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Pfostenträger und Bodenhülsen – erst lesen, dann kaufen!

pfostentraeger-bodenhuelsenPfostenträger oder Bodenhülsen werden vor allem beim Bau von Carports eingesetzt. In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, was man beim Einbau beachten sollte. Zusätzlich behandle ich die Punkte wie hoch ein Pfostenträger im Außenbereich mindestens sein sollte und wie man die Pfosten vor den Witterungen schützen kann.

Pfostenträger und Bodenhülsen: der Unterschied

Es gibt verschiedene Modelle um einen Pfosten mit dem Boden sowohl statisch, als auch vom Design her ordentlich zu verbauen. Es gibt zum Beipiel:

  • höhenverstellbare Pfostenträger aus verzinkten Metall oder Edelstahl
  • Pfostenträger mit Dolle die im Beton einbetoniert werden (höhenverstellbar oder nicht)
  • Pfostenträger aus H-Profilen
  • U-Pfosten Laschen (beweglich und starr)

Diese Bauteile eignen sich vor allem bei statischen Beanspruchungen. Also zum Beipiel bei einem Carport der im Süden Deutschlands aufgerichtet wird. Ganz anders sieht das bei Bodenhülsen aus. Diese Bauteile werden in der Regel in den Boden eingeschlagen und erfüllen keine statischen Erfordernisse.

Gibt es aber nicht auch Pfostenträger zum einschlagen? Nein. Auch wenn das an dem Punkt eine Definitionssache ist, gibt es nur Bodenhülsen zum einschlagen. Diese eignen sich zum Beispiel bei einem Sonnenschirm oder Fahnenmasten die man im Garten schnell und einfach positionieren möchte. Bodenhülsen eignen sich auch wenn man einen Garten hat und ein kleines Gewächshaus errichten möchte oder einen Holzpfosten montieren muss (ohne statische Beanspruchung).

Wo kaufen?

Solche Bauteile findest du vor allem im Bauhaus (z.B. im Hornbach). Bei statischen Anforderungen empfehle ich dir einen Fachhändler oder eine Zimmerei vor Ort. Es gibt aber auch einige Online Händler die Pfostenträger anbieten die der deutschen Norm entsprechen.

Pfostenträger für ein Carport einbetonieren: meine Anleitung

Schritt 1: Modell wählen

Als erstes wäre zu beachten, welches Modell du brauchst bzw. welches Modell am geeignetsten ist. Zum Beispiel eignet sich ein Pfostenträger mit einer Dolle bei einem Untergrund ohne Fundament. Ist ein Fundament vorhanden, dann kann man auf Modelle zurückgreifen, die flach auf dem Fundament liegen und dann befestigt werden.

Dieser Schritt ist also wichtig um das beste Modell zu wählen.

Schritt 2: genaue Position ermitteln

Nachdem das Modell festgelegt wurde, solltest du die Position der einzelnen Pfosten wählen. Bei einem Carport hast du in deinem Aufrissplan die exakten Positionen der Pfosten. Diese Positionen markierst du dir am besten auf dem Boden. Die Pfostenträger werden vorerst noch nicht befestigt.

Schritt 3: Pfosten vorbereiten

Der nächste Schritt wäre die Vorbereitung der Pfosten. Sofern du es nicht schon beim Abbund vorgenommen hast. Je nach Modell hast du mehr Arbeit. An dieser Stelle solltest du die Pfostenträger an den Pfosten fest montieren. In der Regel nutzt man dafür Kammnägel. Wenn es sich um eine sichtbare Stelle handelt, wird nur ein Dollen in das Holz eingelassen.

Ist der Pfosten der Witterung ausgesetzt, muss der Abstand zum Boden mindestens 30 cm oder mehr betragen. Zwar kann man mit Kieselsteinen das Spritzwasser etwas abdämpfen, aber auf der sicheren Seite ist man mit 30cm. Liegt der Pfosten im Innenbereich, muss man lediglich dafür sorgen, dass die Verbindung zum Boden mit einer Trennschicht (Bitumen) unterbrochen wird.

Schritt 4: Das Aufrichten

Erst nachdem die Position und die Pfosten fertiggestellt sind, kannst du dich ans Aufrichten wagen. Hier sollte die Pfette mit provisorischen Stützen abgefangen werden und auf die exakte Position ausgerichtet werden. Dafür nutzt man am besten einen Laser oder eine Schlauchwage. Nachdem du alles ausgerichtet hast und die Pfosten optimal im Senkel stehen, kannst du mit dem Betonieren beginnen.

Bei verstellbaren Pfostenträgern kann man sich diesen Schritt sparen. Man kann das ganze Gewicht auf den Pfosten ableiten und später nachjustieren. Wenn die Position der Pfosten stimmt, kann man diese mit dem bestehenden Fundament verbinden.

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Fazit

Pfostenträger oder Bodenhülsen sind tolle Bauteile um bestimmte Projekte fertigzustellen. Bei großen Bauprojekten solltest du jedoch darauf achten, dass die geforderte Statik gegeben ist. Auch wenn die Versuchung es selbst in die Hand zu nehmen groß ist: am besten man bespricht das mit einem Fachmann.



Kommentare

René 8. März 2018 um 12:05

Servus Samuel,
ich werde einen Carport bauen. Natürlich möchte ich vorhandenes Bauholz verwenden. Allerdings sind die Pfosten, welche ich als Stützen in der Höhe verwenden möchte nur 2,20m lang, benötigen tue ich 3,20m. Von den zu kurzen Stützen habe ich reichlich auf Vorrat. Also möchte ich die Stützen verlängern. Wie sollte ich das tun, dass zum Einen eine stabile Verbindung erreicht wird und die zu erwartenden Kräfte ordnungsgemäß abgeleitet werden können. Ideal wäre natürlich, wenn diese Verbindung wenig ins Auge fällt, was wahrscheinlich schwierig wird, da ich mit Heimwerkergeräten agiere.

Großen Dank schon einmal – Beste Grüße aus Augsburg

Antworten

Samuel Schneider 12. März 2018 um 20:05

Hi René,

du brauchst ja eh einen Abstand zum Boden, warum baust du dir nicht aus U-Trägern ca. 1,20m lange Pfostenträger? Damit hast du das Holz gegen Spritzwasser geschützt und du musst nichts strückeln. Zum Thema Stückeln bin ich sehr skeptisch eingestellt. Statisch gesehen ist die Knickgefahr extrem hoch. Ich kenne keine Holzverbindung, die das aushält…

Antworten

HSchwarz 22. Juli 2017 um 17:52

Ich habe vor 10 Jahren ein Carport errichten lassen. Die verzinkten Pfostenanker auf denen das Carport steht fangen an zu rosten. Was tun ?

Antworten

Samuel Schneider 26. Juli 2017 um 16:39

Hi HSchwarz,

das dürfte ja bei verzinkten Ankern nicht passieren. 🙂

Solange die nur von außen angerostet sind würde ich diese mit einem Lack nachbehandeln. Soweit ich weiß hat sogar der Eifelturm hier und da Roststellen. Diese werden dann nachbehandelt und der Turm steht noch… 😉

Nur wenn es durchgefault ist, dann würde ich diese austauschen.

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