. Wichtig ist dabei der Anschluss der Dampfsperre an die Wand.

Darauf wird das Dämmmaterial gelegt. In diesem Fall sind es Matten aus Steinwolle, Mineralwolle oder organischen Fasern.

Wusstest du schon?
Verlege die Dämmplatten versetzt, so vermeidest du Wärmebrücken. Beginne am entferntesten Punkt und arbeite zum Geschossaufgang hin, damit du nicht über die verlegten Platten gehen musst.

Flachdachdämmung

Ein Flachdach mit einer Warmdachdämmung

Ein Flachdach mit einer Warmdachdämmung

Eine Flachdachdämmung ist eine Sache für sich. Es gibt hier verschiedene Dämmmethoden:

  • Die Warmdachdämmung
  • Die Kaltdachdämmung
  • Die Umkehrdachdämmung

Möglich ist auch beim Flachdach die Ausführung als Einblasdämmung.

Kosten einer Dachdämmung

Wie oben schon kurz erwähnt sind die Untersparrendämmung und die Zwischensparrendämmung günstiger als die Aufsparrendämmung.

Allerdings ist letztgenannte die effizienteste. Das ist natürlich auch Geschmackssache und persönliche Meinung. Ich würde mich allerdings, wenn möglich, immer zuerst für eine Aufsparrendämmung entscheiden.

In der folgenden Tabelle habe ich dir die verschiedenen Dachdämmungen mit den Kosten pro Quadratmeter aufgelistet:

Arten der Dachdämmung Kosten pro Quadratmeter
Untersparrendämmung 30 – 60 Euro pro m²
Zwischensparrendämmung 50 – 80 Euro pro m²
Aufsparrendämmung (mit Neueindeckung) 150 – 250 Euro pro m²
Einblasdämmung 15 – 60 Euro pro m²
Oberste Geschossdecke 15 – 60 Euro pro m²
Flachdachdämmung 40 – 100 Euro pro m²

Fazit

Für welche Dachdämmung du dich also entscheidest liegt an deinem Geschmack, dem Zustand deines Daches und deinem Geldbeutel.

Vergesse nicht dich über mögliche Fördergelder zu informieren.

Definitiv wirst du mit einem gut gedämmten Dach auf Dauer mehr Geld einsparen als es dich bei der Sanierung kostet.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Dämmen!



Kommentare

Henry Boxer 15. Mai 2017 um 21:41

Hallo Samuel,
ich möchte den ehemaligen Stall als Wohnraum nutzen. (Altes Haus von fast 100 Jahren. )
Der Vorbesitzer hatte es als Sommerhaus oder Wintergarten nach seiner Sanierung vor etwa 20 Jahren genutzt.
Es hat ein Kehlbalkendach mit einen kleinen Zwischenboden.
Die Sparren sind 100mm breit und 140mm tief. Außen liegen Ziegel, darunter befindet sich eine Unterspannbahn. Zwischen dieser und der Zwischensparrendämmung von 120 mm alukaschierter Steinwolle befinden sich ca. 20 mm Luft. An den Wand.- und Balkenstößen ist die Alufolie nicht weiter verklebt. Ich nehme an, er hat diese auch nur an die Balken getackert.
Als Raumabschluß hat er Paneelen gesetzt. Ich hatte einige die Paneelen abgenommen, um die Trockenheit der Steinwolle zu beurteilen. An allen Stellen war sie trocken. Den Zwischenboden hat er mit allen Steinwollresten sehr liederlich ausgelegt. Bis zum Firsten gibt es keine Dämmung. Am Giebel des Hauses befindet sich ein kleines Lüftungsgitter von 200x200mm. Nun möchte ich die die Dämmung durch eine Untersparrendämmung aufbessern. Ich möchte erstens bis zum Dachfirsten die Zwischensparrendämmung aufbauen.
Den Rest als Abschluss zum Wohnraum wollte ich mit PU Hartschaumplatten bestücken. Da diese durch Nut und Feder keine zusätzlichen Wärmebrücken darstellen und diese zu den Wandanschluß richtig verkleben. Ist der PU Schaum empfehlenswert? Oder sollte ich doch eine weitere Steinwollelage aufbringen. Natürlich mit Quersparren. Dabei wären die Balkenaufsätze aber leider wieder eine Wärmebrücke. Welche Stärken wären für den PU Schaum oder die Steinwolle sinnvoll? Wäre dann eine Dampfsperre oder die Dampfbremse einzusetzen? Wohin würde sich dann der Taupunkt bei den Lösungen verschieben?
Worauf sollte noch geachtet werden?
Ich würde mich über Ihren Ratschlag sehr freuen.

Antworten

Samuel Schneider 16. Mai 2017 um 7:42

Hallo Henry,

danke für deine Frage. Ich versuche mal eins nach dem anderen zu beantworten:

Ist der PU Schaum empfehlenswert?

Brandschutztechnisch ist PU-Schaum eine Katastrophe. Steinwolle punktet hier also. Mit PU Schaum hast zwar eine niedrige Wasserdampfdurchlässigkeit und einen guten Kälteschutz, aber im Sommer wirst du da oben Kochen. Der Hitzeschutz ist im Vergleich zu Holzfaserdämmplatten echt mies. Meine Empfehlung: Querlattung mit Holzfaserdämmplatten.

Welche Stärken wären für den PU Schaum oder die Steinwolle sinnvoll?

Am besten du rechnest das mit diesen Tool durch. Das machen die Profis übrigens auch.

Wäre dann eine Dampfsperre oder die Dampfbremse einzusetzen? Wohin würde sich dann der Taupunkt bei den Lösungen verschieben?

Dampfbremse solltest du unbedingt einbauen. Der Aufbau ist doch schon sehr gewaltig und Tauwasser bildet sich garantiert. Wohin sich das verschiebt kannst du mit dem Tool messen. Ein wichtiger Punkt: achte auf eine ordentliche Verklebung und vermeide Tackernägel. Ich arbeite sehr gerne mit SIGA. Teuer aber das ist einfach der Ferrari unter den Kleberband Herstellern.

Antworten

Henry Boxer 16. Mai 2017 um 22:54

Hallo Samuel,

recht herzlichen Dank für Deine Ratschläge und Antworten.
Ich habe gleich den empfohlenen Link benutzt.
Dieses Tool ist sehr hilfreich.
Ich wünsche weiter viel Erfolg bei Deiner Webseite.

Beste Grüße, Henry.

Antworten

Samuel Schneider 17. Mai 2017 um 10:45

Hallo Henry,

sehr gerne. Viel Erfolg beim Bauen. 😉

Antworten

Helmut 17. Januar 2017 um 14:19

Ich wohne in Wien in einem schönen Altbau und da muss natürlich auch irgendwann mal das Dach gemacht werden.. Altbausanierung in Wien hat glaube ich jeder schon mal erlebt der hier wohnt und leider kommt es dabei auch öfters mal zum Pfusch.. zum Glück wurde unser Wohnhaus damals von Koenig Heinrich saniert, da gab es keinerlei Probleme weil Profis am werk waren.

Antworten

Samuel Schneider 17. Januar 2017 um 15:24

Hallo Helmut,

das freut. Lass nächstes mal bitte den Link draußen…

Antworten

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