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Flachdachgaube und 2 wichtige Dinge die sie beachten müssen

Kostengünstig, schick und effektiv – so kann man die Flachdachgaube nennen. Diese Gaubenform gehört eigentlich zur „Familie“ der Schleppgauben.

Die Bauweise und der Styl unterscheidet sich nicht sehr stark. Ich werde dir in diesem Beitrag trotzdem die wichtigsten Unterschiede erklären.

Aber eins vorweg:

Ist so eine Gaubenform überhaupt sinnvoll?

Das ist eine wichtige Frage, die ich ebenfalls in diesem Beitrag näher erleuchten möchte.

Warum ist das so wichtig?

Jeder Bauherr sollte sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie er sowohl beim Bau, als auch bei der Wartung Geld sparen kann.

Flachdächer und deren Schwachpunkte

Ich möchte an dieser Stelle nicht negativ klingen, aber Flachdächer haben einige Nachteile. Zum einen muss man das Abdichten nennen.

Jeder Bauherr der ein Flachdach besitzt, wird früher oder später Probleme damit bekommen.

„QUATSCH! Das Flachdachgaube wird doch komplett verblecht!!!“

Ja das stimmt.

Aber überall wo Wasser stehen kann, besteht die Gefahr, dass Wasser durch das Bauteil fließen kann. Die kleinste Schweißungenauigkeit kann zu großen Problemen führen. Und das passiert leider auf jedem Bau. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ein weiterer Unterschied: der Aufbau für die Dämmung muss so gewählt werden, dass die Vorgaben der EnEV eingehalten werden. Das erfordert meistens einen sehr hohen Aufbau, was bei Flachdachgauben nicht gut oder zu wuchtig aussieht.

Die Nachteile sind also: der Aufbau für die Dämmung und die Neigung. Heißt das aber, dass eine Flachdachgaube gar keine Neigung hat?

Nein.

Der Unterschied

Ich hatte schon die Schleppgaube erwähnt. Was ist jetzt der Unterschied zwischen diesen beiden Gaubenarten?

Der Unterschied: eine  Schleppgaube hat mindestens eine Dachneigung von 15° während eine Flachdachgaube eine Neigung von 2,9° bis maximal 5° hat.

Die Abdichtung erfolgt bei einer Schleppgaube meist mit Dachziegel und die Flachdachgaube wird meistens mit Blech und/oder Bitumen abgedichtet.

Wusstest du schon?
Schon um 3000 v. Chr. nutzte man Bitumen für Flächdächer. Das bestätigt das Zeugnis des Herodots. Meist wurden die Dächer auch als Terrassen genutzt.

Die Nutzung von Ziegeln ist bei einem Flachdach nicht möglich. Es gibt zwar Hersteller die garantieren, dass man Ziegel auch bei unter 15° einsetzen kann, dann muss man aber das Unterdach so gut abdichten, dass man am Ende kaum Geld spart.

Ich kenne ein Fall, da wurden solche Ziegel verbaut. Dann hat sich das Wasser am Traufpunkt angesammelt und die ganze Unterdachschalung ist weggefault. Das gab nur Ärger.

Ziegel haben eigentlich bei solchen flachen Dächer bzw. Gauben nichts zu suchen.

Konstruktionsunterschiede

Die Konstruktion Unterscheidet sich nicht sehr stark. Anbei ein Aufbau einer Schleppgaube:

Eine Schleppgaube

Eine Schleppgaube

Die Gaubensparren haben eine Neigung von 15°. Bei einer Flachdachgaube sieht das ganze dann so aus:

Eine Flachdachgaube

Eine Flachdachgaube

flachdachgaube-klaueDer Unterschied ist also nicht sehr groß. Zwei Dinge fallen bei dieser Gaubenform auf:

  • Wir erzeugen eine Klaue
  • Wir haben mehr Platz für die oberen Ziegelreihen

Das hat wiederum Vorteile. Wenn man unbedingt eine Gaube brauch, aber nicht genügend Platz hat, dann spart mich sich bei dieser Bauweise eine menge Platz.

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Fazit

Die Flachdachgaube hat Vor- und Nachteile. Diese sollte man im Vorfeld genau abwägen und mit einem Fachmann abklären.

Ich persönlich bin kein so großer Fan von dieser Bauweise, weil es beim abdichten zu großen Problemen kommen kann.

Ich weiß: es gibt mittlerweile Möglichkeiten Flachdächer gut ab zu dichten. Trotzdem steht an dieser Stelle wieder der Kosten/Nutzen-Faktor im Raum.



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